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Letzte Attacken vor dem Tag der Entscheidung

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Wahltag in Amerika - Letzte Attacken vor dem Tag der Entscheidung

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Ein langer US-Wahlkampf geht zu Ende. Präsident Trump und Herausforderer Biden kämpften bis zuletzt mit rauem Ton um Stimmen. Die Wahlbeteiligung könnte historisch hoch werden.

Nach einem beispiellosen Wahlkampf wird in den USA an diesem Dienstag der Präsident gewählt. Besonders knapp könnte das Ergebnis in Arizona ausfallen.

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Auch in den letzten Stunden vor dem offiziellen Wahltag kämpften US-Präsident Donald Trump und sein Herausforderer Joe Biden in den sogenannten "Battleground"-Staaten wie Michigan, Pennsylvania und Ohio um Wählerstimmen. Beide Kampagnen geben sich siegessicher.

In den Umfragen zur Präsidentschaftswahl liegt Biden zwischen drei und fünf Prozentpunkten vor Trump. Zuletzt ist der Vorsprung aber etwas geschrumpft. Experten geben zu bedenken, dass die Prognosen schwer zu beurteilen seien, weil viele Trump-Wähler bei Umfragen womöglich nicht ihre wahre politische Präferenz angegeben hätten.

Höchste Wahlbeteiligung der US-Geschichte?

Amerika wartet nach einer sehr langen Wahlkampf-Phase nun also gespannt auf den Ausgang der Präsidentschaftswahl. Fast 100 Millionen Bürger haben - auch wegen der Corona-Pandemie - ihre Stimme bereits abgegeben. Die Wahlbeteiligung könnte laut CNN die höchste in der Geschichte der USA werden.

Die US-Aktienmärkte haben sich am Tag vor der Wahl etwas von den massiven Verlusten der Vorwoche erholt. Das Geschehen an der Börse war vor dem Wahltag von Zurückhaltung geprägt.

Nachrichten | ZDF-Morgenmagazin -
Wahltag in den USA
 

Der Wahlausgang in den USA spitzt sich zu. Kurz vor der Wahl wird es immer wahrscheinlicher, dass diese vor Gericht und nicht an den Wahlurnen entschieden wird.

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Harter Wahlkampf mit Attacken bis zuletzt

Alles andere als zurückhaltend war der Ton am letzten Tag der Wahlkampf-Phase. Trump hat Biden vorgeworfen, die USA in der Corona-Pandemie in einen "Gefängnisstaat" verwandeln zu wollen. Biden stehe für die Auslöschung und Ausrottung der Autoindustrie in Michigan. Und weiter:

Eine Stimme für Biden ist eine Stimme für Lockdowns, Entlassungen und Elend.
Donald Trump, US-Präsident

Der Republikaner Trump verwendete wieder einen großen Teil seiner Rede vor Anhängern in der Ortschaft Avoca im US-Staat Pennsylvania für persönliche Attacken auf seinen demokratischen Herausforderer. Biden wolle die Grenzen öffnen "und Amerikas Blut und Wohlstand opfern".

Trump droht bereits mit Anfechtung der Wahl

Trump hat zudem die gerichtliche Entscheidung kritisiert, Wahlunterlagen in Pennsyvania zu berücksichtigen, die nach dem eigentlichen Wahltag eintreffen. Das sei "sehr gefährlich, und ich meine gefährlich, physisch gefährlich", sagte Trump bei einer Wahlkampfkundgebung in Avoca.

Der oberste Gerichtshof von Pennsylvania hatte entschieden, dass Stimmen auch mitgezählt werden, wenn die Briefwahlunterlagen bis zu drei Tage nach der Wahl eintreffen, solange es keine Beweise gibt, dass die Unterlagen erst nach Schließung der Wahllokale abgeschickt wurden.

"Es wird mit Chaos gerechnet", sagt die ZDF-Korrespondentin Jutta Sonnewald. Die Stimmung im Land sei "gereizt und angespannt."

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Obama nennt Trump "zweitklassiger Diktator"

Der Supreme Court, der Oberste Gerichtshof der USA, hatte zu Trumps Ärger entschieden, die Entscheidung nicht zu blockieren. Trump kündigte an, mit Anwälten dagegen vorgehen zu wollen.

Ex-US-Präsident Barack Obama hat Trump scharf dafür kritisiert, schon jetzt die Ergebnisse der Wahl in Zweifel zu ziehen. Sein Nachfolger deute an, "dass er womöglich den Sieg für sich beansprucht, noch ehe morgen alle Stimmen ausgezählt sind", sagte Obama.

Biden ruft Amerikaner zur Einheit auf

"Das ist etwas, das ein zweitklassiger Diktator tut", so Obama auf einer Kundgebung in Miami. In einer Ansprache warf Obama Trump außerdem vor, im Weißen Haus eine "Reality Show" aufgeführt zu haben.

Auch Biden sprach am Montag in Pennsylvania - rund 500 Kilometer von Trump entfernt. Dabei zeigte er sich siegessicher und bezeichnete Trump als Verlierer. In Pittsburgh im umkämpften Bundesstaat Pennsylvania rief er die Amerikaner zur Einheit auf:

Wir können das Beste aus uns herausholen, wenn wir tatsächlich die Vereinigten Staaten von Amerika sind.
Joe Biden, Präsidentschaftskandidat

In Pennsylvania warb er um die Unterstützung schwarzer Bürger: "Die Macht, dieses Land zu verändern, liegt in euren Händen", sagte Biden in Homewood.

Donald Trump und Joe Biden vor einer Wahlgrafik
Grafik

Trump vs. Biden -
US-Wahl: So steht es in den Umfragen
 

Donald Trump oder Joe Biden - wer wird der nächste Präsident der USA? Der Stand der Umfragen in interaktiven Karten und Grafiken.

von Robert Meyer
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