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Interview

Wissing über 9-Euro-Ticket : Billigticket "auf Dauer nicht finanzierbar"

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Entlastung der Verbraucher, Image-Booster für ÖPNV: Die Erwartung an das 9-Euro-Ticket war groß. Es sei ein "Riesen-Erfolg", sagt Minister Wissing. Eine Fortsetzung schloss er aus.

Das 9-Euro-Ticket ist für Verkehrsminister Wissing ein "Riesenerfolg" - eine Verlängerung wird es aber nicht geben.

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4 min
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Mehr als zwei Monate nach dem Start des bundesweit gültigen Neun-Euro-Tickets hat Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) das Projekt als erfolgreich bewertet.

Das ist ein Riesen-Erfolg.
Bundesverkehrsminister Volker Wissing 

"Wir haben es geschafft, ein digitales Ticket sehr schnell umzusetzen", sagte Wissing im ZDF-Morgenmagazin. "Und vor allen Dingen haben wir ein paar Dinge geändert - verbundsübergreifende Geltung des Tickets -, die die Menschen richtig begeistern."

Zudem gebe es "sehr viele Umsteiger von dem Auto auf den ÖPNV", sagte Wissing im ZDF weiter. "Drei bis vier Prozent mutmaßliche Verkehrsverlagerung, das ist enorm."

Studie zu Billigticket läuft

Die wissenschaftliche Auswertung des Propjekts laufe aber noch, so Wissing. Das Verkehrsministerium habe eine begleitende Studie in Auftrag gegeben, die "das analysiert". "Und wenn die Fakten vorliegen, muss man die richtigen Schlüsse daraus ziehen", so Wissing.

Klar ist, dass wir mit diesem Ticket viel Bewegung in den ÖPNV gebracht haben. Der ÖPNV ist in aller Munde - und das war mein Ziel.
Bundesverkehrsminister Volker Wissing 

Gut drei Wochen vor dem Auslaufen des 9-Euro-Tickets ist Ländern eine Debatte über die Kostenteilung für einen möglichen Nachfolger entbrannt. ZDF-Reporter Jan Meier hat sich angeschaut, wie der Nahverkehr in Templin (Brandenburg) funktioniert.

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2 min
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Er habe aber schon seit seinem Amtsantritt Vorstöße unternommen, um den ÖPNV zu reformieren, erklärte Wissing im ZDF weiter. So sei bereits im Frühjahr eine Bund-Länder-Gruppe eingesetzt worden.

Mit dem Neun-Euro-Ticket haben wir nun zusätzlich zur Reformarbeit eine besondere Entlastungsmaßnahme auf den Weg gebracht, die bedingt durch den Ukraine-Krieg notwendig war. 
Bundesverkehrsminister Volker Wissing 

Billigticket "auf Dauer nicht finanzierbar"

Das Neun-Euro-Ticket gibt es seit Juni, Ende dieses Monats läuft es aus. Von vielen Seiten wird gefordert, auch in Zukunft ein ähnliches Ticket für den öffentlichen Nahverkehr anzubieten. Eine Fortsetzung des Billigtickets schloss Wissing im ZDF allerdings aus. "Ein solches Ticket ist auf Dauer nicht finanzierbar. Das würde den Bund 13 bis 14 Milliarden Euro kosten."  

Wenn eine Verlagerung von der Straße auf den Öffentlichen Verkehr erreicht werden solle, brauche es ein "besseres Angebot". "Es muss ausgebaut werden, und daran arbeiten wir." 

Einfahrende Regionalbahn in Berlin
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