Sie sind hier:

US-Politikerin auf Asien-Reise : Nancy Pelosi in Taiwan eingetroffen

Datum:

US-Spitzenpolitikerin Pelosi ist in Taiwan eingetroffen - das dürfte die angespannte Lage um Taiwan anheizen. China hatte gedroht.

Trotz chinesischer Drohungen reist US-Spitzenpolitikerin Pelosi nach Taiwan. Nun bereitet sich China nicht nur auf eine Invasion Taiwans vor, sondern droht auch den USA.

Beitragslänge:
3 min
Datum:

Die Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, hat Taiwan die weitere Unterstützung der USA zugesichert. Ihr Besuch unterstreiche das "unerschütterliche Engagement der USA für die Unterstützung der lebendigen Demokratie in Taiwan", teilte Pelosi am Dienstagabend (Ortszeit) nach ihrer Landung in der Hauptstadt Taipeh mit.

Amerikas Solidarität mit den 23 Millionen Menschen in Taiwan ist heute wichtiger denn je, da die Welt vor der Wahl zwischen Autokratie und Demokratie steht.
Nancy Pelosi

Pelosi besucht Taiwan trotz Warnungen der chinesischen Führung."Unsere Gespräche mit der taiwanesischen Führung werden sich darauf konzentrieren, unsere Unterstützung für unseren Partner zu bekräftigen und unsere gemeinsamen Interessen zu fördern, einschließlich der Förderung einer freien und offenen indo-pazifischen Region", hieß es in der Mitteilung weiter. 

ZDF-Korrespondent Theveßen schätzt, dass in den USA die Sorge besteht, der Besuch von Politikerin Pelosi könne "als ein passender Vorwand genutzt werden, um Taiwan anzugreifen."

Beitragslänge:
2 min
Datum:

Der Besuch der Demokratin ist der höchste aus den USA in Taiwan seit der Visite ihres einstigen republikanischen Amtsvorgängers Newt Gingrich 1997. Damals, kurz vor der Rückgabe der britischen Kronkolonie Hongkong an China, fiel die chinesische Reaktion aber gemäßigt aus, da Gingrich vorher Peking besucht hatte.

US-Spitzenpolitikerin Nancy Pelosi besucht Taiwan. China sieht darin eine Provokation. Droht ein neuer Krieg? ZDFheute live spricht darüber mit China-Experte Mikko Huotari.

Beitragslänge:
27 min
Datum:

China: "Extrem gefährlich"

Nach der Landung von Nancy Pelosi in Taiwan hat China mit "gezielten militärischen Aktionen" gedroht. "Die chinesische Volksbefreiungsarmee ist in hohem Alarmzustand und wird mit einer Serie gezielter militärischer Aktionen antworten", erklärte am Dienstagabend ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Peking nur kurz nach der Ankunft von Pelosi in Taipeh.

China warf der Regierung in Washington ein "Spiel mit dem Feuer" vor. Die US-Aktionen in Taiwan seien "extrem gefährlich", hieß es in einer Erklärung des chinesischen Außenministeriums. "Wer mit dem Feuer spielt, wird darin umkommen", erklärte das Ministerium weiter.

Als Reaktion hat China Manöver mit Schießübungen in sechs Meeresgebieten rund um die demokratische Inselrepublik angekündigt. Wie das Verteidigungsministerium in Peking laut Staatsfernsehen mitteilte, beginnen die Manöver bereits an diesem Dienstag und sollen bis Sonntag dauern.

Die USA sind laut US-Präsident Biden bereit, Taiwan im Konflikt mit China beizustehen. Den Besuch von Nancy Pelosi sieht Chinas Außenministerium als „Spiel mit dem Feuer“.

Beitragslänge:
2 min
Datum:

Peking: Manöver zur Abschreckung

Die Manöver dienten der "ernsten Abschreckung gegen die jüngste Eskalation durch negative Schritte der USA in der Taiwanfrage und eine ernste Warnung an die Unabhängigkeitskräfte, die eine Abspaltung wollen", sagte der Sprecher. Es gehe um die Abwehr "der Einmischung ausländischer Kräfte und separatistischer Versuche von Unabhängigkeitskräften in Taiwan".

vKarte: China, Taiwan und Japan
Die Volksrepublik China betrachtet Taiwan als Teil ihres Territoriums.
Quelle: ZDF

Mit den Übungen sollten die nationale Souveränität und territoriale Integrität China entschieden verteidigt werden, sagte der Sprecher. Staatsmedien veröffentlichten eine Karte mit sechs Meeresgebieten rund um die 23 Millionen Einwohner zählende Insel:

Ein Klick für den Datenschutz

Erst wenn Sie hier klicken, werden Bilder und andere Daten von Twitter nachgeladen. Ihre IP-Adresse wird dabei an externe Server von Twitter übertragen. Über den Datenschutz dieses Social Media-Anbieters können Sie sich auf der Seite von Twitter informieren. Um Ihre künftigen Besuche zu erleichtern, speichern wir Ihre Zustimmung in den Datenschutz-Einstellungen. Ihre Zustimmung können Sie im Bereich „Mein ZDF“ jederzeit widerrufen.

Auch Taiwan verschärfte am Dienstag seine Einsatzbereitschaft, wie die Nachrichtenagentur CNA berichtete. Es handele sich in dem zweistufigen Alarmsystem aber noch nicht um eine Einstufung für den "Ernstfall", sondern weiter um eine "normale Einsatzbereitschaft".

Angesichts des Taiwan-Besuchs berichten Elmar Theveßen und Ulf Röller über die Interessen und Befindlichkeiten in Peking und Washington und die Reaktion der chinesischen Regierung.

Beitragslänge:
2 min
Datum:

Barbock: Ernsthafte Fragen

Außenministerin Annalena Baerbock hat die chinesischen Drohgebärden gegenüber Taiwan erneut kritisiert. "Wir haben schmerzhaft in den letzten Monaten seit dem 24. Februar gelernt, dass aggressive Rhetorik zu gefährlichem Handeln führen kann", sagte sie am Dienstag in einer Rede in New York.

Chinas Äußerungen mit Blick auf Taiwan haben ernsthafte Fragen aufgeworfen.
Annalena Baerbock


Baerbock fügte hinzu: "Es kann nicht in unserem Interesse sein, wenn China zusätzlich noch ausufernde wirtschaftliche Abhängigkeiten in der Region kreiert."

Chinas Konflikt mit Taiwan

Xi Jinping warnt Joe Biden

Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping hatte US-Präsident Joe Biden in einem Telefonat am Donnerstag vor dem Besuch gewarnt:

Diejenigen, die mit dem Feuer spielen, werden daran zugrunde gehen.
Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping

Aus Sicht der chinesischen Führung gehört Taiwan zur Volksrepublik, obwohl es schon vor deren Gründung 1949 eigenständig regiert war. Die 23 Millionen Einwohner zählende Insel versteht sich auch schon lange als unabhängig. Unter Hinweis auf seine "Ein-China-Doktrin" lehnt Peking offizielle Kontakte anderer Länder zu Taipeh entschieden ab.

China erhebt Anspruch auf die Insel Taiwan, ein Duell zwischen den Weltmächten USA und China droht. China tritt nach außen aggressiver auf. Mehr von Korrespondent Ulf Röller.

Beitragslänge:
2 min
Datum:
Zur Merkliste hinzugefügt Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Sie haben sich mit diesem Gerät ausgeloggt.

Sie haben sich von einem anderen Gerät aus ausgeloggt, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Ihr Account wurde gelöscht, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Zur Altersprüfung

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.

An dieser Stelle würden wir dir gerne die Datenschutzeinstellungen anzeigen. Entweder hast du einen Ad-Blocker oder ähnliches in deinem Browser aktiviert, welcher dies verhindert, oder deine Internetverbindung ist derzeit gestört. Falls du die Datenschutzeinstellungen sehen und bearbeiten möchtest, prüfe, ob ein Ad-Blocker oder ähnliches in deinem Browser aktiv ist und schalte es aus. So lange werden die standardmäßigen Einstellungen bei der Nutzung der ZDFmediathek verwendet. Dies bedeutet, das die Kategorien "Erforderlich" und "Erforderliche Erfolgsmessung" zugelassen sind. Weitere Details erfährst du in unserer Datenschutzerklärung.

An dieser Stelle würden wir dir gerne die Datenschutzeinstellungen anzeigen. Möglicherweise hast du einen Ad/Script/CSS/Cookiebanner-Blocker oder ähnliches in deinem Browser aktiviert, welcher dies verhindert. Falls du die Webseite ohne Einschränkungen nutzen möchtest, prüfe, ob ein Plugin oder ähnliches in deinem Browser aktiv ist und schalte es aus.