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Niederlage bei US-Wahl - Trumps Abgang - huldvoll oder schmutzig?

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Donald Trump hat verloren - knapp verloren. Die Wahlniederlage will er jedoch immer noch nicht anerkennen. Gelingt es noch, ihn von einem sauberen Übergang zu überzeugen?

Donald Trump am 05.11.2020 in Washington
Donald Trump will das Wahlergebnis in den USA nicht akzeptieren.
Quelle: AP

Donald Trump hat die US-Wahl verloren, muss sich wohl - auch wenn er das noch nicht tut - gegen seinen demokratischen Herausforderer Joe Biden geschlagen geben. Für den wird es eine Herkules-Aufgabe, das gespaltene Land zu vereinen.

Denn auch wenn Trump verloren hat, haben ihn immer noch über 70 Millionen Amerikaner gewählt, die ihn und seine Politik befürworten und von denen die Hardcore-Anhänger bisher nicht bereit sind, Biden als Präsident zu akzeptieren.

Trump will Biden-Sieg nicht akzeptieren

47,7 Prozent der Wahlberechtigten haben sich somit explizit wieder eine zweite Amtszeit der Trump-Politik gewünscht. Er hat die meisten Stimmen, die jemals ein unterlegener Kandidat erhalten hat - eine klare Abstrafung sieht anders aus. Dass Trump die Entscheidung zu Gunsten von Biden nun so einfach hin nimmt, ist unsicher. Er hatte schon mehrmals angekündigt, gerichtlich gegen das Ergebnis vorzugehen.

Das Wahlergebnis erfuhr Trump beim Golfen in seinem Trump National Golf Club in Sterling vor den Toren der Hauptstadt Washington. Das war das erste Mal seit der Abstimmung am Dienstag, dass Trump das Weiße Haus für einen Ausflug verließ.

Trump-Wähler fordern Neuwahlen in Swing States

Viele der Trump-Wähler seien emotional sehr aufgeladen, erklärt ZDF-Korrespondent Elmar Theveßen. Es sei jetzt an Trump, für einen geordneten Übergang zu sorgen, indem er dem Übergangsteam von Joe Biden Zugang zu den wichtigen Ministerien im Weißen Haus verschafft. "Er muss die Türen öffnen", so Theveßen.

"Ich habe immer noch Hoffnung", erklärt Trump-Wähler Marc in Pennsylvania.

Denn es ist nicht vorbei, bis es fair ist, und das will ich von einem Richter hören.
Marc, Trump-Wähler

Eine Wahlbeobachterin schilderte anhand eigens erstelltem Videomaterial, dass sie nicht nah genug an die Auszählstationen herangelassen wurde und hinter Absperrungen warten musste. Eine weitere Trump-Anhängerin forderte Neuwahlen in den Bundesstaaten, in denen ein knappes Ergebnis vorliegt.

Einige Anhänger*innen von Donald Trump wittern sogar Wahlfälschung. Sie fordern die Wahl überprüfen zu lassen. Andere wollen sogar Neuwahlen.

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Trump-Team kann bisher keine Beweise für Wahlbetrug vorlegen

Ob Trump eine Niederlage anerkennen werde? "Ich bezweifle es", sagte sein langjähriger Freund und Berater Roger Stone, der von Trump kürzlich begnadigt wurde. Biden werde deshalb "eine Wolke über seiner Präsidentschaft haben mit der Hälfte der Leute im Land, die glauben, dass er unrechtmäßig gewählt wurde".

Viele im inneren Kreis drängen Trump, weiter zu kämpfen - vor allem seine Söhne Donald Jr. und Eric sowie sein Anwalt Rudy Giuliani. Letzterer hatte angekündigt, Beweise für Wahlbetrug vorzulegen - lieferte aber auch auf einer Pressekonferenz am Samstag in Philadelphia wenig.

US-Präsident Trump erkennt den Wahlsieg seines Kontrahenten noch nicht an. ZDF-Korrespondent Elmar Theveßen berichtet, wie die ersten Verbündeten von Trump abrücken.

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Appelle aus den eigenen Reihen an Trump werden lauter

Die "New York Post" dagegen, die Trump laut ZDF-Korrespondent Theveßen immer den Rücken gestärkt hat, rief am Sonntag den Präsidenten dazu auf, "huldvoll" abzutreten. Auch der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, ein enger Verbündeter Trumps, gratulierte schon Biden und bekundete das Hoffen auf eine gute Zusammenarbeit.

Laut dem konservativen TV-Sender Fox News soll nun Schwiegersohn Jared Kushner Trump dazu bringen, die Niederlage einzugestehen. Von Mitarbeitern im Weißen Haus sei Trump gegenüber betont worden, dass die Geschichte ein hartes Urteil über ihn fällen würde, sollte er einen Weg wählen, der seinen Nachfolger untergräbt. Sie rieten ihm dazu, in der kommenden Woche in einer Rede seine Unterstützung für den Übergang zu erklären. Ob Trump sich dazu durchringen kann, bleibt abzuwarten.

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