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Oberstes US-Gericht : Supreme Court: Tragen von Waffen Grundrecht

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Das Oberste Gericht der USA hat das Tragen von Schusswaffen in der Öffentlichkeit als Grundrecht der Bürger eingestuft. Es annullierte damit ein Gesetz im Bundesstaat New York.

Handfeuerwaffen
Der Supreme Court der USA stärkt das Recht auf das öffentliche Tragen von Waffen in den USA.
Quelle: AP/John Locher

Der Oberste Gerichtshof der USA hat das Recht der Amerikaner auf das Tragen von Waffen in der Öffentlichkeit gestärkt. Mit einem Urteil von sechs zu drei Stimmen kippte das mehrheitlich von konservativen Richtern besetzte Gericht am Donnerstag ein Waffengesetz in New York.

Dieses sah vor, dass Menschen einen besonderen Bedarf an Selbstverteidigung für das Tragen einer Waffe in der Öffentlichkeit nachweisen müssen, um dafür eine Bewilligung zu erhalten.

Richter Clarence Thomas schrieb für die Mehrheit der Richter, der zweite Zusatzartikel der US-Verfassung schütze das Recht einer Person, zur Selbstverteidigung außerhalb des eigenen Zuhauses eine Handfeuerwaffe tragen zu dürfen. Das New Yorker Gesetz verstoße gegen diesen Grundsatz.

NRA feiert Entscheidung als "Sieg"

Es wurde erwartet, dass die Entscheidung dazu führt, dass letztlich mehr Menschen auf den Straßen einiger der größten US-Städte legal Waffen tragen dürfen - darunter New York, Los Angeles und Boston. Etwa ein Viertel der US-Bevölkerung lebt in Staaten, die von der Entscheidung betroffen sein könnten.

Die einflussreiche Waffenlobbyorganisation National Rifle Association (NRA) begrüßte bei Twitter die Entscheidung und feierte einen "Sieg".

Auf dem Foto ist eine Straßenabsperrung in Washington, D.C. zu sehen. Zwei Polizeiwagen sichern einen Tatort, mit einem Absperrband ist die Straße gesperrt.

Nachrichten | Panorama - Waffengewalt in den USA 

Die USA hat eine hohe Zahl an Opfern durch Waffengewalt: Im vergangenen Jahr wurden fast 21.000 Menschen durch eine Schusswaffe getötet.

Die New Yorker Gouverneurin Kathy Hochul sprach dagegen von einem "schwarzen Tag". Die Gerichtsentscheidung sei "absolut schockierend", sagte sie. Der Bundesstaat New York hatte kürzlich den Zugang zu Schusswaffen nach einem rassistisch motivierten Schusswaffenangriff in einem Supermarkt in der Stadt Buffalo eingeschränkt.

Neue Debatte über US-Waffenrecht nach Uvalde-Schulmassaker

Erst vor kurzem hatte zudem in Uvalde in Texas das schlimmste US-Schulmassaker seit einem Jahrzehnt Entsetzen ausgelöst und die Debatte über das laxe US-Waffenrecht angefacht.

Die NRA hielt ungeachtet des Blutbades drei Tage später ihr Jahrestreffen ab. Die ebenso einflussreiche wie umstrittene Organisation kämpft seit Jahrzehnten erfolgreich gegen Verschärfungen des Waffenrechts.

Viele Kinder und Jugendliche in den USA fühlen sich in ihren Klassenzimmern nicht mehr sicher. Landesweit sind Tausende Menschen gegen Waffengewalt auf die Straße gegangen.

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