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Gegen Chinas Machtanspruch - U-Boote mit Nuklear-Antrieb für Australien

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Angesichts von Chinas Machtanspruch wollen die USA den Indopazifik-Raum sichern. Dafür erhält Australien sogar U-Boote mit Nuklear-Antrieb - das Nachsehen hat Frankreich.

US-Präsident Joe Biden während einer Pressekonferenz in Washington, D.C.
US-Präsident Joe Biden.
Quelle: epa

US-Präsident Joe Biden hat vor "sich rasch entwickelnden Bedrohungen" im Indopazifik-Raum gewarnt. Die US-Regierung wolle seinem Verbündeten Australien daher den Erwerb von U-Booten mit Nuklearantrieb ermöglichen, kündigte Biden an.

Die US-Regierung habe zuvor erst einmal eingewilligt, diese "extrem vertrauliche" Technologie zu teilen - und das sei vor rund 70 Jahren mit Großbritannien der Fall gewesen, sagte zuvor ein ranghoher Beamter des Weißen Hauses.

Xi Jinping, Präsident von China. Archivbild

Telefonat nach sieben Monaten - Biden und Xi: Zusammenarbeit trotz Streit 

Auch Biden hält an dem strengen Kurs der USA gegenüber China fest. Biden und Xi fürchten, dass die Rivalität außer Kontrolle geraten könnte - und bereden Kooperationsmöglichkeiten.

Neue Dreierallianz "Aukus"

Die Initiative ist Teil einer neuen "Sicherheitspartnerschaft" der drei Staaten für Frieden und Stabilität im Indopazifik-Raum. Sie soll in Anlehnung an die englischen Abkürzungen der beteiligten Länder "Aukus" heißen. Die US-Regierung und auch Australien betrachten Chinas zunehmendem Machtanspruch im Indopazifik-Raum mit Sorge.

Zugeschaltet waren bei Bidens Statement in Washington auch der australische Regierungschef Scott Morrison und der britische Premier Boris Johnson. Die Initiative sei ein "historischer Schritt" für die Partner USA, Großbritannien und Australien.

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Biden: Keine nuklear bewaffneten U-Boote

"Wir sprechen hier nicht von nuklear bewaffneten U-Booten. Das sind konventionelle U-Boote, die nuklear angetrieben werden", betonte Biden. "Wir müssen in der Lage sein, uns sowohl mit dem derzeitigen strategischen Umfeld in der Region als auch mit dessen möglichen Entwicklungen auseinanderzusetzen", sagte er weiter. Ein offener und freier Indopazifik-Raum sei entscheidend für die Zukunft und müsse Bestand haben.

Morrison: Partnerschaft auf neuer Ebene

Ähnlich wie Biden äußerte sich der australische Regierungschef Morrison: "Um diese Herausforderungen zu meistern und die Sicherheit und Stabilität zu gewährleisten, die unsere Region braucht, müssen wir unsere Partnerschaft auf eine neue Ebene heben."

Von einem Nuklearreaktor angetriebene U-Boote würden es Australien ermöglichen, U-Boote länger ununterbrochen zu betreiben, sie seien zudem leiser und hätten mehr Fähigkeiten als jene herkömmlicher Bauart, hatte es zuvor aus dem Weißen Haus geheißen.

Vertrag mit Frankreich gekündigt

Australien hatte 2016 einen milliardenschweren Vertrag mit Frankreich zum Bau von zwölf neuen U-Booten unterschrieben. Das französische Angebot, wonach die U-Boote ab 2030 ausgeliefert werden sollen, setzte sich damals gegen eines des deutschen Konkurrenten ThyssenKrupp durch. Der Deal muss jetzt der neuen Initiative weichen.

Morrison erklärte, er habe bereits den französischen Rüstungskonzern Naval Group und Präsident Emmanuel Macron über die Entscheidung informiert

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