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US-Gericht - Bolton-Buch zu Trump darf erscheinen

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Ein US-Gericht hat grünes Licht für die Veröffentlichung eines Buches von Trumps Ex-Berater John Bolton gegeben. Der Präsident wollte das unbedingt verhindern.

John Boltons Buch ""The Room Where It Happened: A White House Memoir" - im Hintergrund das Weiße Haus.
John Boltons Erinnerungen an seine Zeit im Weißen Haus sind für US-Präsident Trump wenig schmeichelhaft.
Quelle: AP

Einspruch abgewiesen - der frühere Nationale Sicherheitsberater der US-Regierung, John Bolton, darf sein Buch über das Weiße Haus am Dienstag wie geplant herausbringen. US-Bezirksrichter Royce Lamberth wies einen Antrag der Regierung auf einstweilige Verfügung gegen "The Room Where It Happened: A White House Memoir" (etwa "Der Raum, in dem es passierte: Memoiren aus dem Weißen Haus") zurück.

Zugleich äußerte der Richter die Sorge, dass Bolton die nationale Sicherheit aufs Spiel gesetzt habe, indem er eine Prüfung durch die Geheimdienste vor Veröffentlichung abgelehnt habe.

Ministerium: Buch über Trump enthält geheimes Material

Das Justizministerium hatte geklagt, um die Veröffentlichung hinauszuzögern. Dabei argumentierte es, das Werk enthalte streng geheimes Material. Eine Vorabprüfung des Nationalen Sicherheitsrats sei noch nicht abgeschlossen. Das Weiße Haus versuchte, eine einstweilige Verfügung gegen das Buch zu erwirken, um die Verbreitung der Vorwürfe zu verhindern.

Richter Lamberth argumentierte, es sei nutzlos, die Veröffentlichung des Buches jetzt noch stoppen zu wollen, weil bereits 200.000 Exemplare bei den Buchhändlern lägen. Jede Einzelperson, die das Buch in Händen gehalten habe, könne den Inhalt weiterverbreiten.

Mit Hunderttausenden Exemplaren rund um dem Globus - viele in Nachrichtenredaktionen - ist der Schaden bereits angerichtet.
Royce Lamberth, US-Bezirksrichter

Trump sieht in dem Buch richtig schlecht aus

Boltons Erinnerungen an seine Zeit im Weißen Haus sind für Präsident Donald Trump viereinhalb Monate vor der Wahl wenig schmeichelhaft. Bolton attestiert darin Trump ein "Muster fundamental inakzeptablen Verhaltens, das die Legitimität der Präsidentschaft aushöhlte".

Während seiner Zeit als Nationaler Sicherheitsberater im Weißen Haus habe Trump in der Regel nur zweimal pro Woche Geheimdienst-Briefings zugelassen. Und bei den meisten Terminen "sprach er viel länger" als jene, die ihn informieren sollten - und oft über Dinge, die mit den zu behandelnden Themen überhaupt nichts zu tun hatten.

Trump "schockierend uninformiert"

"Er vermutete hinter jedem Stein eine Verschwörung und war schockierend uninformiert, wie das Weiße Haus zu führen ist, von der gewaltigen Bundesregierung ganz zu schweigen", schreibt Bolton, der Trump 17 Monate lang in Fragen der nationalen Sicherheit beriet.

Die US-Regierung will Bolton indes jeden Profit aus dessen Enthüllungsbuch verwehren. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Kayleigh McEnany, sagte, man werde sicherstellen, "dass er keinen Gewinn aus seiner beschämenden Entscheidung zieht, seinen Wunsch nach Geld und Aufmerksamkeit über seine Verpflichtungen zum Schutz der Nationalen Sicherheit zu stellen.

Trump will Bolton zur Rechenschaft ziehen

Trump hat bereits kräftig zurück gekeilt: Bolton wolle sich nur rächen, weil er, Trump, ihn gefeuert habe, urteilte er. Sein ehemaliger Sicherheitsberater habe das Gesetz gebrochen, indem er Geheiminformationen "in massiven Mengen" veröffentliche. "Dafür muss er einen sehr hohen Preis bezahlen", so Trump auf Twitter.

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