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Biden baut Vorsprung aus

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"Mini Super Tuesday" - Biden baut Vorsprung aus

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Am zweiten "Super Tuesday" der Vorwahlen der Demokraten wurde in sechs US-Bundesstaaten gewählt. Nach ersten Hochrechnungen kann Joe Biden seinen Vorsprung weiter ausbauen.

Joe Biden hat seinen Siegeszug bei den Präsidentschaftsvorwahlen der US-Demokraten fortgesetzt. Er setzte sich in mindestens vier von sechs Bundestaaten gegen seinen Gegner Bernie Sanders durch.

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In insgesamt sechs Bundesstaaten wurde am "Mini Super Tuesday" der Vorwahlen der US-Demokraten gewählt. Gegen 1 Uhr deutscher Zeit schlossen die ersten Wahllokale.

Laut Hochrechnungen von CNN, NBC und New York Times gewinnt der ehemalige Vizepräsident Joe Biden die Vorwahlen im südlichen Bundesstaat Mississippi sowie in den Bundesstaaten Missouri und Michigan. Damit baut er seinen Vorsprung auf Bernie Sanders weiter aus.

So steht es aktuell bei den demokratischen Kandidaten:

Auch in Idaho gewinnt Biden Prognosen zufolge, meldeten am frühen Mittwochmorgen (Ortszeit) die Fernsehsender Fox News und NBC übereinstimmend.

Im Bundesstaat North Dakota hat der linke Senator Bernie Sanders gewonnen, so die Meldungen von Fox News, NBC und CNN.

Änderung in Idaho und Washington schlecht für Sanders?

Neben Mississippi und Missouri wurde am "Mini Super Tuesday" auch in North Dakota und Washington gewählt. Kurz nach Schließung der Wahllokale waren diese Rennen noch offen, Ergebnisse werden jedoch größtenteils noch in der Nacht (Ortszeit) erwartet.

In Idaho und Washington gibt es eine Änderung, die sich auf die Ergebnisse auswirken könnte: Bisher hatten die Vorwahlen der Demokraten dort im Caucus-Verfahren stattgefunden. In diesem Jahr finden dort jedoch reguläre Vorwahlen statt.

Dies könnte sich negativ auf die Chancen von Sanders auswirken, denn der Senator aus Vermont hat oft in Bundesstaaten mit Caucus-Verfahren mehr Erfolg. 2016 konnte er sich sowohl in Idaho als auch in Washington mit großem Abstand gegen Hillary Clinton durchsetzen.

Erstes direktes Duell zwischen Biden und Sanders

Der "Mini Super Tuesday" war der erste Termin der Vorwahlen, an dem das Rennen sich auf Biden und Sanders beschränkt. In den letzten Wochen waren gleich mehrere Kandidaten aus dem Rennen ausgestiegen. Zuletzt hatte Elizabeth Warren, Senatorin aus Massachusetts, nach dem "Super Tuesday" ihren Rückzug bekannt gegeben.

Bisher hat sie weder Sanders noch Biden offiziell ihre Unterstützung zugesagt. Ideologisch liegen Unterstützer von Warren wohl eher beim linksgerichteten Sanders, doch Bidens Erfolg in den Vorwahlen könnte sich auf die Entscheidung vieler Wähler auswirken.

Sowohl Biden als auch Sanders hatten am frühen Abend (Ortszeit) ihre in Ohio geplanten Wahlkampf-Veranstaltungen abgesagt. Grund dafür ist die Sorge vor dem Coronavirus. In Pennsylvania gab Biden kurz vor 4 Uhr deutscher Zeit eine Ansprache ohne Publikum. "Es sieht so aus, als würden wir wieder eine gute Wahlnacht haben", sagte Biden.

Ergebnisse aus Idaho, North Dakota und Washington waren zu diesem Zeitpunkt noch nicht bekannt. Aus dem Wahlkampf-Team von Bernie Sanders hieß es, Sanders werde sich am Abend (Ortszeit) nicht äußern. Die Demokratische Partei teilte unterdessen mit, dass die nächste TV-Debatte am 15. März ohne Live-Publikum stattfinden werde.

Biden weiter auf Erfolgskurs

In Michigan geht es an diesem Wahltag um die meisten Delegiertenstimmen. Sanders konnte Michigan vor vier Jahren knapp gegen Hillary Clinton gewinnen. Biden hatte zuletzt in South Carolina und in zehn von 14 Bundesstaaten am "Super Tuesday" gewonnen. Damit konnte er Sanders, der zuvor im Rennen um die Nominierung der Demokraten geführt hatte, überholen.

Biden führte nach dem "Super Tuesday" mit einem Vorsprung von knapp 100 Delegiertenstimmen. Insgesamt benötigt ein Kandidat 1.991 Delegiertenstimmen, um die Nominierung der Demokraten zu erreichen. Offiziell wird der Kandidat für die Präsidentschaftswahl dann auf dem Parteitag im Juli gewählt.

Der ehemalige Vizepräsident war als Top-Favorit ins Rennen gegangen, musste jedoch in den ersten drei Vorwahlen Niederlagen einstecken. Erst in South Carolina wendete sich das Blatt. Seitdem konnte Biden auch viel prominente Unterstützung sammeln: Ehemalige Konkurrenten wie Pete Buttigieg, Amy Klobuchar und Kamala Harris sagten ihm zuletzt öffentlich ihre Unterstützung zu. Klobuchars Unterstützung war besonders am "Super Tuesday" wichtig. Dort konnte Biden Klobuchars Heimatbundesstaat Minnesota für sich entscheiden.

Am Abend (Ortszeit) konnte sich Biden auch Andrew Yangs Unterstützung sichern. Der ehemalige Kandidat sagte, er gehe davon aus, dass Biden die Nominierung gewinnen werde, und es sei wichtig, die Partei nun zusammenzubringen.

Der Autorin auf Twitter folgen: @carolineleicht.

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