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Vor Treffen der Supermächte - Putin: Verhältnis zu den USA am Tiefpunkt

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Kurz vor dem Treffen mit seinem Amtskollegen Biden bezeichnet Kremlchef Putin das Verhältnis zu den USA als sehr angeschlagen. Für Ex-Präsident Trump findet er lobende Worte.

Der russische Präsident Wladimir Putin während einer Konferenz mit der Menschenrechte-Ombudsfrau Tatyana Moskalkova.
Der russische Präsident Wladimir Putin.
Quelle: ap

Wenige Tage vor dem Gipfeltreffen mit US-Präsident Joe Biden sieht Kremlchef Wladimir Putin das Verhältnis zu den USA in einer schweren Krise. "Wir haben eine bilaterale Beziehung, die in den letzten Jahren ihren Tiefpunkt erreicht hat", sagte Putin in einem Ausschnitt eines Interviews mit "NBC News" nach einer Übersetzung des Senders.

Putin lobt Trump als besonders talentiert

Biden unterscheide sich radikal von seinem Vorgänger Donald Trump, den Putin als außergewöhnliche, talentierte und schillernde Person beschrieb. Biden dagegen sei ein "Karrieremensch", der praktisch sein ganzes Erwachsenenalter in der Politik verbracht habe, sagte Putin der Übersetzung zufolge.

Auf den Kommentar, dass Biden ihn in einem Interview im März einen Mörder genannt hatte, sagte Putin, er habe schon Dutzende solcher Anschuldigungen gehört. "Dies ist wirklich nichts, über das ich mir irgendwie Sorgen mache."

In einem Interview hatte Joe Biden den Kreml-Chef Wladimir Putin einen „Mörder“ genannt. Daraufhin beorderte Russland seinen Botschafter in Washington nach Moskau zurück.

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Stabiles Verhältnis zwischen den Supermächten?

Mit Blick auf Biden sagte der Kremlchef zudem, es gäbe einige Vor- und einige Nachteile, aber sicher keine impulsiven Handlungen im Namen eines US-Präsidenten.

Biden und Putin treffen am 16. Juni in Genf aufeinander. Der US-Präsident hatte am Mittwoch gesagt, die USA wollten eine "stabile, vorhersehbare Beziehung" und suchten nicht den Konflikt mit Russland. Das Weiße Haus betont immer wieder, Putin mit dem Treffen nicht belohnen zu wollen und dass ein persönliches Gespräch wegen der Differenzen zwischen den Ländern besonders wichtig sei.

Biden will kritische Themen ansprechen

Der US-Präsident will dabei nach eigenen Angaben eine Reihe kritischer Themen wie die mutmaßliche Einflussnahme Russlands auf US-Wahlen und russische Hacker-Angriffe zur Sprache bringen.

Putin hatte offen zugegeben, bei der US-Präsidentschaftswahl 2016 für Trump gewesen zu sein. Der Ex-Präsident hatte sich wiederholt bewundert über den russischen Amtskollegen geäußert. Biden hingegen sagte, er mache sich keine Illusionen über Putin.

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