ZDFheute

Wer für Trump ist, wer für Biden

Sie sind hier:

US-Wahl teilt Weltgemeinschaft - Wer für Trump ist, wer für Biden

Datum:

Biden oder Trump? Welches Land welchem Kandidaten nächste Woche bei der US-Präsidentenwahl die Daumen drückt - ein Überblick.

G7-Gipfel in Kanada
Klare Körpersprache beim G7-Gipfel in Kanada: Trump mit verschränkten Armen.
Quelle: dpa

Die Wahl in den USA ist auch international von Bedeutung. Wie kaum ein Präsident vor ihm hat Donald Trump sich die Welt in Freund und Feind aufgeteilt. Entsprechend klar ist für viele Regierungen, ob sie sich seine Wiederwahl oder den Einzug seines Herausforderers Joe Biden ins Weiße Haus wünschen.

Diese Länder gehören zum Trump-Lager:

  • Israel: Regierungschef Benjamin Netanjahu beschrieb Trump als "besten Freund, den Israel je im Weißen Haus hatte". Kein US-Präsident war bisher so offen pro-israelisch. Er hat Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkannt und die US-Botschaft von Tel Aviv dorthin verlegt. Im vergangenen Jahr erkannte hat er außerdem die Golanhöhen formell als Staatsgebiet Israels an und vollzog damit eine Kehrtwende in der US-Außenpolitik.

Israel, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate haben im Weißen Haus eine historische Vereinbarungen zur Aufnahme diplomatischer Beziehungen unterzeichnet.

Beitragslänge:
1 min
Datum:
  • Saudi-Arabien: Die erste Auslandsreise führte Trump 2017 nach Saudi-Arabien, wo er üppige Waffengeschäfte abschloss. Trotz internationaler Kritik an der Menschenrechtslage in dem Land, der Beteiligung am Krieg im Jemen und der Tötung des Journalisten Jamal Khashoggi gab Trump dem Königshaus Rückendeckung. So verhinderte er eine Blockade von Waffenverkäufen durch den Kongress mit seinem Veto.
  • Russland: Kremlchef Wladimir Putin fühlt sich bei gemeinsamen Auftritten mit Trump offsichtlich wohl, vor allem weil er sich "als starker Anführer" ernst genommen sieht. Traditionell kann der Kremlchef besser mit den Republikanern als mit den Demokraten. Zwar gab es auch unter Trump neue Sanktionen gegen Russland. Doch gefällt dem Kreml, dass er sich mit Kritik zurückhält.
  • Ungarn: Ministerpräsident Viktor Orban war der erste Regierungschef in Europa, der sich als echter Fan des damaligen Kandidaten Trump geoutet hat. Sie eint eine illiberale Agenda, beide betrachten einander als Verbündete. Orban ist Trump auch dankbar, dass dieser das menschenrechtliche Engagement der US-Regierung zurückgeschraubt hat.
Donald Trump und Joe Biden vor einer Wahlgrafik
Grafik

Trump vs. Biden -
US-Wahl: So steht es in den Umfragen
 

Donald Trump oder Joe Biden - wer wird der nächste Präsident der USA? Der Stand der Umfragen in interaktiven Karten und Grafiken.

von Robert Meyer

Diese Länder würden profitieren, wenn Biden die Wahl gewinnt:

  • Deutschland: Trump hat sich Deutschland als Lieblingsgegner unter den Nato-Verbündeten ausgesucht. Das Verhältnis ist auf einen Tiefpunkt gesackt. Selbst vor Sanktionen schreckt der US-Präsident nicht zurück, um die Gaspipeline Nord Stream 2 zu torpedieren. Deswegen hofft man in Berlin klar auf einen Sieg Bidens. Dass dann wieder alles gut wird, glaubt aber kaum jemand. Auch Biden wird auf eine Erhöhung der Verteidigungsausgaben dringen und womöglich auch versuchen, die Ostseepipeline auszuhebeln. Aber der Umgang dürfte sich verbessern.

Welche Folgen hätte der jeweilige Ausgang der US-Wahl für Deutschland und die EU? Sigmar Gabriel im Interview.

Beitragslänge:
6 min
Datum:
  • Iran: Präsident Hassan Ruhani sagt zwar, der US-Wahlausgang sei dem Iran egal. Das wird dort aber kaum ernst genommen. Trump hat das Land mit dem Ausstieg aus dem Wiener Atomabkommen und der Verhängung neuer Sanktionen eine schlimme Wirtschaftskrise beschert. Mit Biden wäre eine Rückkehr der USA zum Atomdeal wieder möglich. Dann könnten zumindest einige Sanktionen wieder aufgehoben werden. Auch der Ölexport könnte wieder anziehen.
  • Kuba: Unter Trumps Vorgänger Barack Obama hatten sich die USA vorsichtig an Kuba angenähert. Trump machte dies rückgängig und verhängte immer mehr Sanktionen. Biden hat erklärt, Trumps "gescheiterte" Kuba-Politik beenden zu wollen - Havanna wäre wohl erleichtert.
  • China: Peking hofft ebenfalls darauf, dass Trump abgewählt wird. Mit seinem unberechenbaren Wesen konnte die Führung nur schwer umgehen. Es bleibt aber möglicherweise nur der Stil, von dem China bei einem Wahlsieg Bidens profitieren dürfte. Ansonsten stellt sich die Führung darauf ein, dass die USA ihren Druck aufrechterhalten werden.

Der Handelskrieg, der mit amerikanischen Strafzöllen auf chinesische Produkte begann, hat längst eine höhere Ebene erreicht. Amerika kämpft um seine Technologieführerschaft.

Beitragslänge:
28 min
Datum:
Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um dir ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier kannst du mehr erfahren und hier widersprechen.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.