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Aussagen des US-Präsidenten - Wie Trump den Sturm aufs Kapitol mit auslöste

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Ein klarer Aufruf zur Gewalt: Donald Trump hat mit Aussagen vor und während der Ausschreitungen von Washington zur Eskalation beigetragen. Der Präsident in seinen eigenen Worten.

Der abgewählte US-Präsident Trump hat mehrmals den Wahlausgang in Zweifel gezogen. Seine Anhänger rief er immer wieder zum Widerstand auf. Ein paar Beispiele.

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US-Präsident Donald Trump trägt eine zentrale Verantwortung für die Gewalt in der US-Hauptstadt am Mittwoch. Den gesamten Tag über meldete er sich in Reden, Tweets und Videos zu Wort und hatte so direkten Einfluss auf den Verlauf der Proteste, bei denen bislang vier Menschen starben.

Im Vorfeld der Stürmung

Am Vormittag sprach Trump bei einer Protestkundgebung seiner Wahlkampagne, dem sogenannten "Save America March", vor dem Weißen Haus. Dort sagte er:

Wir werden zum Kapitol gehen und unsere tapferen Senatoren und Kongressabgeordneten anfeuern, und wir werden wahrscheinlich einigen von ihnen nicht so sehr zujubeln.
US-Präsident Donald Trump kurz vor Beginn der Ausschreitungen

"Wir werden nicht zulassen, dass sie eure Stimmen zum Schweigen bringen."

"Man wird unser Land niemals mit Schwäche zurückerobern, man muss Stärke zeigen und man muss stark sein."

"Wir werden niemals aufgeben, wir werden niemals die Niederlage einräumen. Man gibt sich nicht geschlagen, wenn Diebstahl im Spiel ist."

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Ein vom scheidenden Präsidenten Donald Trump angestachelter Mob hat das Kapitol in Washington gestürmt. Vier Menschen kamen während der Eskalation ums Leben.

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Während der Stürmung

Direkt nach Abschluss dieser Kundgebung drangen Hunderte Trump-Anhänger in das Kapitol ein, besetzten und verwüsteten Abgeordnetenbüros.

Auf dem Höhepunkt der Ausschreitungen veröffentlichte Trump zwei Statements auf Twitter, die zu Mäßigung und Respekt gegenüber den Sicherheitskräften aufriefen. Der Fernsehsender "CNN" und andere US-Medien berichten, dass Trump diese Aufrufe erst auf erheblichen Druck von Mitarbeitern hin veröffentlichte.

Bitte unterstützt unsere Kapitol-Polizei und Sicherheitskräfte. Sie stehen wahrlich auf der Seite unseres Landes. Bleibt friedlich.
US-Präsident Donald Trump

"Ich bitte alle auf dem US-Kapitol-Gelände friedlich zu bleiben. Keine Gewalt! Denkt daran, WIR sind die Partei von Recht und Ordnung – respektiert das Gesetz und unsere großartigen Männer und Frauen in Uniform. Danke."

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Donald Trump am 06.01.2020 in Washington

Kommentar - Hochverrat im Weißen Haus 

Donald Trump wird als schlimmster Präsident in die US-Geschichte eingehen - weil er den Mob ins Kapitol hetzte. Die Bilder sind Zeugnis eines Umsturzversuchs von ganz oben.

von Elmar Theveßen, Washington

Nach der Stürmung

Bei dieser zaghaften Distanzierung beließ es Trump jedoch nicht. Auf Twitter veröffentlichte er ein Video und mehrere Textbotschaften, die seine Unterstützung der gewalttätigen Proteste klar belegen. In einem bislang beispiellosen Schritt löschte Twitter diese Botschaften nach kurzer Zeit und sperrte sein Konto für zwölf Stunden.

"Ich teile euren Schmerz, ich weiß, dass Ihr leidet. Wir hatten eine Wahl, die uns gestohlen wurde. Es war ein Erdrutschsieg und jeder weiß das."

Das vollkommen polarisierte Land wieder zu vereinen, sei eine riesige Aufgabe für den gewählten Präsidenten Joe Biden und Vize Kamala Harris, sagt Außenminister Heiko Maas. Jeder Demokrat und jede Demokratin müsse etwas gegen Hass und Hetze tun.

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"Es muss Frieden geben. Also geht nach Hause. Wir lieben euch, ihr seid sehr besonders. Ihr seht, was passiert, wie andere behandelt werden. So schlecht und so böse. Ich weiß, wie ihr fühlt. Aber geht nach Hause, geht nach Hause in Frieden."

Das sind die Dinge und Ereignisse, die passieren, wenn ein heiliger Erdrutsch-Wahlsieg so rasch und hinterlistig großartigen Patrioten entrissen wird, die schon lange schlecht und unfair behandelt wurden. Geht heim in Liebe und Frieden. Erinnert euch für immer an diesen Tag!
US-Präsident Donald Trump

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Seit seiner Twitter-Sperre

Ohne Zugriff auf sein Twitter-Konto und andere Social-Media-Plattformen konnte Trump nur noch indirekt kommunizieren. Der Sprecher seiner Wahlkampagne, Dan Scavino, veröffentlichte am Donnerstag ein Statement des Präsidenten.

"Obwohl ich dem Ausgang der Wahl komplett widerspreche, und die Fakten mir Recht geben, wird es dennoch eine geordnete Machtübergabe am 20. Januar geben. Ich habe stets gesagt, wir würden unseren Kampf fortführen, dass nur legale Stimmen gezählt werden. Während das das Ende der großartigsten ersten Amtszeit in der Geschichte aller Präsidentschaften ist, es ist erst der Anfang unseres Kampfes, Amerika wieder großartig zu machen."

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Tweet von Donald Trump

Facebook, Twitter und Trump - Warum der Mut der Plattformen zu spät kommt 

Nach dem Chaos in Washington sperren Facebook und Twitter die Konten des abgewählten Präsidenten Donald Trump. Warum das zu spät kommt - eine Analyse.

von Stephan Mündges
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