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USA und EU: Sanktionen gegen Iran und Russen

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Hackerangriffe - USA und EU: Sanktionen gegen Iran und Russen

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Die EU verhängt Sanktionen gegen Russen nach Hackerangriffen auf den Bundestag. Die Trump-Regierung sanktioniert den Iran wegen Einmischung in die US-Wahl und beklagt Angriffe.

Mann benutzt die beleuchtete Tastatur eines Laptops
Quelle: dpa

Erneut melden US-Sicherheitsbehörden russische Hackerangriffe. Sie hätten Dutzenden Netzwerken von Verwaltungen von Kommunen und Staaten gegolten. Wegen des Vorwurfs von Einmischungen in die US-Präsidentschaftswahl hat die Regierung in Washington zudem Sanktionen gegen Teheran verhängt.

Weniger als zwei Wochen vor der Wahl erklären Vertreter von FBI und der für Cybersicherheit zuständigen Behörde innerhalb des Heimatschutzministeriums, russische Hacker hätten in den vergangenen Tagen Daten aus mindestens zwei Servern entwendet.

Hackerangriffe: Wahl nicht beeinträchtigt

Die Warnungen befeuern die Sorge vor möglichen Einmischungen aus dem Ausland in die anstehende Präsidentschaftswahl. Auf wen genau die mutmaßlichen Cyberangriffe abzielten, wurde in der Erklärung nicht gesagt. Es lägen aber keine Informationen vor, wonach für den Ablauf der Wahl zuständige Einrichtungen oder Institutionen der Regierung betroffen seien.

Auch die Integrität von Wahldaten sei nicht beeinträchtigt. Zugeschrieben wurden die Hackerangriffe einer von einem staatlichen Akteur gestützten Gruppe, die früher als DragonFly und Energetic Bear in der Cybersicherheitsszene bekannt war.

Ein Mann wirft seinen Wahlumschlag in eine Wahlox im US-Staat Kansas. Nach Informationen des FBI sind Russland und Iran an Daten von US-Wählern gekommen und versuchen diese mit drohenden eMails zu beeinflussen.

Droh-Mails an US-Demokraten -
FBI: Russland und Iran greifen in Wahl ein
 

Laut US-Geheimdienst greifen Russland und der Iran in die US-Wahlen ein. Es wurden gefälschte Droh-Mails verschickt, um Wähler einzuschüchtern und Unruhen zu schüren, so das FBI.

US-Geheimdienst: Biden soll in schlechtes Licht gerückt werden

Sie soll seit mindestens 2011 aktiv sein und in Cyberspionage verwickelt gewesen sein, die sich gegen Energieunternehmen und Stromnetzbetreiber in den USA und Europa sowie gegen Rüstungs- und Luftfahrtkonzerne richtete.

Russland mischte sich nach US-Angaben schon 2016 in den Wahlprozess in Amerika ein, indem es E-Mail-Konten der Demokraten hacken ließ. Auch in diesem Wahljahr versuche Moskau Einfluss auszuüben, um Kandidat Joe Biden in ein schlechtes Licht zu rücken, teilten US-Geheimdienstler mit.

Zwietracht säen und Wähler in die Irre führen

Erst am Mittwoch warnten amerikanische Sicherheitsbehörden auch vor einer Einmischung des Iran in die US-Wahl. So sollen sich Moskau und Teheran Zugriff auf Registrierungsdaten von Wählern verschafft haben. Die Regierung in Washington hat daher Sanktionen gegen Teheran verhängt.

Diese Organisationen hätten durch die Verbreitung von "Falschinformationen" Zwietracht in der US-Bevölkerung säen und Wähler "in die Irre führen" wollen, erklärte das Ministerium. Erst kürzlich hatte das US-Justizministerium sechs Russen wegen versuchter Hackerangriffe angeklagt.

Einen neuen Höchststand der Cyberkriminalität registrierte das Bundeskriminalität. Die Täter: Hacker. Und die nutzen sogar die Corona-Krise zu ihrem Vorteil.

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Sowohl Teheran als auch Moskau wiesen die Vorwürfe zurück. Ein iranischer Außenamtssprecher sprach von "Erfindungen" und "ungeschickten" Anschuldigungen. Er bekräftigte, dass der Iran keinen Kandidaten bei der US-Präsidentschaftswahl bevorzuge.

Auch die EU sanktioniert russischen Hacker

Auch die EU hat unterdessen wegen des Hackerangriffs auf den Deutschen Bundestag im Jahr 2015 Sanktionen gegen zwei russische Geheimdienstoffiziere verhängt. Wie der EU-Rat mitteilte, wurden der Leiter des Militärgeheimdienstes GRU, Igor Kostjukow, und der Geheimdienstoffizier und Hacker Dmitri Badin mit Einreiseverboten und Kontensperrungen belegt.

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