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Bolton: Trumps Klagen werden abgewiesen

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"maybrit illner" - Bolton: Trumps Klagen werden abgewiesen

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Bei "maybrit illner" betont Trumps Ex-Sicherheitsberater Bolton, dass Trumps Klagen erfolglos sein werden. Laut Politologin Stelzenmüller hat Trump die Welt unsicherer gemacht.

Donald Trumps Ex-Sicherheitsberater John Bolton bei "maybritt illner".

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Die vom Wahl-Team Donald Trumps wegen vermeintlichem Wahlbetrug beabsichtigten Klagen haben nach Ansicht von Ex-Sicherheitsberater John Bolton keine Aussicht auf Erfolg. Um vor Gericht zu gehen, brauche Trump Beweise, sagte Bolton am Donnerstag in der ZDF-Sendung "maybrit illner" und fügte hinzu: "Er hat aber keine Beweise, deswegen werden die Fälle verworfen werden."

In Georgia und Michigan sind die Klagen bereits abgewiesen worden. Nicht ausschließen wollte Bolton, dass Fälle vor dem Supreme Court landen könnten. Sollte dies geschehen, werde sich das Oberste Gericht unter Beachtung der entsprechenden Gesetzgebung anschauen, "wie die Wahlverfahren in den einzelnen Staaten aussehen". Die Wahlmänner würden auf jeden Fall "an ihrem Datum ihre Wahl abgeben, ganz gleich, ob diese Fälle noch anhängig im Gericht sind", sagte er.

Bolton: Trump ist eine Abweichung

Unabhängig davon, ob Donald Trump die Wahl gewinne oder verliere stehe in der Republikanischen Partei nach Abschluss der Wahlen "eine ernsthafte Unterhaltung" an, sagte Bolton. Trump sei "kein konservativer Republikaner". Der amtierende Präsident "versteht Politik noch nicht einmal im konventionellen Sinne". Trump sei "eine Abweichung". Er stehe "nicht für die Vereinigten Staaten und ganz sicher nicht für die Republikanische Partei."

Donald Trump am 04.11.2020 in Washington

Trump fordert Auszählungsstopp -
Georgia und Michigan weisen Trump-Klagen ab
 

In den US-Staaten Michigan und Georgia haben Richter Klagen von Trumps Wahlkampfteam abgewiesen. Der freizügige Klage-Modus hat Trump eine Rüge der OSZE-Wahlbeobachter eingebracht.

Das Weiße Haus werde Trump im Falle einer Wahlniederlage freiwillig verlassen, aber nicht besonders anständig. "Das ist einfach nicht in ihm angelegt", sagte Bolton.

Baerbock: Die USA sind tief gespalten

Nach Ansicht von Annalena Baerbock (Bündnis '90/Die Grünen) zeige das Wahlergebnis, wie tief das Land gespalten ist. "Was ich an den USA immer geschätzt habe, war, dass man offen über Politik diskutieren konnte", fügte Baerbock hinzu. Europa müsse endlich zusammenwachsen, denn das sei für die Grünen-Vorsitzende eine Botschaft aus vier Jahren Trump.

Annalena Baerbock bei "maybrit illner"

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Laut Sudha David-Wilp, stellvertretende Direktorin im Berliner Büro des German Marshall Fund of the United States sehe es aktuell gut für Biden aus: "Am Ende wird es ein knapper Sieg". Ihrer Ansicht nach haben die Amerikaner Trump 2016 nur gewählt, weil die Wirtschaft für die Amerikaner eine große Rolle spiele und man Trump eine Chance geben wollte.

David-Wilp: Biden ist der richtige Kandidat

"Die Republikaner sollten sich fragen: Wofür steht unsere Partei in der Zukunft? – Für Verschwörungstheorien?", fügte David-Wilp hinzu. Nach Ansicht der Politologin verfüge die USA über eine "lebendige Demokratie und stellt ernüchtert fest: "Wir haben eine so starke Polarisierung, deshalb ist Joe Biden jetzt richtig".

Sudha David-Wilp bei "maybrit illner"

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"Die Verfassungskrise besteht darin, dass der Präsident jeden Tag seit seinem Amtsantritt die Grundnormen und Regeln der amerikanischen repräsentativen Demokratie in Frage stellt", ist sich Constanze Stelzenmüller von der Denkfabrik Brookings Institution in Washington, D.C., sicher.

Stelzenmüller: Trump ist eine Gefahr

Ihrer Ansicht nach stellt ein Präsident, der Diktatoren umarmt und Demokraten zurückstößt, eine Gefahr für die weltweite Demokratie dar: "Die Welt ist deutlich unsicherer geworden durch die Außen- und Sicherheitspolitik von Donald Trump". Für Stelzenmüller ist klar: Sollte Trump die Wahl gewinnen, "würde er sich noch stärker mit Familienmitgliedern und Loyalisten umgeben".

"maybrit illner“ mit dem Thema "Bis zur letzten Stimme – bleibt Trump an der Macht?" vom 5. November 2020.

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Für Martin Richenhagen, Vorstandsvorsitzender des drittgrößten Landmaschinenherstellers der Welt (AGCO) und Besitzer der amerikanischen Staatsbürgerschaft, haben sich Unternehmen trotz Trump gut entwickeln können: "Trump hat der Ölindustrie und dem Bergbau geholfen, aber zu Lasten der Umwelt".

Seiner Ansicht nach, ist Trump ein "ganz seltsamer Mann", der keine moralischen Grundsätze hat. Auch habe der aktuelle US-Präsident für sich eine neue Basis entdeckt: "Amerikaner, die abgehängt sind".

Gottschalk: Biden fehlt die Strahlkraft Obamas

"Amerika ist nicht Donald Trump und Donald Trump ist nicht Amerika", stellte Thomas Gottschalk fest. Trump ist laut Gottschalk ein "Reality-Star". Seiner Ansicht nach benötige "ein Land, das Zukunft braucht, eine Lichtgestalt an der Spitze". Für ihn stelle Joe Biden zwar einen seriösen Mann dar, die "Strahlkraft Obamas" habe er aber nicht.

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