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Zweite Vorwahl in USA - Sanders liegt in New Hampshire vor Buttigieg

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Die zweite Vorwahl zur US-Wahl hat in New Hampshire begonnen. Umfragen sehen Bernie Sanders vorn. Michael Bloomberg sorgt zu Beginn für eine Überraschung.

Ein Wahllokal in Franconia, New Hampshire, USA.
Ein Wahllokal in Franconia, New Hampshire, USA.
Quelle: EPA

Nach dem Wahlchaos in Iowa halten die US-Demokraten ihre zweite Präsidentschaftsvorwahl ab. Im US-Bundesstaat New Hampshire öffneten am Dienstagmorgen (Ortszeit) die Wahllokale. Besonders der linke Senator Bernie Sanders und der pragmatisch-moderate Ex-Bürgermeister Pete Buttigieg rechnen sich in dem Ostküstenstaat gute Chancen auf einen Sieg aus.

Traditionell stimmten die Wahlberechtigten des winzigen Ortes Dixville Notch bereits eine Minute nach Mitternacht ab und sorgten für eine Überraschung.

Zwischenergebnis: Sanders vor Buttigieg und Klobuchar

Nach Auszählung der Stimmen in 54 Prozent der Wahllokale lag Sanders bei etwa 27 Prozent. Hinter ihm folgten Buttigieg (23,7 Prozent) und Amy Klobuchar (19,7 Prozent).

2016 hatte Sanders bei der Vorwahl in New Hampshire einen Erdrutschsieg errungen. In der Turnhalle der "Northwest Elementary School" in der Stadt Manchester machten bereits am frühen Morgen dutzende Wähler hinter blauen und roten Plastikvorhängen mit dem Konterfei der Freiheitsstatue ihre Kreuze. Buttigieg begrüßte in einem schwarzen Wintermantel vor einem Wahllokal erste Wähler und posierte für Selfies im Schnee.

Der ehemalige Vizepräsident Joe Biden forderte die Menschen im Onlinedienst Twitter auf, wählen zu gehen. "Heute ist der Tag", twitterte er am frühen Morgen. Sanders hatte am Vortag bei einer Wahlkampfveranstaltung in Durham seine Anhänger mobilisiert. "Lasst uns dieses Ding gewinnen, lasst uns Amerika verändern", rief der streitbare linksgerichtete Senator vor 7.500 Menschen.

New Hampshire gilt als Swing State

Auch Trump war am Montag nach New Hampshire gereist und hatte zu seinen Anhängern gesprochen. Ebenso wie die Demokraten hielten auch die Republikaner am Dienstag ihre Vorwahl in dem Bundesstaat ab, wobei klar war, dass dort der Amtsinhaber gewinnen würde.

New Hampshire spielt trotz seiner nur 1,3 Millionen Einwohner eine wichtige Rolle in der politischen Landschaft der USA. Die Menschen gelten als Wechselwähler, der Staat als sogenannter Swing State, der stets bis zum Wahltag zwischen Republikanern und Demokraten heiß umkämpft ist.

Präsidentschaftskandidaten der Republikaner: Bill Weld, Mark Sanford und Joe Walsh.

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von Luisa Houben

Bloomberg sorgt für Überraschung

In Dixville Notch im Norden von New Hampshire, wo die abgegebenen Stimmen der fünf Wahlberechtigten direkt nach Mitternacht gezählt wurden, gewann überraschend der Milliardär Michael Bloomberg. Dabei stand der Ex-Bürgermeister von New York gar nicht auf den Wahlzetteln.

Der 77-Jährige hatte angekündigt, die ersten Abstimmungen im Februar auszulassen, um sich auf den "Super Tuesday" am 3. März zu konzentrieren, an dem 14 Staaten gleichzeitig Vorwahlen abhalten.

Iowa-Sieger Buttigieg zu unerfahren?

Die Vorwahlen der oppositionellen Demokraten zur Bestimmung des Herausforderers von Amtsinhaber Trump hatten vergangene Woche mit einer schweren Panne im Bundesstaat Iowa begonnen. Wegen technischer Probleme konnten die Wahlergebnisse längere Zeit nicht übermittelt werden.

Letztlich gewann Buttigieg knapp vor Sanders, dahinter folgten Warren und Biden. Buttigieg sieht sich seit seinem Überraschungssieg in Iowa zunehmend mit Vorwürfen aus den Reihen seiner Mitbewerber konfrontiert, er sei zu unerfahren für das Präsidentenamt.

Sanders übernimmt Führung bei Demokraten

Senator Sanders übernahm derweil erstmals in einer Umfrage die landesweite Führung unter den demokratischen Präsidentschaftsbewerbern. Laut einer am Montag veröffentlichten Umfrage der Universität Quinnipiac liegt der 78-Jährige mit 25 Prozent auf dem ersten Platz.

Der bisherige Spitzenreiter Biden kommt nach seiner heftigen Niederlage in Iowa nur noch auf 17 Prozent. Mit 15 Prozent folgt Bloomberg, der zuletzt in Umfragen massiv zulegen konnte. Er profitiert von Bidens Schwäche - und hat hunderte Millionen Dollar aus seinem Privatvermögen in den Wahlkampf gesteckt. Die Senatorin Warren steht landesweit bei 14 Prozent, Buttigieg bei zehn Prozent.

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