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Ex-US-Verteidigungsminister - Aufruf: US-Militär soll neutral bleiben

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Gegen Trumps Blockade: Zehn ehemalige US-Verteidigungsminister haben das Militär aufgerufen, sich nicht an Versuchen zu beteiligen, die Amtsübergabe an Joe Biden zu behindern.

US-Truppen in Deutschland (Archiv)
US-Truppen sollen im Wahlstreit neutral bleiben, sagen alle noch lebenden Verteidigungsminister.
Quelle: Frank May/dpa

Zehn ehemalige US-Verteidigungsminister haben das Militär aufgerufen, sich nicht an dem Versuch von Präsident Donald Trump zur Blockade der Machtübergabe an Joe Biden zu beteiligen. Die Wahlen seien vorbei, die Neuauszählungen und Überprüfungen abgeschlossen und das Wahlleute-Kolleg habe abgestimmt, hieß es am Sonntag in einem gemeinsamen Kommentar in der "Washington Post".

Die Zeit sei gekommen, Trumps Niederlage zu akzeptieren und Bidens Sieg anzuerkennen. Zu den Unterzeichnern gehörten auch Mark Esper und James Mattis.

Ungewöhnliche Zurechtweisung für Trump

"Versuche, die US-Streitkräfte in die Lösung von Wahlstreitigkeiten hineinzuziehen, würden uns in gefährliches, unrechtmäßiges und verfassungswidriges Terrain führen", schrieben sie in dem Meinungsbeitrag.

Britta Jäger, ZDF-Korrespondentin in Washington, zum Manöver von Republikanern: Sie wollen den erfolgreichen Trumpismus weiterleben lassen und Joe Biden das Leben so schwer wie möglich machen.

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Der Text ist eine ungewöhnliche Zurechtweisung von Präsident Donald Trump und stellt implizit in Frage, dass dieser seine verfassungsgemäße Pflicht erfüllen wird, am 20. Januar die Macht abzugeben. "Zivile und militärische Amtsträger, die derartige Maßnahmen befehlen oder ausführen, wären verantwortlich, einschließlich der Verhängung möglicher Kriminalstrafen, für die ernsten Konsequenzen ihrer Taten für unsere Republik", heißt es in dem Kommentar, unter dessen Unterzeichnern sowohl Demokraten als auch Republikaner sind.

Cheney, Rumsfeld, Mattis, Esper und andere unterschreiben

Nach der Wahl vom 3. November und späteren erneuten Auszählungen der Stimmen in manchen Bundesstaaten und erfolglosen gerichtlichen Klagen sei das Ergebnis klar, schrieben sie, ohne Trump explizit zu nennen. "Die Zeit für das Infragestellen der Ergebnisse ist vorbei", hieß es in dem Kommentar; nun sei es an der Zeit, die Stimmen der Wahlleute formal auszuzählen, wie von der Verfassung vorgesehen.

Trump hat seine Wahlniederlage gegen Joe Biden bisher nicht eingeräumt. Zuletzt ist es politisch still um den noch amtierenden US-Präsidenten geworden, doch eins ist sicher: Er will Präsident bleiben - und dazu scheinen ihm viele Mittel recht zu sein.

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Der Kommentar wurde von Dick Cheney, William Perry, Donald Rumsfeld, William Cohen, Robert Gates, Leon Panetta, Chuck Hagel, Ash Carter, James Mattis und Mark Esper unterzeichnet. Laut "Washington Post" war der Auslöser eine Konversation zwischen Cheney und Eric Edelman, einem ehemaligen Pentagon-Funktionär, in der es darum ging, wie Trump sich in den kommenden Tagen des Militärs bedienen könnte.

Bei der Übertragung der Amtsgewalt von einem Präsidenten auf den nächsten könnten die USA verwundbar sein gegenüber den Taten von Gegnern, die versuchten, die Situation auszunutzen, warnten die Ex-Außenminister. Derzeit gibt es insbesondere Spannungen zwischen den USA und dem Iran. Der aktuelle US-Verteidigungsminister Christopher Miller gab am Sonntagabend bekannt, dass er den Flugzeugträger "USS Nimitz" entgegen ursprünglicher Pläne nicht aus dem Nahen Osten abziehen wird.

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