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"Super Tuesday" im Juni - Biden weiter auf Erfolgskurs

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Die Vorwahlen der Demokraten nehmen nach Corona-Verschiebungen nun wieder Fahrt auf. In mehreren Bundesstaaten konnte Joe Biden sich dabei wichtige Delegiertenstimmen sichern.

Joe Biden liegt in den Vorwahlen auf Erfolgskurs.
Joe Biden liegt in den Vorwahlen auf Erfolgskurs.
Quelle: Reuters/Joshua Roberts

Eigentlich war für diese Woche der vorletzte Vorwahltermin der US-Demokraten geplant. Aufgrund der Coronavirus-Pandemie hat sich jedoch der Zeitplan nach hinten verschoben. Am Dienstag (Ortszeit) fand deswegen ein ungewöhnlicher "Super Tuesday" statt, bei dem der ehemalige Vizepräsident Joe Biden weitere wichtige Delegiertenstimmen auf seinem Weg zur demokratischen Nominierung für die Präsidentschaftswahl sammeln konnte.

Zweiter "Super Tuesday" wegen Corona-Aufschub

In einem gewöhnlichen Wahljahr gibt es in den USA nur einen "Super Tuesday" und der fällt in aller Regel auf einen der ersten Vorwahltermine. In diesem Jahr fiel der "Super Tuesday" auf Anfang März und konnte noch regulär durchgeführt werden. Kurz darauf entschieden viele Bundesstaaten aufgrund der Corona-Pandemie ihre Vorwahlen zu verschieben. Nicht zuletzt wegen dieser Änderungen im Zeitplan wurde auch der Parteitag der Demokraten von Juli auf August verschoben.

Corona ist auch zentrales Thema des US-amerikanischen Wahlkampfes. Während Herausforderer Joe Biden derzeit in Quarantäne ist, versucht Präsident Trump die Krise für sich zu nutzen.

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Auch für die Kandidaten bedeutet das eine Umstellung. In den USA ist es durchaus üblich, bereits Monate vor dem Beginn der Vorwahlen intensiven Wahlkampf zu betreiben. Durch die Verschiebungen ist nun noch mehr Durchhaltevermögen gefordert als sonst. Und auch die Methoden mussten angepasst werden: Statt großen Veranstaltungen vor Hunderten Menschen wird nun immer mehr auf die sozialen Netzwerke und Livestreams gesetzt.

Anzahl der nötigen Delegiertenstimmen fast erreicht

Im Rennen um die Nominierung der Demokraten ist offiziell nur noch Biden. Sein letzter verbliebener Konkurrent Bernie Sanders hatte im April seinen Rückzug bekannt gegeben. Sein Name bleibt jedoch auf den Stimmzetteln, denn damit erhofft sich der Senator aus Vermont mit möglichst vielen Delegiertenstimmen entsprechend mehr Mitspracherecht beim Parteitag.

Kandidaten der Demokraten bei der letzten Debatte vor Beginn der Vorwahlen

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von Caroline Leicht

Am Dienstag (Ortszeit) konnte Biden nun weitere wichtige Delegiertenstimmen sammeln. Er konnte laut Hochrechnungen die Vorwahlen in Indiana, Maryland, New Mexico, Montana, Pennsylvania, Rhode Island und South Dakota für sich entscheiden. In Washington DC stehen die Ergebnisse von Dienstag noch aus. Um offiziell die Nominierung seiner Partei zu erreichen, benötigt er insgesamt 1.991 Delegiertenstimmen. Nach aktuellem Stand könnte er diese Anzahl bei den Vorwahlen in der kommenden Woche erreichen.

Biden zeigt sich "presidential"

Bidens Wahlkampf konzentriert sich in diesen Tagen besonders auf die Proteste in den USA. Der ehemalige Vizepräsident distanziert sich in seinen Reden und Statements klar von US-Präsident Donald Trump und kritisierte dessen Politik zuletzt scharf.

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Am Wochenende besuchte Biden einen "Black Lives Matter"-Protest in seinem Heimatbundesstaat Delaware. Ein Foto, das ihn im Gespräch mit Menschen vor Ort zeigt, wurde schnell zum Thema in den sozialen Netzwerken. Viele kommentierten, Biden wirke auf dem Bild "presidential", also wie ein "würdiger Präsident".

Der Autorin auf Twitter folgen: @carolineleicht.

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