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Senat und Repräsentantenhaus - Rennen um Sitze im Kongress bleibt spannend

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Bei der US-Wahl wird nicht nur der Präsident gewählt, sondern auch wichtige Sitze im Senat und das gesamte Repräsentantenhaus. Welche Partei liegt in der jeweiligen Kammer vorne?

Der Kongress in Washington
Der Kongress in Washington besteht aus den beiden Kammern Senat und Repräsentantenhaus.
Quelle: ap

Bei den Kongresswahlen in den USA konnten die Demokraten Prognosen zufolge ihre Mehrheit im Repräsentantenhaus verteidigen. Zugleich erlitten sie nach viel Euphorie einen schweren Dämpfer beim Kampf um den Senat.

Mehrere republikanische Senatoren, die als Wackelkandidaten galten, konnten ihre Sitze verteidigen. Bei den noch ausstehenden offenen Rennen haben die Republikaner gute Chancen, eine Mehrheit von 51 der 100 Mandate zu erreichen.

Das Rennen um die Mehrheit im US-Senat ist weiterhin offen. Stand 17:15 Uhr gab es ein Patt. Die Republikaner sicherten sich bislang 47 der 100 Sitze, die Demokraten 46*. 7 Sitze sind noch offen.

Zwar mussten die Republikaner mit dem Sieg des Demokraten John Hickenlooper in Colorado eine erste Niederlage einstecken, konnten jedoch mit Tommy Tuberville in Alabama auch einen Senatssitz von den Demokraten erobern. In Georgia soll es im Januar zu einer Stichwahl kommen. Wann mit einem endgültigen Ergebnis zu rechnen ist, steht nicht fest.

Football-Trainer Tuberville profitiert von Nähe zu Trump

Wichtige republikanische Amtsinhaber wie Lindsey Graham aus South Carolina und der bisherige Mehrheitsführer Mitch McConnell aus Kentucky wurden wiedergewählt. Graham setzte sich dabei gegen den Demokraten Jamie Harrison durch, dessen Wahlkampfkampagne zum allgemeinen Erstaunen in Washington mehr als 100 Millionen Dollar eingesammelt hatte.

Der Demokrat Doug Jones in Alabama musste sich dem früheren Football-Trainer Tuberville geschlagen geben, der noch nie ein öffentliches Amt bekleidet hat und politisch Präsident Donald Trump nahesteht.

Wähler gibt seine Stimme ab in Charleston, South Carolina

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von Caroline Leicht

Demokraten hoffen, Mehrheit in Senat zu erobern

Auch in Tennessee, Oklahoma, Wyoming, Nebraska, South Dakota und Texas gewann jeweils der republikanische Kandidat oder die Kandidatin. Zu den demokratischen Amtsinhabern, die auch im kommenden Senat vertreten sein werden, gehören Chris Coons aus Delaware, Dick Durbin aus Illinois, Ed Markey aus Massachusetts, Jeanne Shaheen aus New Hampshire, Cory Booker aus New Jersey, Tom Cotton aus Arkansas, Jack Reed aus Rhode Island, Mark Warner aus Virginia und Ben Ray Lujan aus New Mexico. Ein bisher von den Republikanern gehaltener Senatssitz in Georgia wird erst in der Stichwahl entschieden.

Die Demokraten hoffen, eine Mehrheit im Senat zu erobern, der bisher mit 53 zu 47 Sitzen in der Hand der Republikaner ist. Ob seine Partei den Senat kontrolliert, ist entscheidend dafür, wie der Präsident seine Vorhaben durchsetzen kann.

Demokraten behalten wohl Mehrheit im Repräsentantenhaus

Die TV-Sender NBC und Fox News prognostizierten, dass die Demokraten ihre Mehrheit im US-Repräsentantenhaus behalten werden. Sie hielten bisher 232 der 435 Sitze in der Kongress-Kammer, die am Dienstag komplett zur Abstimmung stand.

Zum Stand 17:15 Uhr kommen die Demokraten auf 180 Sitze, die Republikaner auf 171. Weitere 84 Sitze sind noch zu verteilen.

Die demokratische Sprecherin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, verteidigte in Kalifornien mit Leichtigkeit ihren Sitz. Die 80-Jährige hatte bereits deutlich gemacht, dass sie sich wieder um den Führungsposten bewerben wolle.

Bei den Republikanern wurde die Politikerin Marjorie Taylor Greene ins Repräsentantenhaus gewählt, die als Unterstützerin der Verschwörungsbewegung QAnon gilt.

Die zentrale Behauptung der QAnon-Anhänger ist, dass es eine Verschwörung gegen US-Präsident Trump in den tieferen Schichten des US-Regierungsapparats gebe. Außerdem behaupten sie oft, prominente Politiker der Demokratischen Partei in den USA ließen sich mit Hormonen behandeln, die aus dem Blut von Kindern gewonnen würden.

*In den Sitzen sind zwei parteiunabhängige Senatoren enhalten, die in der Regel die Demokraten unterstützen.

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