Sie sind hier:

Vorwahlen in sechs US-Staaten - Sanders gegen Biden: Duell der Polit-Oldies

Datum:

Beim "Mini Super Tuesday" geht es für Bernie Sanders und Joe Biden um 352 Delegiertenstimmen. Biden führt in vielen Umfragen und erhält weitere Unterstützung von Parteikollegen.

Der frühere Vizepräsident Joe Biden und Senator Bernie Sanders, hier bei einer TV-Debatte in South Carolina, werden das Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten unter sich ausmachen.
Bernie Sanders und Joe Biden: Die beiden betagten Poliker werden das Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten unter sich ausmachen.
Quelle: reuters

Mit den Ergebnissen des "Super Tuesday" haben sich die Präsidentschaftsvorwahlen der US-Demokraten zu einem Zweikampf zwischen Ex-Vizepräsident Joe Biden und dem linksgerichteten Senator Bernie Sanders entwickelt. Nun steht der nächste große Vorwahl-Tag in sechs Bundesstaaten an.

Insgesamt geht es bei den Wahlen in Idaho, Michigan, Mississippi, Missouri, North Dakota und Washington um 352 der 3979 regulären Delegierten, die im Juli beim Nominierungsparteitag der Demokraten den Präsidentschaftskandidaten der Partei küren sollen. Angesichts der vergleichsweise vielen Stimmen, die an diesem Tag verteilt werden, wird der Vorwahltag auch "Mini Super Tuesday" genannt.

Was Sie über die anstehenden Vorwahlen wissen müssen:

Kandidaten der Demokraten bei der letzten Debatte vor Beginn der Vorwahlen

Vorwahlen in den USA -
Wer bei den Demokraten Präsident werden will
 

Nach den ersten Vorwahlen bewerben sich noch drei Demokraten um die Präsidentschaftskandidatur zur US-Wahl 2020. Wer sie sind - und wofür sie stehen.

von Caroline Leicht

Wie ist der Stand nach dem "Super Tuesday"?

Sanders und Biden haben die Vorwahlen am "Super Tuesday" vor einer Woche gewonnen. In den Tagen vor und nach dem Superwahltag stiegen alle anderen wichtigen Bewerber aus dem Präsidentschaftsrennen der Demokraten aus. Der frühere Vizepräsident Joe Biden (77) und der linke Senator Bernie Sanders (78) liefern sich nun einen Zweikampf um die Nominierung.  Auch die Abgeordnete Tulsi Gabbard aus Hawaii tritt an, gilt aber als chancenlos.

Wer führt im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur in beiden Parteien?

Der Präsidentschaftskandidat der Republikaner steht quasi schon fest: Amtsinhaber Donald Trump hat hier parteiintern keine ernstzunehmende Konkurrenz. Spannend ist aber das Rennen der Demokraten. Aktuell führt Joe Biden bei den Delegiertenstimmen mit 670 zu 574 gegen Sanders.

Gibt es einen klaren Favoriten?

Eine Reuters/Ipsos-Umfrage ergab: 47 Prozent der Demokraten und Unabhängigen würden bei einer Vorwahl in ihrem Bundesstaat für den ehemalige Vize-Präsidenten Biden stimmen. Für den Senator Sanders würden dagegen 30 Prozent stimmen. Ex-Vizepräsident Biden genießt wegen seiner acht Jahre als Stellvertreter von Präsident Barack Obama hohes Ansehen bei der wichtigen Wählergruppe der Afroamerikanern große Anerkennung. Der 77-Jährige kann zudem mit seiner großen politischen Erfahrung punkten und bietet sich mit seinen moderaten Positionen als Konsens-Kandidat an.

Biden hat unterdessen auch weitere Unterstützung von Parteikollegen bekommen. Der frühere Anwärter auf die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten, Cory Booker, sprach Biden seine Unterstützung aus. Wie Booker unterstützen den gemäßigten Biden auch dessen frühere Konkurrenten Pete Buttigieg, Kamala Harris, Amy Klobuchar und Beto O'Rourke.

Der Bürgerrechtler Jesse Jackson hingegen forderte zur Wahl von Sanders auf. Zuletzt hatte sich die linke Senatorin Elizabeth Warren aus dem Wettbewerb zurückgezogen. Sie ließ bislang aber ausdrücklich offen, ob sie ihren Anhängern empfehlen will, für Sanders oder Biden zu stimmen.

Welche sind die nächsten Vorwahlen?

Am 17. März wird in fünf Bundesstaaten gewählt, unter anderem in Florida, Illinois und Ohio. Nach einer Reihe weiterer Vorwahlen ist dann der 28. April wieder besonders wichtig. An diesem Tag wird unter anderem in den bevölkerungsreichen Bundesstaaten New York und Pennsylvania abgestimmt. Danach sind mehr als 85 Prozent aller Delegierten vergeben. Die letzten Vorwahlen sind Anfang Juni.

Wann wird der Präsidentschaftskandidat gekürt?

Gekürt wird der demokratische Präsidentschaftskandidat letztlich beim Nominierungsparteitag der Demokraten, der vom 13. bis 16. Juli in Milwaukee im Bundesstaat Wisconsin stattfindet. Für eine Nominierung braucht ein Bewerber im ersten Wahlgang eine absolute Mehrheit von 1.991 der 3.979 Delegierten.

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um dir ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier kannst du mehr erfahren und hier widersprechen.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.