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Proteste gegen Rassismus in USA - Marsch auf Washington: "Genug ist genug"

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"Nehmt euer Knie aus unserem Nacken!" Tausende gehen in Washington gegen Rassismus und Polizeigewalt auf die Straße. Sie fordern Gleichberechtigung und echten Wandel.

Demonstranten beim Marsch auf Washington, aufgenommen am 28.08.2020
Demonstranten beim Marsch auf Washington.
Quelle: Michael Reynolds/epa-efe/Shutterstock

Tausende haben sich in Washington zu einem Protest gegen Rassismus versammelt. Vor dem Lincoln-Memorial im Herzen der US-Hauptstadt forderten die Demonstranten am Freitag unter anderem ein Ende der Polizeigewalt gegen schwarze US-Amerikaner und echte Gleichberechtigung für alle.

Bürgerrechtler: "Echter und dauerhafter Wandel"

"Wir fordern echten, dauerhaften, strukturellen Wandel", sagte der Bürgerrechtler Martin Luther King III bei der Kundgebung. Er ist der älteste Sohn von Martin Luther King Jr., der auf den Tag genau vor 57 Jahren in Washington seine berühmte Rede mit den Worten "Ich habe einen Traum" hielt.

Er rief die Afroamerikaner auf, bei der Präsidentenwahl am 3. November ihre Stimme abzugeben, "als würden unser Leben, unsere Existenzen und unsere Freiheiten davon abhängen - weil das so ist". Möglichst viele sollten auch ihre Hilfe bei der Durchführung der Wahl anbieten, "damit jede Stimme gezählt" werde.

Vor 57 Jahren hat Martin Luther King Jr. seine berühmte Rede vor dem Lincoln-Memorial in Washington gehalten. Nun protestierten dort Tausende gegen Rassismus.

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Ein Zeichen gegen Polizeigewalt

"Wir werden diesen Traum erfüllen", sagte der schwarze Bürgerrechtler Al Sharpton, einer der Organisatoren der Kundgebung.

Al Sharpton spricht beim Marsch auf Washington, aufgenommen am 28.08.2020
Bürgerrrechtler Al Sharpton beim Marsch auf Washington: "Genug ist genug."
Quelle: Reuters

Die Kundgebung ist dem Jahrestag des damaligen "Marsches auf Washington" gewidmet und steht im Zeichen der jüngsten Fälle von Polizeigewalt, die für Empörung in den USA gesorgt hatten. Das war vor allem der Tod von George Floyd. Er starb bei seiner Festnahme, nachdem ein Polizist mehr als acht Minuten lang sein Knie auf seinen Hals hielt.

Erst am Wochenende hatten sieben Schüsse in den Rücken des Schwarzen Jacob Blake bei einem Polizeieinsatz für neue Proteste gesorgt. "Ohne Gerechtigkeit gibt es keinen Frieden!", rief Blakes Vater auf der Kundgebung.

Demonstranten beim Marsch auf Washington, aufgenommen am 28.08.2020
"Jung, talentiert, schwarz" steht auf dem T-Shirt des Demonstranten.
Quelle: AP

Aktivist: "Ich bin es leid, Gerechtigkeit zu verlangen"

Sharpton nahm bei seinem Auftritt Bezug auf den Tod Floyds: "Wir könnten genauso erfolgreich sein wie andere. Aber die Gesellschaft hielt das Knie in unserem Nacken." Jetzt sage man aber: "Genug ist genug."

"Ich bin es leid, Gerechtigkeit zu verlangen", rief Aktivist Frank Nitty den Versammelten zu. "Wir marschieren schon seit 60 Jahren mit denselben Forderungen. Schwarze Menschen sollten nicht immer noch für dasselbe auf die Straße gehen wie Martin Luther King."

Polizei steht vor Gebäude

Nachrichten | Politik - Polizeigewalt in den USA - Kein Einzelfall 

Jacob Blake, George Floyd und Breonna Taylor- es sind nur einige Namen von Afroamerikanern, die in ihrem Land Polizeigewalt erfahren mussten. Einen interaktive Story.

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