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Supreme Court - Abtreibungsverbot in Texas bleibt in Kraft

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Der Oberste Gerichtshof der USA hat das weitgehende Abtreibungsverbot in Texas zunächst in Kraft gelassen - und damit einen Antrag der Biden-Regierung abgelehnt.

USA, Austin: Lexi aus Austin, die ihren Nachnamen nicht nennen möchte, schreit durch ein Megaphon, während sich mehrere tausend texanische Frauen auf den Südstufen des Kapitols versammeln, um gegen die jüngsten texanischen Gesetze zu protestieren, die das Recht der Frauen auf Abtreibung einschränken.
Proteste in Austin, Texas, gegen das strengste Abtreibungsgesetz der USA.
Quelle: dpa

Der Supreme Court hat für Montag, den 1. November, angesetzt. Es geht um das umstrittene, sogenannte Herzschlag-Gesetz, das Abtreibungen etwa ab der sechsten Schwangerschaftswoche in Texas verbietet. Die Regierung von US-Präsident Joe Biden hatte beantragt, das Gesetz umgehend außer Kraft zu setzen.

Texas hat nun das strengste Abtreibungsgesetz der USA

Das strengste Abtreibungsgesetz der USA war Anfang September im konservativ regierten Texas in Kraft getreten. Seitdem gibt es erbitterte juristische Auseinandersetzungen. Die Biden-Regierung sieht das Gesetz als verfassungswidrig an, weil der Supreme Court 1973 in einem Grundsatzurteil das Recht von Frauen auf Abtreibungen verankert hatte.

Das texanische Gesetz verbietet Schwangerschaftsabbrüche ab dem Zeitpunkt, zu dem der Herzschlag des Fötus festgestellt werden kann, also etwa ab der sechsten Schwangerschaftswoche. Viele Frauen wissen zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht, dass sie schwanger sind. Selbst im Fall einer Vergewaltigung oder bei Inzest sieht das texanische Gesetz keine Ausnahmen vor.

Im ganzen Land wird heftig debattiert, nachdem der Staat Texas ein scharfes Abtreibungsgesetz eingeführt hat. Es verbietet jeden Schwangerschaftsabbruch ab der sechsten Woche – ohne Ausnahmen nach Vergewaltigung oder Inzest.

Beitragslänge:
2 min
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Abtreibungsgesetz gesellschaftlich immer wieder umstritten

Für Empörung sorgt auch, dass nicht die texanischen Behörden die neuen Regelungen durchsetzen sollen, sondern Privatleute. Bürger werden ermutigt Menschen zu verklagen, die sie verdächtigen, Frauen bei einer Abtreibung nach der sechsten Woche geholfen zu haben.

Neben Abtreibungskliniken und deren Mitarbeitern könnte dies auch Verwandte oder einen Taxifahrer treffen, der eine Schwangere zur Klinik gebracht hat. Die Hinweisgeber erhalten im Falle einer Verurteilung 10.000 Dollar.

Das Abtreibungsrecht ist eines der in den USA am meisten umkämpften gesellschaftlichen Themen. Der Supreme Court hatte 1973 in seinem Grundsatzurteil "Roe v. Wade" das grundsätzliche Recht von Frauen auf einen Schwangerschaftsabbruch verankert. Als Richtlinie gilt, dass Abtreibungen grundsätzlich so lange erlaubt sind, bis der Fötus außerhalb des Mutterleibs lebensfähig wäre. Das ist etwa nach 22 bis 24 Schwangerschaftswochen der Fall.

Women's March in Dallas. Archivbild

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