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Parteitag der Republikaner - Trump offiziell zum Kandidaten gekürt

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Auf ihrem Parteitag haben die Republikaner Donald Trump offiziell zu ihrem Kandidaten für die Präsidentschaftswahl gekürt. Was noch beim Parteitag geplant ist.

Donald Trump vor dem Wahlparteitag der Republikaner
Auf dem Parteitag der Republikaner soll Donald Trump zum Kandidaten für die Wahl im November gekürt werden.
Quelle: AP

US-Präsident Donald Trump möchte im November zu einer zweiten Amtszeit antreten. Dafür braucht er die Nominierung seiner Partei. Nach Erfolgen in den Vorwahlen, die er größtenteils ohne ernsthafte Konkurrenz bestritt, ist er nun am Montag zu Beginn des Parteitags offiziell zum Kandidaten gekürt worden.

Was ist sonst noch von diesem Parteitag zu erwarten?

Trump übt scharfe Kritik an Parteitag der Demokraten

Bereits vergangene Woche wurde Trumps Konkurrent für die Präsidentschaftswahl gekürt: Die Demokraten nominierten auf ihrem Parteitag Joe Biden als Kandidaten. Trump hatte die Demokraten sowohl in den sozialen Netzwerken als auch in Statements scharf für ihren Parteitag kritisiert.

"Die Demokraten haben den dunkelsten und trübseligsten Parteitag in der amerikanischen Geschichte abgehalten", sagte Trump. "Sie haben vier Tage damit zugebracht, Amerika zu attackieren." Der Parteitag der Republikaner, der von Montag bis Donnerstag stattfindet, würde einen deutlich positiveren Ton anschlagen, so Trump am Wochenende im TV-Sender Fox News.

Beim Parteitag der Republikaner kommen nur "glühende Anhänger" von Donald Trump zu Wort, so der ZDF-Korrespondent Elmar Theveßen. Er habe aktuell erhebliche Probleme im Wahlkampf.

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"Krönungsparteitag" bei den Republikanern

Bereits während des Parteitags der Demokraten hatte Trump laut US-Politikexperte Christian Lammert informelle Vereinbarungen verletzt. Als Gegenkandidat halte man sich traditionell zurück, wenn die andere Partei ihren Parteitag abhalte, so Lammert. Mit Pressekonferenzen zu den Zeiten der Parteitagsveranstaltungen der Demokraten habe Trump versucht, "zu stören."

Er hat momentan natürlich einen Vorteil, weil das Medieninteresse sehr stark auf ihn ausgerichtet ist.
US-Politikexperte Christian Lammert über Donald Trump

Vom Parteitag der Republikaner, für den bisher kein offizielles Rednerprogramm vorliegt, erwartet Lammert eine Art "Krönungsparteitag" für Trump. "Es deutet sich an, aus dem, was wir so hören, dass es viel stärker als bei den Demokraten wirklich auf den Spitzenkandidaten zugeschnitten sein wird", erklärt der Politologe von der Freien Universität Berlin.

Lammert: Werden einen "spaltenden Trump" erleben

Trump selbst hatte zuletzt angekündigt, an allen vier Tagen des Parteitags präsent zu sein. In welcher Form dies der Fall sein werde, wurde nicht präzisiert. Geplant ist, dass Trump am Montag offiziell zum Kandidaten gekürt wird und diese Nominierung am Donnerstag in einer Rede annimmt.

"Als Experte würde man ihm natürlich empfehlen, er sollte ein bisschen breitere Wählerschichten ansprechen, vielleicht gemäßigt auftreten und sich als Staatsmann präsentieren", meint Lammert mit Blick auf Trumps Rede auf dem Parteitag. Dass man solch einen Wandel von Trump sehen wird, hält er allerdings für unrealistisch.

Wir werden einen spaltenden Trump sehen, der auf den politischen Gegner einschlägt.
Christian Lammert, Experte für US-Politik

Auch Vize Mike Pence und First Lady Melania Trump sollen auftreten

Bereits nach der Wahl 2016 hätten viele gehofft, Trump werde einen Wandel vollziehen, mit dem Amt "präsidentieller" werden, so Lammert. Aber: "Er ist nie präsidentiell geworden. Er kann gar nicht anders, als zu polarisieren." Genau das werde man auch in dieser Woche beim Parteitag der Republikaner sehen.

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US-Medienberichten zufolge sollen neben Trump auch Vizepräsident Mike Pence, First Lady Melania Trump, UN-Botschafterin Nikki Haley, sowie Trumps Kinder Ivanka, Donald Jr., Eric und Tiffany zu Wort kommen.

Corona-Krise doppelte Wahlkampf-Belastung für Trump und Republikaner

Aufgrund der Corona-Pandemie mussten die Republikaner, wie auch die Demokraten, den Parteitag an gewisse Hygiene- und Schutzmaßnahmen anpassen. Die Pläne dafür hatten sich immer wieder geändert. Die Zahl der Anwesenden wurde drastisch reduziert. So werde nach Angaben der Republikanischen Partei die Nominierung Trumps in Charlotte durch jeweils sechs Repräsentanten pro Bundesstaat durchgeführt werden.

Die Corona-Krise hat dem US-Präsidenten zuletzt auch viel Kritik eingebracht. Damit müsse sich Trump auseinandersetzen, so US-Politikexperte Lammert. "Viele Wähler glauben nicht, dass Trump ausreichend Krisenmanagement gemacht hat, dass er falsch reagiert hat, zu spät reagiert hat." In vielen Umfragen liegt Trump derzeit hinter Biden.

Der Autorin auf Twitter folgen: @carolineleicht.

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