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Erster Coronavirus-Toter in den USA

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Reisehinweise verschärft - Erster Coronavirus-Toter in den USA

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Auch in den USA steigt die Zahl der Ansteckungen mit dem neuartigen Coronavirus. Besonders große Sorge lösen Fälle in einem Pflegeheim aus. Es gibt es den ersten Toten.

Ein Tupfer für den Coronavirus-Test

Nach Bekanntwerden des ersten Toten durch das neuartige Coronavirus im Land haben die USA davon abgeraten, in die betroffenen Regionen in Italien und Südkorea zu reisen. Die Reisehinweise wurden auf die höchste Stufe vier verschärft, wie US-Vizepräsident Mike Pence am Samstag im Weißen Haus in Washington sagte.

Außerdem würden neue Einschränkungen für den Iran erlassen.
Ausländer, die in den vergangenen 14 Tagen im Iran waren, dürften nicht mehr in die USA einreisen. Pence leitet im Auftrag von Präsident Donald Trump die Arbeitsgruppe zur Bekämpfung des Coronavirus im Weißen Haus. Amerikaner sollten in Europa derzeit besondere Vorsicht walten lassen, sagte Trump kurze Zeit später bei einer Rede.

Verwirrung um Identität der verstorbenen Person

Kurz zuvor war das erste Todesopfer in den USA durch das neuartige
Coronavirus gemeldet worden. Über die genaue Identität des Opfers gab es zunächst Verwirrung: Trump sagte bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus, es habe sich um eine Frau Ende 50 im US-Bundesstaat Washington gehandelt.

Kurz darauf sagte Jeff Duchin, zuständiger Gesundheitsbeauftragter von Seattle und King County, bei einer telefonischen Pressekonferenz der US-Gesundheitsbehörde CDC, es sei ein Mann Ende 50. Wie dieser sich angesteckt habe, sei noch völlig unklar. "Zu diesem Zeitpunkt sehen wir keine Verbindungen." Er habe aber vorher schon gesundheitliche Probleme gehabt.

Ärzte und Krankenschwestern am 22.04.2020 in einem Krankenhaus in Barcelona

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Pfleger und Patienten klagen über Symptome

Zudem sei die Zahl der bekannten Fälle von Ansteckungen mit dem Erreger Sars-CoV-2 in den USA auf 22 gestiegen, sagte Nancy Messonier, Leiterin der Abteilung für Immunisierung und Atemwegserkrankungen der Gesundheitsbehörde CDC. "Die vorläufigen Informationen verstärken unsere Sorge über die unmittelbare Bedrohung für bestimmte Gruppen in den USA." Gesundheitsminister Alex Azar hatte zuvor gesagt: "Das Risiko bleibt gering. Aber das kann sich schnell ändern." Azar fügte hinzu: "Wir werden mehr Fälle sehen."

Besonders große Sorge lösten zwei vorläufig bestätigte Fälle in einem Pflegeheim im Bundesstaat Washington aus, sagte der zuständige Gesundheitsbeauftragte Duchin. Es handele sich um ein Mitglied des Pflegepersonals und eine etwa 70 Jahre alte Frau. Zudem klagten viele weitere Pfleger und Patienten über Symptome. "Ich wäre nicht überrascht, wenn wir weitere Fälle finden", sagte Duchin. "Es ist eine herausragende Aufgabe, einen Ausbruch in einer Einrichtung in den Griff zu bekommen, wo so viele anfällige Menschen sind."

Trump will sich mit Vertretern von Pharmafirmen treffen

Erst am Freitag hatte das US-Außenministerium wegen der Ausbreitung des Coronavirus die Reisehinweise für ganz Italien auf die Stufe drei erhöht: Nicht notwendige Reisen sollten demnach überdacht werden. Bereits zuvor hatte Trumps Regierung Reiseeinschränkungen für China erlassen, die weiter gelten. Auch von dort dürfen keine Ausländer einreisen, die in den vergangenen 14 Tagen das Land besucht hatten.

In den USA waren bis Freitag nach Angaben der Gesundheitsbehörde CDC bei 15 Menschen Infektionen mit Sars-CoV-2 nachgewiesen worden. Weitere 47 Fälle gab es bei US-Staatsbürgern, die aus Japan oder China zurück in die Vereinigten Staaten gebracht wurden. Trump kündigte an, sich am Montag im Weißen Haus mit Vertretern von Pharmafirmen zu treffen.

Trump spieltz Thema herunter

Trump bemühte sich bislang, das Thema herunterzuspielen. Der Präsident betonte wiederholt, die USA seien auf das Virus vorbereitet. Messonnier von der CDC hatte am Dienstag gesagt, es sei weniger eine Frage, ob sich das Virus in den USA ausbreiten würde, sondern vielmehr, wann das geschehen werde. Trump hatte dagegen bei einer Pressekonferenz am Mittwoch betont, er denke nicht, dass eine Ausbreitung in den USA unvermeidlich sei.

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