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Polizei blieb lange untätig : Behörden räumen Fehler bei Schul-Attentat ein

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Nach dem Schul-Amoklauf in Texas mit 21 Toten steht die Polizei in der Kritik. Nun räumten Behörden schwere Fehler ein. Das Klassenzimmer hätte früher gestürmt werden müssen.

In den USA gibt es laut Statistik 1,2 Schusswaffen pro Kopf. Nach dem Massaker an einer Grundschule in Texas kommt wieder die Frage auf, ob Waffengesetze verschärft werden müssen.

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Die Polizei gerät nach dem Blutbad in einer Grundschule im US-Bundesstaat Texas wegen ihres Vorgehens während des Amoklaufs unter Druck. Eltern werfen den Einsatzkräften vor, zu lange untätig gewesen zu sein und nicht rechtzeitig eingegriffen zu haben.

Die Behörden bestätigten am Donnerstag, dass der Schütze rund eine Stunde in dem Klassenzimmer verbracht habe, in dem er auf die Schulkinder und Lehrerinnen schoss. Erst dann habe die Polizei den Raum betreten und den 18-Jährigen erschossen.

Polizei in Uvalde: "Komplexe Situation"

Bei einer Pressekonferenz in der Gemeinde Uvalde gab Victor Escalon vom Ministerium für Öffentliche Sicherheit in Texas weitere Details zum Ablauf der Tat bekannt und sprach von einer "komplexen Situation".

In den USA gibt es laut Statistik 1,2 Schusswaffen pro Kopf. Nach dem Massaker an einer Grundschule in Texas kommt wieder die Frage auf, ob Waffengesetze verschärft werden müssen.

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Der Angreifer habe etwa um 11:40 Uhr (Ortszeit) am Dienstag die Grundschule und schließlich ein Klassenzimmer in der Nähe eines Eingangs betreten, sagte er. Die Polizei sei innerhalb weniger Minuten vor Ort gewesen, weil Zeugen den bewaffneten Schützen vor der Schule gesehen hätten, so Escalon.

Zwischen 12:03 Uhr und 12:47 Uhr riefen einige Schüler mehrfach aus einem Klassenzimmer bei der Polizei an und berichtete, dass es zahlreiche Tote gebe, aber auch, dass noch Mitschüler am Leben seien. Um 12:47 Uhr bat eine Schülerin über den Notruf, "bitte jetzt die Polizei zu schicken", wie McCraw sagte. Um 12:51 Uhr sei auf der Aufnahme schließlich zu hören, wie Polizisten die Kinder aus dem Klassenzimmer bringen.

Sicherheitsbehörde räumt schwere Fehler ein

Es sei falsch gewesen, nicht früher in den Klassenraum einzudringen, in dem sich der Amokläufer mit Schülern und Lehrern verschanzt hatte, sagte der Direktor der Behörde für öffentliche Sicherheit in Texas, Steven McCraw. "Es war die falsche Entscheidung. Punkt", sagte McCraw.

Dafür gibt es keine Entschuldigung.
Steven McCraw, Behörde für Öffentliche Sicherheit Texas

Laut Escalaon sei versucht worden, mit dem Schützen zu verhandeln. Dieser habe einen Großteil der Schüsse ganz zu Anfang abgefeuert. "Während der Verhandlungen wurde nicht viel geschossen, außer dass er versuchte, die Polizisten auf Abstand zu halten", sagte Escalon. Nach rund einer Stunde seien Spezialkräfte eingetroffen, die den 18-Jährigen erschossen hätten.

Der mutmaßliche Täter, der an einer Grundschule in Texas 19 Kinder und zwei Lehrer erschoss, soll den Amoklauf vorher angekündigt haben. In Uvalde gab es ein Gedenken der Opfer.

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Wurden Kinder während Wartezeit erschossen?

Die Einsatzkräfte vor Ort seien davon ausgegangen, dass der Schütze nicht mehr schieße, sondern sich lediglich verbarrikadiert habe, so McCraw. Die Einsatzkräfte seien zwischenzeitlich davon ausgegangen, dass der Angreifer kein "aktiver Schütze" mehr sei und dass keine weiteren Kinder mehr in Gefahr seien. Dies habe sich im Nachhinein als Fehleinschätzung erwiesen.

Auf die Frage, wie viele Kinder während der Wartezeit erschossen worden seien und andernfalls womöglich hätten gerettet werden können, sagte McCraw, dies werde noch untersucht. "Wir sind nicht hier, um zu verteidigen, was passiert ist", sagte er. "Wir sind hier, um die Fakten darzulegen."

21 Tote an einer Grundschule: Wie es dazu kam und warum Versuche, das US-Waffenrecht zu verschärfen, immer wieder scheitern, erklärt Korrespondent Elmar Theveßen bei ZDFheute live.

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Schütze gelangte ungehindert in Schule

Darüber, wie genau sich die Tat abgespielt hat, hatte es in den vergangenen Tagen widersprüchliche Angaben von der Polizei gegeben. Zunächst hieß es, der Schütze sei bereits vor der Schule von einer Sicherheitskraft konfrontiert worden. Das bestätigte Escalon nun nicht. Stattdessen konnte der 18-Jährige ungehindert durch eine unverschlossene Tür in die Schule laufen.

Teils sollen Sicherheitskräfte besorgte Eltern auch daran gehindert haben, selbst das Schulgelände zu betreten, um Kinder zu befreien. In den sozialen Medien kursieren Aufnahmen von Auseinandersetzungen zwischen Beamten und Eltern.

Schul-Attentat in Texas - Auch Ehemann von getöteter Lehrerin gestorben 

Irma Garcia war eine der beiden Lehrerinnen, die bei dem Schul-Attentat in Texas erschossen wurden. Nun ist auch ihr Ehemann gestorben - wohl an einem Herzinfarkt.

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