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Biden Favorit - Sanders bleibt im Rennen

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US-Vorwahlen der Demokraten - Biden Favorit - Sanders bleibt im Rennen

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Auch wenn's jetzt eng wird: Bernie Sanders bleibt im Rennen. Trotz seiner neuen Niederlage bei den US-Vorwahlen der Demokraten gegen Favorit Biden - der 78-Jährige macht weiter.

Trotz aller Rückschläge: Bernie Sanders will weitermachen. Unterdessen hat Joe Biden hat seinen Siegeszug bei den Präsidentschaftsvorwahlen der US-Demokraten fortgesetzt.

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US-Senator Bernie Sanders hat trotzig auf seine jüngsten Niederlagen bei den Vorwahlen der US-Demokraten reagiert. Er halte seine Bewerbung aufrecht, sagte Sanders am Mittwoch. Bei jüngeren Wählern habe er einen größeren Anteil gewonnen als sein Konkurrent, Ex-Vizepräsident Joe Biden. Der habe bei den Älteren vorn gelegen. Sanders sagte:

"Heute sage ich der Demokratischen Oberschicht: Um in Zukunft zu gewinnen, müsst Ihr die Stimmen der Wähler gewinnen, die die Zukunft des Landes repräsentieren".
Bernie Sanders

Ex-Vizepräsident Joe Biden hatte zuvor seinen Siegeszug fortgesetzt und seine Favoritenrolle gefestigt. Der 77-jährige Mitte-Politiker gewann am Dienstag bei Vorwahlen in mindestens vier von sechs Bundesstaaten gegen Sanders. Besonders wichtig war Bidens Erfolg im bevölkerungsreichen Michigan. Biden konnte neben Michigan auch die Bundesstaaten Mississippi, Missouri und Idaho für sich entscheiden. In North Dakota gewann dagegen Sanders.

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Das Rennen im Bundesstaat Washington an der Nordwestküste war so eng, dass zunächst kein Sieger ausgerufen wurde. Insgesamt wurde am Dienstag über 352 der 3.979 Delegierten entschieden, die im Juli den demokratischen Herausforderer von Amtsinhaber Donald Trump wählen werden.

Biden kann Vorsprung ausbauen

Mit seinem erfolgreichen Abschneiden konnte Biden seinen Vorsprung gegenüber Sanders ausbauen. Der frühere Vizepräsident versprach noch am Wahlabend ein "Comeback für die Seele dieser Nation". Er rief zugleich Sanders zur Zusammenarbeit auf. "Wir haben ein gemeinsames Ziel. Zusammen werden wir Donald Trump besiegen", sagte der 77-Jährige in einer Ansprache:

Wir werden diese Nation zusammenbringen.
Joe Biden zu Bernie Sanders

Das allerdings lehnt Sanders bisher ab. Besonders schmerzlich war für Sanders seine Niederlage in Michigan, wo er vor vier Jahren noch gewonnen hatte. Weil er auch schon am sogenannten Superdienstag klar hinter Biden zurückgeblieben war, wuchs der Druck auf Sanders, aufzugeben und so die Partei im Kampf gegen Präsident Donald Trump zu einen.

Sanders will im Rennen bleiben

Als er am Mittwoch eine Pressekonferenz ankündigte, gab es bereits Spekulationen, der 78-Jährige könne aufgeben. Doch vor Journalisten erklärte Sanders dann, er bleibe im Rennen und freue sich auf eine für Sonntag geplante Debatte mit dem früheren Vizepräsidenten.

Dort werde er Biden nach den Millionen US-Bürgern fragen, die keine Krankenversicherung haben, nach einem Strafrechtssystem in dem Minderheiten unfair herausgegriffen und bestraft würden und nach einem höheren Mindestlohn.

Sanders räumte ein, dass er beiden Delegiertenstimmen für den Nominierungsparteitag der Demokraten im Sommer weit zurückliege. "Während unsere Kampagne die ideologische Debatte gewonnen hat, verlieren wir die Debatte zur Wählbarkeit", sagte er. Millionen Demokraten und Unabhängige räumten Biden derzeit größere Chancen ein, Trump in der Hauptwahl zu besiegen. Er selbst halte sich aber für den stärkeren Kandidaten der Demokraten.

Die nächsten Vorwahlen finden am kommenden Dienstag in den Bundesstaaten Arizona, Florida, Ohio und Illinois statt. Dann geht es um 577 Delegierte. Die Vorwahlen laufen noch bis Juni.

Vielen ist Sanders zu links - Coronavirus-Krise

Bei den Demokraten haben sich die meisten ausgestiegenen Präsidentschaftsbewerber hinter Biden gestellt. Sie halten den erfahrenen Politik-Veteranen, der sich für moderate Reformen stark macht, für den besten Kandidaten, um Trump zu besiegen. Vielen ist Sanders zu links, um die Wahl im November gewinnen zu können.

Die Vorwahlen der Demokraten finden zunehmend unter dem Eindruck der sich auch in den USA verschärfenden Coronavirus-Krise statt.

Sowohl Biden als auch Sanders sagten für Dienstagabend geplante Auftritte in Cleveland im Bundesstaat Ohio ab. Zur Begründung nannten ihre Wahlkampfteams Bedenken der Behörden hinsichtlich größerer Menschenansammlungen.

Die TV-Debatte zwischen Biden und Sanders am Sonntag wird, ebenfalls wegen des Coronavirus, ohne Publikum ausgetragen. In den USA wurden inzwischen mehr als tausend Infektionen mit dem Coronavirus bestätigt. Rund 30 Menschen starben.

Mehr über den "Mini Super Tuesday" erfahren Sie hier:

"Mini Super Tuesday" -
Biden baut Vorsprung aus
 

Am zweiten "Super Tuesday" der Vorwahlen der Demokraten wurde in sechs US-Bundesstaaten gewählt. Nach ersten Hochrechnungen kann Joe Biden seinen Vorsprung weiter ausbauen.

von Caroline Leicht
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