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Sicherheitsrat zur Ukraine-Krise : Russland und USA rasseln bei UN aneinander

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Heftiges Ukraine-Wortgefecht zwischen Russland und den USA bei der UNO. Zuvor war Moskau mit seinem Widerstand gegen die öffentliche Sitzung des Sicherheitsrates gescheitert.

Russlands UN Botschafter Wassili Nebensja
Russlands UN Botschafter Wassili Nebensja
Quelle: ap

Gegen den entschiedenen Widerstand Russlands hat in New York eine öffentliche Sitzung des UN-Sicherheitsrates zur Ukraine-Krise begonnen. Ein Antrag Moskaus auf Annullierung der von den USA beantragten Sitzung wurde am Montag abgelehnt - zehn der 15 Mitglieder des Sicherheitsrates votierten für die Sitzung, die daraufhin begann.

Moskau: USA wollen bei Ukraine "Hysterie schüren"

Russlands UN-Botschafter Wassili Nebensia warf den USA vor, mit der öffentlichen Sitzung des Sicherheitsrates "Hysterie schüren" zu wollen. Mit "unbegründeten Anschuldigungen" wollten die USA "die internationale Gemeinschaft täuschen", sagte Nebensia.

Dies wurde von der US-Botschafterin Linda Thomas-Greenfield zurückgewiesen. Die Stationierung von mehr als 100.000 russischen Soldaten an der Grenze zur Ukraine bedeute eine "Bedrohung der internationalen Sicherheit" und rechtfertige eine öffentliche Debatte bei der UNO.

Der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine ist nun Thema beim UN-Sicherheitsrat - auch mögliche Sanktionen gegen Moskau.

Beitragslänge:
2 min
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Washington will keine Konfrontation, zeigt sich aber bereit

Thomas-Greenfield warnte vor einem "gefährlichen Pfad" in einen Krieg:

Das ist die größte - hören sie mich laut und deutlich - Mobilisierung von Truppen in Europa seit Jahrzehnten.
US-Botschafterin Linda Thomas-Greenfield

Es handle sich um Kampfeinheiten, "die bereit sind, Offensivaktionen in der Ukraine durchzuführen". Washington wolle keine Konfrontation, aber im Falle einer Invasion der Ukraine würden die USA schnell handeln.

Karte: Standorte russischer Truppen
Karte: Standorte russischer Truppen
Quelle: ZDF/New York Times

Die USA hatten das Treffen im Sicherheitsrat angefragt, weil sie und ihre westlichen Verbündeten eine russische Invasion in der Ukraine befürchten. Washington verlangt einen Rückzug der an der ukrainischen Grenze versammelten russischen Soldaten.

"Deutliche Botschaft" an Moskau erwartet

Vor dem Sicherheitsrat - in dem neben Russland auch China, die USA, Frankreich und Großbritannien wegen ihres Vetorechts jegliche völkerrechtlich verbindlichen Maßnahmen blockieren können - wurde weniger mit konkreten Lösungen in dem Konflikt gerechnet. Vielmehr wollten die USA die internationale Bühne nutzen, um mithilfe ihrer Verbündeten "eine deutliche Botschaft" nach Moskau zu senden.

Der Westen befürchtet, dass Russland nach der Annexion der Krim 2014 einen Einmarsch in die Ost-Ukraine vorbereitet. Der Kreml bestreitet Angriffspläne, führt aber gleichzeitig ins Feld, sich von der Ukraine und der Nato bedroht zu fühlen.

Ukraine, Donezk: Ein ukrainischer Soldat steht an der Trennlinie zu pro-russischen Rebellen in der Region Donezk. In der Ukraine-Krise haben die USA und Russland bei Gesprächen in Genf zunächst auf ihren bekannten Standpunkten beharrt.

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