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Trump will vor Wählern am Weißen Haus sprechen

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US-Wahlkampf trotz Corona - Trump will vor Wählern am Weißen Haus sprechen

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US-Wahlkampf: Eine Woche nach Bekanntwerden seiner Corona-Diagnose will Trump wieder in der Öffentlichkeit auftreten - trotz Unklarheit, ob der Präsident nicht mehr ansteckend ist.

US-Präsident Donald Trump auf einem Balkon des Weißen Hauses. Archivbild
US-Präsident Donald Trump auf einem Balkon des Weißen Hauses. Archivbild
Quelle: Alex Brandon/AP/dpa

US-Präsident Donald Trump versammelt am Samstag Anhänger vor dem Weißen Haus für seinen ersten öffentlichen Auftritt nach der Covid-19-Erkrankung. Trump werde bei einem "friedlichen Protest für Recht und Ordnung" auf der Südwiese seiner Residenz sprechen, teilte das Weiße Haus mit.

Trump an Corona erkrankt - Veranstaltung mit Maskenpflicht

US-Medien hatten zuvor berichtet, rund 2.000 Personen seien eingeladen worden. Trump wolle sich vom Balkon des Weißen Hauses an sie wenden. Nach wie vor ist unklar, ob der Präsident nicht mehr ansteckend ist. Trump sagte am Freitagabend, er sei getestet worden, habe die Werte aber noch nicht bekommen. Er sei aber frei vom Virus oder "am unteren Ende der Skala", behauptete Trump. Er bekomme auch keine Medikamente mehr, "vermutlich seit acht Stunden oder so ähnlich", sagte Trump in dem im Laufe des Freitags aufgezeichneten Interview.

Es war das erste Mal seit der Erkrankung, dass der Präsident längere Zeit im TV zu sehen war. Trumps Leibarzt Sean Conley hatte am Donnerstag mitgeteilt, der Präsident werde ab Samstag wieder öffentliche Termine absolvieren dürfen. Er war nach offiziellen Angaben am Donnerstag vergangener Woche positiv getestet worden. Nach Medienberichten werden die Teilnehmer des Events am Weißen Haus strikt Masken tragen müssen. In den vergangenen Wochen fielen Trumps Wahlkampfauftritte dadurch auf, dass viele der Zuschauer weder Mundschutz trugen, noch Abstand hielten.

Bei Wahlkampf: keine Masken, kein Abstand, wohl ein Superspreader-Event

Ähnlich lief es auch ab bei einer Veranstaltung im Garten des Weißen Hauses am 26. September, bei der die Juristin Amy Coney Barrett als Trumps Kandidatin für das Oberste Gericht vorgestellt wurde. Danach wurden diverse Teilnehmer positiv getestet. Auch Trump und Präsidentengattin Melania könnten sich dort angesteckt haben. Der frühere Gouverneur des Bundesstaates New Jersey, Chris Christie, ist immer noch im Krankenhaus. Der renommierte US-Epidemiologe Anthony Fauci sprach von einem "Superspreader-Event" im Weißen Haus.

Trump wurde unter anderem mit einem experimentellen Antikörper-Mittel behandelt. Er bezeichnet es inzwischen als "Heilmittel". Trump sagte in dem TV-Interview, dass bei ihm zeitweise ein Stauung in der Lunge festgestellt worden sei - sein Leibarzt Conley hatte zuvor auf Fragen dazu nur von "erwarteten Befunden" gesprochen. Trump hatte zuvor für Samstagabend einen Wahlkampfauftritt in Florida in Aussicht gestellt - zugleich aber eingeräumt, es sei noch unklar, ob das so kurzfristig organisiert werden könne. Jetzt wurde die Reise nach Florida für den Montag angekündigt.

Florida - umkämpft bei US-Wahlkampf - Zweites TV-Duell abgesagt

Florida zählt zu den wichtigen Bundesstaaten für die Präsidentenwahl am 3. November. Trump liegt dort in Umfragen hinter Herausforderer Joe Biden zurück - genauso wie auch in landesweiten Erhebungen. Unterdessen wurde die für kommende Woche geplante zweite TV-Debatte von Trump und Biden offiziell abgesagt. Die Kontrahenten sollen aber wie geplant am 22. Oktober aufeinandertreffen, wie die Veranstalter am Freitag mitteilten. Und so steht es derzeit in den Umfragen.

Wie das erste Duell zwischen Trump und Biden verlief - eine Analyse von ZDF-Korrespondenten Elmar Theveßen aus Washington im Video:

In den USA haben sich Donald Trump und Joe Biden ein erstes TV-Duell geliefert - mit harten Wortgefechten. Wer dabei punkten konnte, analysiert USA-Korrespondent Elmar Theveßen.

Beitragslänge:
35 min
Datum:
Donald Trump und Joe Biden vor einer Wahlgrafik
Grafik

Trump vs. Biden -
US-Wahl: So steht es in den Umfragen
 

Donald Trump oder Joe Biden - wer wird der nächste Präsident der USA? Der Stand der Umfragen in interaktiven Karten und Grafiken.

von Robert Meyer
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