Sie sind hier:

Nach Trump-Freispruch - Kommission soll Sturm auf Kapitol untersuchen

Datum:

Nachdem Ex-Präsident Trump freigesprochen wurde, wollen die Demokraten jetzt eine Untersuchungskommission einsetzen. Auch unter Republikanern gibt es dafür offenbar Unterstützer.

Pelosi hat die Einsetzung einer unabhängigen Untersuchungskommission zur Aufarbeitung der Erstürmung des US-Kapitols angekündigt. Hintergründe und Folgen sollen untersucht werden.

Beitragslänge:
1 min
Datum:

Nancy Pelosi, die Vorsitzende des Repräsentantenhauses der USA, hat angekündigt, die Ereignisse rund um den gewaltsamen Sturm auf das Kapitol von einer unabhängigen Kommission untersuchen zu lassen.

Diese müsse die Hintergründe und Folgen des "inländischen Terroranschlags" und das Handeln aller beteiligten Sicherheitskräfte unter die Lupe nehmen, erklärte Pelosi. Die Kommission soll sich an jene anlehnen, die vom Kongress nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 eingesetzt worden war.

Pelosi: Auch Trumps Verhalten untersuchen

Der Vorstoß der Demokratin kam zwei Tage nach dem Scheitern des Amtsenthebungsverfahrens gegen Ex-Präsident Donald Trump im Senat.

Zwei Mal musste sich Donald Trump einem Impeachment-Verfahren stellen – zwei Mal wurde er freigesprochen. Der Ex-US-Präsident feiert das als Erfolg.

Beitragslänge:
1 min
Datum:

Die Kommission soll Pelosi zufolge auch Trumps Bemühungen untersuchen, den friedlichen Machtwechsel zu verhindern. Die Demokraten werfen dem Republikaner vor, seine Anhänger bei einer Kundgebung am 6. Januar zum Sturm auf das Kapitol ermuntert zu haben.

Fünf Tote bei Kapitols-Erstürmung

Bei dem Angriff auf den Sitz des Kongresses kamen fünf Menschen ums Leben, darunter ein Polizist. Abgeordnete, Senatoren und auch der damalige Vizepräsident Mike Pence wurden teils nur Minuten vor der Erstürmung von Sitzungssälen durch den wütenden Mob in Sicherheit gebracht.

Der Kongress war an dem Tag zusammengetreten, um das Ergebnis der von Trump verlorenen Präsidentenwahl zu beglaubigen.

Nachtragshaushalt für Sicherheitsmaßnahmen

Das Kapitol ist seither weitgehend abgeriegelt, noch immer sind dort rund 6.000 Soldaten der Nationalgarde im Einsatz, um das Parlament vor neuen Angriffen zu schützen.

Pelosi erklärte in ihrem Schreiben an die Abgeordneten nun, eine erste Überprüfung der Sicherheitsmaßnahmen habe klargemacht, dass es einen Nachtragshaushalt brauche, um den Kongress und seine Mitglieder künftig besser zu schützen.

Unterstützung einzelner Republikaner

Nach dem Freispruch im Amtsenthebungsverfahren gegen den früheren Präsidenten Donald Trump im Senat zeichnete sich Unterstützung aus beiden Parteien für die von Pelosi angekündigten Schritt ab.

Auch Vertreter der Republikaner signalisierten am Sonntag in US-Nachrichtensendungen, dass weitere Untersuchungen wahrscheinlich seien. Anhörungen zum Kapitolsturm sind in diesem Monat im Senat ohnehin bereits geplant.

"Es gibt eindrucksvolle Belege, dass Trumps Hetzen und Lügen zur Gewalt im Kapitol geführt haben", so Elmar Theveßen, ZDF-Korrespondent in Washington.

Beitragslänge:
3 min
Datum:
Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um dir ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier kannst du mehr erfahren und hier widersprechen.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.