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Keine Legitimierung geplant - USA planen Gespräche mit den Taliban

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Eine US-Delegation plant kurzfristige Gespräche mit den Taliban. Es gehe nicht um eine Anerkennung der Islamisten als legitime Machthaber, sondern um eine Fortsetzung des Dialogs.

Vögel fliegen an einer Flagge der USA vorbei, die über einem Gebäude in Washington weht
Gespräche zwischen US-Delegation und Taliban in Doha geplant (Symbolbild)
Quelle: dpa

Eine US-Delegation will sich an diesem Wochenende mit hochrangigen Vertretern der radikalislamischen Taliban aus Afghanistan in der katarischen Hauptstadt Doha treffen. Bei den Gesprächen gehe es nicht um eine Anerkennung oder Legitimierung der Taliban in Afghanistan, teilte ein Sprecher des US-Außenministeriums mit.

Es handle sich vielmehr um eine Fortsetzung der "pragmatischen" Gespräche über Fragen von nationalem Interesse der USA. "Wir sind nach wie vor der Meinung, dass die Taliban sich ihre Legitimität durch ihre eigenen Handlungen verdienen müssen", sagte der Sprecher.

"Ortskräfte halten sich seit Wochen versteckt, da die Taliban diese Menschen suchen, um sich zu rächen", berichtet Alexander Fröhlich vom Patenschaftsnetzwerk Afghanische Ortskräfte.

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Ziel: Sichere Ausreise aus Afghanistan

Wichtigste Priorität bei den Gesprächen sei die weitere sichere Ausreise von US-Bürgerinnen und Bürgern, anderen ausländischen Staatsangehörigen sowie von Afghanen. Es gehe ebenfalls um die "Einhaltung der Verpflichtung der Taliban, es Terroristen nicht zu gestatten, afghanischen Boden zu benutzen, um die Sicherheit der Vereinigten Staaten oder ihrer Verbündeten zu gefährden", hieß es weiter.

Man wolle die Taliban dazu drängen, die Rechte aller Afghanen, einschließlich der Rechte von Frauen und Mädchen, zu respektieren und eine inklusive Regierung mit breiter Unterstützung zu bilden. Das Außenministerium gab nicht bekannt, wer konkret zu den Gesprächen nach Doha reisen werde.

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