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US-Konsulat in Chengdu geräumt

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Chinesische Behörden bestätigen - US-Konsulat in Chengdu geräumt

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Nach der Zwangsräumung des chinesischen Konsulats in Houston mussten US-Diplomaten jetzt ihre Vertretung in Chengdu räumen. Die Beziehungen zwischen den Mächten sind schlecht.

Nach der Schließung eines chinesischen Konsulats durch die amerikanische Regierung in den USA hat China reagiert. Das US-Konsulatsgebäude in der Stadt Chengdu wurde geschlossen.

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Nach der Schließung des amerikanischen Konsulats in Chengdu im Südwesten des Landes haben die chinesischen Behörden das Gebäude wieder übernommen. Kurz zuvor war die Frist zur Räumung abgelaufen. Das chinesische Außenministerium bestätigte, dass das US-Konsulat geschlossen sei.

Als Vergeltung für die überraschende Entscheidung der USA vergangene Woche, das chinesische Konsulat in Houston zu schließen, hatte China seinerseits die USA aufgefordert, den Betrieb ihrer Vertretung in Chengdu einzustellen.

Peking: US-Vorgehen "unvernünftig"

In dem 1985 eröffneten Konsulat arbeiteten normalerweise rund 200 Mitarbeiter, darunter rund 150 örtlich angeheuerte chinesische Kräfte. Wie viele US-Diplomaten zuletzt in Chengdu waren, ist unklar, da das Konsulat wegen des Ausbruchs des Coronavirus nach unbestätigten Medienberichten möglicherweise nicht voll besetzt war.

Nach der Schließung haben die USA jetzt noch vier Konsulate in der Volksrepublik und eins in Hongkong. Von chinesischer Seite wurde die Schließung als "legitime und notwendige Reaktion auf das unvernünftige US-Vorgehen" beschrieben. Beide Seiten werfen sich gegenseitig gesetzwidrige Handlungen, Spionage und Einmischung in innere Angelegenheiten vor.

Angespannte Beziehungen

Es ist eine weitere Eskalation in den ohnehin angespannten Beziehungen. Die Großmächte liegen auch wegen Chinas Umgang mit dem Ausbruch des Coronavirus, des Handelskrieges und dem harten chinesischen Vorgehen in Hongkong und in Xinjiang im Streit. Das Verhältnis ist so schlecht wie seit Aufnahme der diplomatischen Beziehungen 1979 nicht mehr.

Chinas Staatspräsident Xi Jinping herrscht uneingeschränkt, er glaubt an die Stärke seiner Nation und will, dass sie wieder Weltmacht wird. Die Unberechenbarkeit von US-Präsident Trump und die Spaltung des westlichen Bündnisses helfen ihm dabei.

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"Beide Seiten verlieren, wenn sich die Beziehungen zwischen den USA und China weiter verschlechtern", kommentierte die Reporterin des Staatsfernsehens die Schließung live im englischsprachigen CGTN-Kanal des Senders, der auch in den USA gesehen werden kann.

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