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Trotzige Trump-Fans gehen auf die Straße

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Zweifel am Ergebnis der US-Wahl - Trotzige Trump-Fans gehen auf die Straße

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Der abgewählte US-Präsident Donald Trump will seine Schlappe nicht hinnehmen, sondern kämpfen. Seine Anhänger stehen ihm bei.

70 Millionen US-Amerikaner stimmten für Trump – diese Niederlage wollen viele von ihnen, wie auch der amtierende Präsident, nicht anerkennen. Trump hat bereits angekündigt, rechtliche Schritte einzuleiten.

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Anhänger des unterlegenen Präsidenten Donald Trump gehen nach dem Wahlsieg von Joe Biden in weiten Teilen der USA auf die Straße. Genau wie Trump selbst wollen auch seine Fans die Niederlage nicht hinnehmen: Weit verbreiteten Betrug habe es gegeben, das System sei manipuliert, lautet der Tenor der Proteste vom Samstag.

Konkrete Hinweise auf Fälschungen können aber weder der Präsident noch seine Fans nennen. Vor allem in Bundesstaaten wie Georgia, die lange eine Bastion der Republikaner waren, gab es heftige Proteste. Berichte über Gewalt lagen bisher nicht vor. Der 29-Jährige Jordan Kelley aus dem benachbarten Tennessee nahm eine dreistündige Fahrt nach Atlanta auf sich, um bei der Pro-Trump-Kundgebung dabei zu sein.

Der Kampf geht vor Gericht

"Obwohl ich in Tennessee lebe, bin ich Amerikaner und ich wollte sichergehen, dass Amerikaner bei dieser Wahl eine Stimme haben", sagt Kelley. Nächste Woche wolle er auch eine zehnstündige Reise nach Washington unternehmen, um auf den Stufen des Obersten Gerichtshofs zu demonstrieren.

Hier läuft Wahlbetrug.
Trump-Anhänger Jordan Kelley (29)

Seit Schließung der Wahllokale am Dienstag haben Trump-Unterstützer - einige von ihnen bewaffnet - sich vor Auszählzentren versammelt. Zu sehen sind immer wieder Transparente mit dem Hashtag "#StoptheSteal" - "Stoppt den Diebstahl." Trump und seine Anwälte wollen letztlich vor den Supreme Court ziehen, um ihre Sicht auf diese Weise durchzusetzen.

Trump Anhänger kollidieren mit "Black Lives Matter"

Am Kapitol des Staats Michigan in Lansing geraten eine Gruppe von etwa 50 Trump-Anhängern und einige Marschteilnehmer aneinander, die Flaggen mit dem Schriftzug "Black Lives Matter" ("Schwarze Leben zählen") tragen. Es kommt zu einem Handgemenge, Leute schubsen und brüllen sich an.

Doch schon kurz nachdem das Präsidentschaftsrennen für entschieden erklärt wird, stimmen einige der beiden Lager plötzlich Gebete an, zwei Gefolgsleute der jeweils anderen Seite fallen sich in die Arme. Als aber weitere Trump-Fan auftauchen, wird es wieder hitzig, die Black-Lives-Matter-Aktivisten ziehen sich zurück.

"Es ist nicht vorbei, ehe es vorbei ist"

Im Norden von Las Vegas umklammert Frank Dobbs vor der Wahlbehörde des Bezirks Clark County eine blaue Trump-Wahlkampf-Flagge, die ein steifer Wind hin- und her weht. "Es ist nicht vorbei, ehe es vorbei ist. Da gibt es immer noch die Gerichte. Wenn es je eine Zeit gab, weit verbreiteten Betrug aufzudecken, dann ist es der Präsident, der das tun wird", erklärt Dobbs im Brustton der Überzeugung.

Die Medien entscheiden nicht, wer die Präsidentschaft gewinnt. Die legalen Wähler dieses Landes entscheiden.
Trump-Fan Frank Dobbs

Er habe die juristischen Auseinandersetzungen über Stimmenabgaben und die Briefwahl verfolgt, erzählt Dobbs. Er spricht auch von Pannen bei Wahlgeräten, die vor Gericht ebenfalls Thema gewesen seien. "Wenn bewiesen wird, dass wir verlieren, wenn es von den Gerichten bewiesen wird, dann verlieren wir eben", sagt Dobbs. "Wir kommen in vier Jahren zurück."

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