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Demokraten-Schlappe in Virginia - Republikaner Youngkin gewinnt Wahl

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Laut Prognosen gewinnt der Republikaner Youngkin die Gouverneurswahl im US-Bundesstaat Virginia. Die Wahl gilt als Stimmungstest für US-Präsident Joe Biden und die Demokraten.

In den USA haben US-Präsident Biden und die Demokraten einen deutlichen Dämpfer bekommen: In Virginia verlieren sie den Gouverneursposten an den Republikaner Glenn Youngkin.

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Der Republikaner Glenn Youngkin hat bei der Gouverneurswahl im US-Bundesstaat Virginia Prognosen zufolge gewonnen. Die Wahl gilt als wichtiger Stimmungstest.

Der Republikaner lag bei der Abstimmung knapp vor dem von US-Präsident Joe Biden unterstütztem Kandidaten Terry McAuliffe, wie in der Nacht zu Mittwoch aus übereinstimmenden Vorhersagen der Fernsehsender CNN und NBC hervorging.

Die Wahl in Virginia ein Jahr vor den Kongresswahlen wird im Land aufmerksam verfolgt - für Bidens Demokraten ist das Ergebnis eine heftige Niederlage.

"Eine echte Schlappe für Demokraten"

"Das ist für die Demokraten eine echte Schlappe", sagt ZDF-Korrespondentin Claudia Bates in Washington. Aber die Stimmung bei den Demokraten sei auch wirklich schlecht, so Bates. Die Zustimmungswerte für Joe Biden seien im Keller, "etwa 51 Prozent der Amerikaner lehnen seine Politik ab".

"Die Pandemie ist nach wie vor nicht unter Kontrolle, da war das desaströse Ende des Afghanistan-Kriegs, da ist die Inflation und schwere Flügelkämpfe in der eigenen Partei - seit Monaten streiten die Demokraten über ganz wichtige Gesetzespakete", erläutert Bates weiter.

Beim der Gouverneurswahl im US-Bundesstaat erhält Joe Biden einen ordentlichen Dämpfer: Der Republikaner Glenn Youngkin, gewinnt, so Washington-Korrespondentin Claudia Bates.

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Viele Wähler hätten sich daraufhin gesagt, dass die demokratische Regierung noch nicht geliefert habe, so Bates. "Und das hat sich eben im Ergebnis jetzt niedergeschlagen."

Bates: Demokraten müssen liefern

Alles blicke bereits auf die Kongresswahlen, die im nächsten Jahr anstehen, so Bates weiter. "Die Demokraten drohen, ihre Mehrheiten in beiden Kammern zu verlieren, wenn sie bis dahin mit ihrer Politik nicht überzeugen können. Man hat gegen den Trumpismus gekämpft in dieser Wahl. Diese Strategie ist nicht aufgegangen."

"Das zweite ist, die Demokraten müssen dringend die Gräben in der Partei überwinden und diese Gesetze verabschieden und für die Menschen im Land, vor allem für die Mittelschicht, liefern", erklärt Bates. Diese Gesetze enthielten Hilfen für Familien, billige Kindergartenplätze, Ausbau der Krankenversicherung und Steuererleichterungen für Geringverdiener. "Wenn die Menschen merken, diese Regierung ist handlungsfähig und wir spüren diese Politik, nur dann haben die Demokraten die Chance, ihre Mehrheit im Kongress zu verteidigen" sagt die ZDF-Korrespondentin.

Prognosen: Youngkin drei Prozentpunkte vorn

Youngkin wurde im Wahlkampf von Ex-Präsident Donald Trump unterstützt - auch wenn er sich öffentlich von ihm distanzierte und sich auf gemäßigte Wählerinnen und Wähler konzentrierte.

Der Demokrat Eric Adams hebt bei einer Wahlveranstaltung siegessicher den Daumen. Er wurde zum neuen Bürgermeister von New York City gewählt.

Prognosen - Adams neuer Bürgermeister von New York 

Der Demokrat Eric Adams wird Prognosen zufolge 110. Bürgermeister von New York City. Er setzte sich gegen seinen republikanischen Rivalen Curtis Sliwa durch.

Bereits vor der Wahl hatte sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen abgezeichnet, im Sommer lag allerdings der Demokrat McAuliffe noch vorn.

McAuliffe (64) war von 2014 bis 2018 Gouverneur, Youngkin (54) ist ein erfolgreicher Geschäftsmann. Youngkin lag nun den Prognosen zufolge rund drei Prozentpunkte vorn. Zu Beginn des Wahlabends schien der Abstand zwischen den beiden Kandidaten deutlich größer - McAuliffe holte dann aber noch auf.

US-Präsident Joe Biden hat ein Investitionsprogramm vorgestellt, das auch wesentliche Klimaschutzmaßnahmen ermöglichen soll, aber den US-Kongress passieren muss. ZDF-Korrespondent Elmar Thevessen geht davon aus, dass dies gelingen wird.

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Wahl ist Rückschlag für Biden

Die Wahl gilt als eine Art Lackmustest für Biden, der vor einem Jahr ins Weiße Haus gewählt wurde. Seine Zustimmungswerte sind schlecht wie nie seit seinem Amtsantritt. Er versucht seit langem, zwei Investitionspakete durch den Kongress zu bringen.

Biden scheiterte damit aber bislang an Flügelkämpfen in seiner eigenen demokratischen Partei. Beobachtern zufolge ist die Niederlage bei der Wahl in Virginia auch als Quittung dafür zu werten.

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