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Trump erklärt WHO den Austritt

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Austritt ab 2021 in Kraft - Trump erklärt WHO den Austritt

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Die Ankündigung stand schon länger, jetzt hat Trump Fakten geschaffen: Die USA treten aus der WHO aus. Der US-Präsident gibt der Organisation eine Mitschuld an der Corona-Pandemie.

Die USA haben offiziell ihre Austrittsankündigung aus der Weltgesundheitsorganisation WHO eingereicht. Präsident Trump wirft der Organisation Versagen in der Corona-Krise vor.

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Mitten in der Coronavirus-Pandemie haben die USA ihre Austrittsankündigung aus der Weltgesundheitsorganisation offiziell eingereicht. Die Meldung des Austritts, der am 6. Juli 2021 wirksam werde, sei UN-Generalsekretär António Guterres übermittelt worden, sagte ein hoher Regierungsbeamter. Auch der Kongress wurde informiert. US-Präsident Donald Trump hatte den Schritt Ende Mai angekündigt.

Guterres überprüft Konditionen

Die WHO in Genf und die Vereinten Nationen in New York bestätigten den Empfang einer entsprechenden Erklärung der US-Regierung bei UN-Chef Guterres. Guterres prüfe derzeit gemeinsam mit der WHO, ob die Konditionen für einen solchen Austritt vorlägen.

Die USA sind seit dem 21. Juni 1948 Mitglied der WHO. In der damaligen Resolution des US-Kongresses zum WHO-Beitritt hieß es, dass die USA sich das Recht auf einen Rückzug vorbehielten - allerdings mit einer zwölfmonatigen Kündigungsfrist. Voraussetzung ist demnach auch, dass die USA alle ausstehenden Beiträge an die WHO gezahlt haben.

Demokraten in den USA entsetzt

Zahlreiche US-Demokraten kritisierten die Entscheidung der republikanischen Trump-Regierung zum Rückzug aus der WHO. Joe Biden, der im November als Präsidentschaftskandidat der Demokraten gegen Trump antreten will, schrieb beim Kurznachrichtendienst Twitter:

An meinem ersten Tag als Präsident werde ich der WHO wieder beitreten und unsere Führungskraft auf der Weltbühne wiederherstellen.
Joe Biden, Präsidentschaftskandidat der US-Demokraten

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Die demokratische Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, schrieb, der WHO-Austritt sei ein "Akt echter Sinnlosigkeit". Trump lähme damit den internationalen Kampf gegen das Coronavirus.

Schwere Vorwürfe gegen Weltgesundheitsorganisation

Trumps Entscheidung, die Zusammenarbeit mit der WHO mitten in der Corona-Krise zu beenden, hatte schon bei der Ankündigung im Mai weltweit Kritik ausgelöst. Trump macht der WHO schwere Vorwürfe im Umgang mit der Pandemie: Er beschuldigt die UN-Sonderorganisation, zu spät über die Gefahr des Coronavirus informiert zu haben und unter der Kontrolle der chinesischen Regierung zu stehen.

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Mehrfach verwies der US-Präsident darauf, dass die USA mehr Geld an die Organisation zahlten als China. Er machte die in Genf ansässige Organisation mitverantwortlich für die hohe Anzahl der Toten in den USA. Die WHO habe sich zudem notwendigen Reformen verschlossen.

Trump macht auch China Vorwürfe

Trump beschuldigt zudem China, die weltweite Verbreitung des Coronavirus nicht verhindert zu haben, und droht mit Konsequenzen. Trump hatte die WHO-Beiträge bereits im April eingefroren und damit international Kritik auf sich gezogen. Ihm wird vorgeworfen, mit seinem Feldzug gegen die WHO und China von eigenen Versäumnissen ablenken zu wollen.

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