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Gewinnt am Ende, wer weniger Fehler macht?

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Wahlkampf in den USA - Gewinnt am Ende, wer weniger Fehler macht?

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Laut Umfragen hat aktuell Joe Biden die Nase vorn im US-Wahlkampf. Doch nicht durch eigene starke Auftritte, sondern dank der Fehltritte von Präsident Trump.

Joe Biden spricht auf einer Wahlkampfveranstaltung in Lancaster
Joe Biden spricht auf einer Wahlkampfveranstaltung in Lancaster
Quelle: AP

Lange war sich Donald Trump sicher, niemand werde ihn schlagen können, schon gar nicht der Demokrat und ehemalige Vize-Präsident Joe Biden. Den der 74-jährige Trump nur "Sleepy Joe" nennt, den 77-Jährigen oftmals als geistig nicht mehr auf der Höhe darstellt.

Doch neueste Umfragen zeichnen nun ein anderes Bild. Laut dem nationalen Umfragedurchschnitt von RealClearPolitics liegt Biden aktuell ganze zehn Prozentpunkte vor Trump. Ein verspätetes Corona-Krisenmanagement, einhergehend mit einer Wirtschaftskrise und Arbeitslosenzahlen wie sie das Land seit Jahrzehnten nicht erlebt hat, kratzen an Trumps Beliebtheitswerten.

Und nun die Massenproteste nach dem Tod von George Floyd, die das Land spalten. Trumps Wahlslogan "keep America great" - lasst uns das großartige Amerika bewahren -, ist für viele nur eine hohle Nuss.

Wenn Biden verliert, sei es seine eigene Schuld

Doch Experten warnen vor vorschnellen Prognosen. Bis zur Wahl im November sind es schließlich noch vier Monate. Und auch viele Demokraten wollen den Zahlen nicht recht trauen, führte doch auch Hillary Clinton 2016 monatelang in den Erhebungen. Da in den USA die Wahlmänner über die Präsidentenwahl entscheiden, kommt es am Ende tatsächlich eher auf die Stimmen ein paar weniger Bundesstaaten an und nicht auf den direkten Wahlsieg.

Der ehemalige US-Präsident Barack Obama hat mit seinem früheren Stellvertreter Joe Biden bei einem Online-Auftritt rund 11 Millionen Dollar an Wahlkampfspenden gesammelt.

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Wenn Biden verlieren sollte, dann sei es seine eigene Schuld, meint der amerikanische Meinungsforscher und Berater der Republikaner Frank Luntz im Interview mit CNBC. Er leiste sich zu häufig Ausrutscher, die dann von Trump für sich genutzt werden könnten. So schon etliche Male passiert. Zuletzt während eines Wahlkampfauftritts in Pennsylvania am Donnerstag. Dort sprach Biden im Bezug auf die Corona-Pandemie von über 120 Millionen Toten im Land, als er eigentlich 120.000 sagen wollte.

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Biden und Trump im Rennen der Fehltritte

Luntz, der sich einen Namen dadurch gemacht hat, Republikaner darin zu beraten, Politik zu machen, die mehr auf Emotionen als auf Fakten abzielt, meint, je stiller Biden sich verhalte, desto besser stehe er da. Je mehr Trump stattdessen von sich gebe, desto schlimmer wird es für ihn.

Selbst einige Republikaner und auch der rechtskonservative TV-Sender Fox News, der dafür bekannt ist, eher im Sinne des Präsidenten zu berichten, beginnen inzwischen zu zweifeln. Nicht viele würden sich trauen, das öffentlich zu sagen, aber Tatsache sei, dass Präsident Trump die Wahl durchaus verlieren könne, meint Moderator Tucker Carlson in seiner Sendung.

Kritik an Umgang mit Rassismus-Debatte

Trump versucht währenddessen weiter Stimmung gegen die "Black Lives Matter"-Demonstranten zu machen und zu polarisieren. Aber auch Bidens Antwort auf die Proteste stellt viele Wähler nicht zufrieden.

Einige Demonstranten, die sich in den letzten Wochen für eine Polizeireform ausgesprochen haben, kritisieren, Bidens Reformvorschlag gehe nicht weit genug. Ob es am Ende tatsächlich reicht, nur weniger negativ als Trump aufzufallen, werden die Wähler im November beantworten.

Der Autorin auf Twitter folgen @Alica_Jung.

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