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Waffenlieferungen an Ukraine : Bundeswehr gegen Abgabe aus Truppenbeständen

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In der Debatte über Panzerlieferungen an die Ukraine lehnt der Bundeswehrverband eine Abgabe aus Truppenbeständen ab. Er warnt vor einer "Kannibalisierung unserer Truppe".

Wieder aufbereiteten Marder-Schützenpanzer stehen bei einer Führung durch das Rheinmetall-Werk anlässlich der Sommerreise des niedersächsischen Wirtschaftsministers vor einer Halle.
Die Ukraine fordert seit Wochen die Lieferung des deutschen Schützenpanzers Marder.
Quelle: dpa

In der Debatte über Panzerlieferungen an die Ukraine warnt der Deutsche Bundeswehrverband vor einer "Kannibalisierung unserer Truppe".

"Wir verstehen den Wunsch der Ukraine nach schweren Waffen nur zu gut. Wir können uns vorstellen, beispielsweise Schützenpanzer aus den Beständen der Industrie abzugeben", sagte Verbandschef André Wüstner dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Was aus unserer Sicht als Berufsverband allerdings nicht mehr geht, ist die Abgabe von Waffen und Munition der Bundeswehr. Jede einzelne Lieferung führt zu einer Schwächung der Bundeswehr.
André Wüstner, Deutscher Bundeswehrverband

Wüstner: "Kannibalisierung unserer Truppe"

"Viele in der Bundeswehr fürchten, dass diese Politik der weiteren Kannibalisierung unserer Truppe negative Auswirkungen haben wird", fügte Wüstner hinzu. Er bezog dies auf eine "teils prekäre materielle Einsatzbereitschaft", die Nato-Verpflichtungen sowie die Ausbildung und Übung "als Voraussetzung für alles".

Wüstner betonte: "Unsere Forderung ist daher: Keine weitere Abgabe aus Bundeswehr-Beständen. Und, genauso wichtig: Umgehende Beschaffung von Ersatz für die bisher abgegebenen Systeme!"

Auf der Bundeswehr-Tagung in Berlin hat Olaf Scholz die Landes- und Bündnisverteidigung als Hauptauftrag der Bundeswehr bezeichnet. Kampfpanzer an die Ukraine lehnt er weiter ab.

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Ukraine fordert weitere Waffen - Scholz dagegen

Die Ukraine dringt auf weitere Waffenlieferungen aus Deutschland, auch von Kampfpanzern. Das lehnt Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) bislang ab. Auch die Koalitionspartner Grüne und FDP machen diesbezüglich Druck auf die SPD.

Die FDP-Verteidigungsexpertin Marie-Agnes Strack-Zimmermann sagte dem "Mannheimer Morgen": "

Das, was der Ukraine militär-strategisch bisher gelungen ist, war nur möglich, weil die Ukraine die entsprechenden Waffen aus dem Westen geliefert bekam.
FDP-Verteidigungsexpertin Marie-Agnes Strack-Zimmermann

Nun müsse weiteres Material folgen - unter anderem auch der Schützenpanzer Marder, "mit dem die ukrainische Armee nachrücken und gezielt russische Stellungen bekämpfen könnte".

Auf den Hinweis, dass der Kanzler das offenbar anders sehe, antwortete Strack-Zimmermann: "Was uns allen Rätsel aufgibt."

Deutschland müsse die Erfolge der Ukraine bei ihrer Gegenoffensive mit dem Schützenpanzer Marder und dem Kampfpanzer Leopard II unterstützen, so Strack-Zimmermann.

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Raketenwerfer und gepanzerte Fahrzeuge für Kiew

Am Donnerstag hatte die Bundesregierung angekündigt, man werde der Ukraine zwei weitere Mehrfachraketenwerfer Mars sowie 50 gepanzerte Fahrzeuge vom Typ Dingo überlassen. Zudem würden 200 Raketen geliefert. Der bewaffnete Radtransporter Dingo dient für Patrouillen- und Spähfahrten.

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