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Nach Krawallen in Washington : Stadt New York kündigt Verträge mit Trump

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Die Erstürmung des Kapitols von Trump-Anhängern hat auch wirtschaftliche Folgen für den Noch-US-Präsidenten. Die Stadt New York will alle Geschäftsbeziehungen kappen.

Donald Trump, abgewählter Präsident der USA.
Soll kein Geld mehr in New York verdienen: Donald Trump
Quelle: Gerald Herbert/AP/dpa

Die Stadt New York will ihre Geschäftsverträge mit US-Präsident Donald Trump aufkündigen. Grund sei der Aufstand von Trump-Anhängern am Kapitol in Washington vergangene Woche, teilte Bürgermeister Bill de Blasio mit. Er erklärte:

Ich bin hier, um anzukündigen, dass die Stadt New York alle Verträge mit der Trump Organization auflösen wird.

Die Trump Organization betreibt gemäß Vereinbarung mit der Stadt New York zwei Schlittschuhbahnen und ein Karussell im Central Park sowie einen Golfplatz in der Bronx. Das Unternehmen nimmt damit laut de Blasio etwa 17 Millionen Dollar pro Jahr ein.

Fünf Tote bei Sturm aufs Kapitol

Bei den gewalttätigen Krawallen am und im Kongressgebäude waren am 6. Januar Hunderte Unterstützer des Präsidenten in die Büros der Parlamentarier eingedrungen und hatten teils Inventar beschädigt und zerstört.

Das Geschehen wurde von vielen Seiten als Angriff auf die Demokratie gewertet. Fünf Menschen kamen ums Leben.

Negative Folgen für Trumps Geschäfte

Die Ausschreitungen in Washington durch gewalttätige Trump-Anhänger wirken sich allmählich doch sehr auch auf die Geschäftsinteressen des republikanischen Präsidenten aus.

  • Wegen der Vorwürfe gegen den Präsidenten hat der Sportverband für Golfer in den USA, PGA of America, jüngst erklärt, 2022 werde die PGA Championship nicht auf Trumps Golfplatz in New Jersey stattfinden. Auch ein britischer Golfverband erklärte, die Open Championship würden in absehbarer Zukunft nicht auf seinen Plätzen gespielt.
  • Shopify, ein Unternehmen für Internethandel, stoppte seine Unterstützung für Trumps Online-Verkäufe.
  • Auch mehrere Banken wollen - Berichten zufolge - keine Geschäfte mehr mit der Trump Organization eingehen. Darunter soll auch einer seiner größten Geldgeber sein, die Deutsche Bank. "Wir waren Zeugen, wie der Präsident der Vereinigten Staaten Aufständische ermutigte und sich weigerte, die Nationalgarde zu rufen, um den Kongress bei dessen Pflichterfüllung schützen", teilte beispielsweise die New Yorker Signature Bank mit, die ebenfalls mit Trump brach.

Trump-Sohn Eric: Teil der linken "Cancel Culture"

Die Schläge gegen Trumps Wirtschaftsimperium seien Teil der linken "Cancel Culture", sagte dagegen dessen Sohn Eric der Nachrichtenagentur AP am Dienstag. Sein Vater werde die Präsidentschaft mit einer mächtigen Marke im Rücken abgeben, unterstützt von Millionen Wählern, die ihm "bis zum Ende der Welt" folgen würden.

In der Ära der "Cancel Culture" sei man gegen Leute wie die Trumps und andere unablässig vorgegangen, kritisierte Eric, der gemeinsam mit seinem Bruder Donald Jr. das Familienunternehmen übernahm, als Trump senior vor vier Jahren Präsident wurde. "Wenn du nicht mit ihnen übereinstimmst, wenn sie dich nicht mögen, versuchen sie, dich zu canceln."

Der umstrittene Begriff "Cancel Culture" meint unter anderem den Boykott von Personen oder Unternehmen, die nach Ansicht ihrer Kritiker die falsche politische Meinung haben oder politisch-gesellschaftlich mutmaßlich verwerflich gehandelt haben.

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