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Die Geheimnisse in Trumps Steuerdaten

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New-York-Times-Bericht - Die Geheimnisse in Trumps Steuerdaten

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Donald Trumps Steuerdaten zeichnen kein gutes Bild des Unternehmers und US-Präsidenten: Tief in den roten Zahlen, Kinder als Steuerschlupflöcher und eine tickende Schulden-Bombe.

Gut einen Monat vor den US-Präsidentschaftswahlen gerät Donald Trump unter Druck. Die New York Times berichtet, daß der US-Präsident kaum Steuern zahle und seine Steuererklärungen wenig transparent seien. Trump weist den Bericht als "fake news" zurück.

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Seit Sonntagnacht ist bekannt, wie US-Präsident Donald Trump einen guten Teil seines extravaganten Lebensstils finanziert: Durch jahrzehntelange, gezielte Steuervermeidung. 70.000 US-Dollar an abgesetzten Steuern für seine Frisur ist dabei nur die Spitze des Eisbergs. Immer wieder deklarierte er Zahlungen zu Gunsten seiner Familie als betriebliche Ausgabe und sparte sich so die Einkommensteuer.

Jahrelang kämpfte der US-Präsident gegen die Veröffentlichung jener Dokumente, die nun in den Händen der "New York Times" (NYT) gelandet sind. Laut der Berichte hat Trump in elf von 18 Jahren überhaupt keine Einkommensteuer gezahlt, in anderen Jahren überschritt der Steuerbetrag nicht einmal die Summe von 1.000 US-Dollar. Die Unterlagen umfassen einen Zeitraum bis 2017.

Recherchen der "New York Times" zufolge vermied es der US-Präsident gezielt, Einkommenssteuer zu zahlen. Trump selbst weist die Berichte als Fake News zurück.

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Gibt es neue Hinweise auf kriminelles Verhalten?

Laut NYT sind in den Unterlagen keine neuen Details zu den Vorwürfen russischer Einflussnahme auf die letzten US-Wahlen enthalten.

Auffällig ist jedoch, wie umfangreich Trump seine Kinder einsetzt, um Steuern zu sparen. Viele der Trump-Projekte führen rund 20 Prozent ihrer Einnahmen als "Beratungskosten" ab. Die Empfänger der Zahlungen werden nicht genannt – die NYT berichtet jedoch, dass die Steuerunterlagen von Trumps Tochter Ivanka in einem Fall einen Zahlungseingang belegen, der identisch ist mit abgeschriebenen Beraterkosten von Trump-Hotelprojekten.

Solche Zahlungen für nicht näher spezifizierte Dienstleistungen werden auch häufig dafür genutzt, um Korruptionszahlungen zu verschleiern. Insgesamt sparte Donald Trump seit 2010 mehr als 26 Millionen US-Dollar durch diese Deklaration von Beratungskosten.

US-Präsident Donald Trump soll im Jahr 2016 nur 750 Dollar Einkommenssteuer an den US-Fiskus gezahlt haben, so ein Bericht der New York Times. Wie erfolgreich sind Trumps Geschäfte? Wie wird sich diese Veröffentlichung auf den Wahlkampf auswirken? Dazu …

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So reagieren die US-Demokraten

Für die US-Demokraten sind die Berichte ein gefundenes Fressen. Es sind vor allem zwei Narrative, die die Gegner des Präsidenten gerade verbreiten. Einerseits Trump der gewissenlose, abgehobene Steuertrickser, dem jeder Weg recht sei, um sich nicht am Gemeinwohl beteiligen zu müssen.

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Und zweitens Trump der Pleitegeier. Ob es sich nun um gezielte Gewinnvermeidung handelt, um keine Steuern zahlen zu müssen, oder um schlechte Unternehmensführung: Trumps Unternehmen stecken seit Jahren tief in den roten Zahlen. In jedem Fall widersprechen die Steuerdokumente dem öffentlichen Bild, das der US-Präsident von sich zeichnet.

Insbesondere ein Trump-Tweet aus dem Jahr 2012, in dem er Barack Obama für seinen Steuersatz kritisiert, erhält gerade viel Aufmerksamkeit. Laut NYT hat Trump damals lediglich 750 US-Dollar Einkommensteuer gezahlt.

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So reagieren die US-Republikaner

Trump selbst bezeichnete die Veröffentlichung als "fake news". Bei einer Pressekonferenz betonte er erneut wahrheitswidrig, er könne keine Details zu seinen Steuerzahlungen nennen, da sie gegenwärtig von der Steuerbehörde IRS geprüft würden. Eine solche Regel existiert nicht.

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An der Veröffentlichung der NYT sind mehrere Journalisten beteiligt, die in der Vergangenheit bereits Details zu Trumps Finanzen veröffentlicht haben. Die neuen Zahlen decken sich mit früheren Anschuldigungen aus Trumps Umfeld, er habe kaum Einkommensteuer gezahlt. Darum spricht derzeit alles dafür, dass die neuen Informationen korrekt sind.

Entsprechend eisig ist das Schweigen vieler Republikaner. Einflussreiche Politiker wie Mitch McConnell, Fraktionsvorsitzender der Republikaner im Senat, Floridas Senator Marco Rubio und andere meinungsstarke Republikaner haben sich bislang nicht in der Sache geäußert.

Wird die Veröffentlichung Donald Trump schaden?

Für Trump kommt die Enthüllung zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Mittwochnacht deutscher Zeit werden Trump und sein Herausforderer Joe Biden beim ersten TV-Duell aufeinander treffen. Das Steuer-Thema wird dort garantiert zur Sprache kommen.

Die Berichte belegen auch, unter wieviel wirtschaftlichem Druck der US-Präsident steht. Allein in den kommenden vier Jahren, also noch während einer möglichen zweiten Amtszeit, werden laut NYT rund 421 Millionen US-Dollar an Darlehen fällig. Die Kosten des seit Jahren andauernden IRS-Steuerstreits könnten sich ebenfalls auf mehr als 100 Millionen US-Dollar belaufen. Trump drohen empfindliche Strafzahlungen.

Laut NYT könnte das zu der beispiellosen Situation führen, dass ein amtierender Präsident Privatinsolvenz anmelden müsste.

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Donald Trump oder Joe Biden - wer wird der nächste Präsident der USA? Der Stand der Umfragen in interaktiven Karten und Grafiken.

von Robert Meyer
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