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Vorläufiges Endergebnis - SPD gewinnt Abgeordnetenhauswahl in Berlin

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Die SPD von Spitzenkandidatin Franziska Giffey hat die Berliner Abgeordnetenhauswahl laut vorläufigem Endergebnis klar gewonnen. Die Grünen liegen knapp dahinter.

Die SPD hat die Wahl zum Abgeordnetenhaus in Berlin laut dem vorläufigen amtlichen Endergebnis gewonnen. Die Partei von Spitzenkandidatin Franziska Giffey konnte demnach mit 21,4 Prozent der Stimmen die meisten Wähler für sich gewinnen. Die Grünen um Spitzenkandidatin Bettina Jarasch liegen jedoch nur knapp dahinter und ziehen wohl mit einem starken Ergebnis von 18,9 Prozent als zweitstärkste Kraft ins Berliner Abgeordnetenhaus ein.

Die CDU zieht mit 18,1 Prozent der Stimmen ins Abgeordnetenhaus ein, ebenso wie Die Linke (14,0 Prozent) und die AfD (8,0 Prozent). Die FDP kommt auf 7,2 Prozent der Stimmen.

Der Berliner Landeswahlausschuss will am 14. Oktober das endgültige Ergebnis feststellen.

Konnten sich die Parteien im Vergleich zur letzten Wahl verbessern?

Während die SPD im Vergleich zu 2016 (21,6 Prozent) noch einmal zulegen kann, kann sich die CDU (2016: 17,6 Prozent) leicht verbessern. Die Linke um Klaus Lederer muss Verluste verzeichnen (2016: 15,6 Prozent). Die AfD mit Spitzenkandidatin Kristin Brinker verliert im Vergleich zu 2016 (14,2 Prozent) deutlich.

Die FDP um Spitzenkandidat Sebastian Czaja kann leichte Gewinne verbuchen (2016: 6,7 Prozent) und zieht nach der Hochrechnung sicher ins Abgeordnetenhaus ein.

Welche Koalitionen sind in Berlin möglich?

Die Fortführung der aktuellen rot-rot-grünen Koalition von SPD, Grünen und Linken hätte eine Mehrheit. Mehr als die aktuell 74 geforderten Sitze im Landtag hätte auch das Bündnis aus SPD, CDU und FDP ebenso wie eine Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP.

Eine Kenia-Koalition aus SPD, Grünen und CDU gilt eher als unwahrscheinlich, hätte aber wohl auch eine Mehrheit. Auch eine Jamaika-Koalition aus Grünen, CDU und FDP würde nach jetzigem Stand exakt die 74 geforderten Sitze erhalten.

[Welche Überschneidungen und Hindernisse es zwischen den Parteien bei einer Koalitionsbildung geben könnte, lesen Sie in unserem Koalitions-Navi.]

Wie hoch war die Wahlbeteiligung?

Die Wahlbeteiligung lag laut Landeswahlleitung bei 75,7 Prozent. 2016 hatte sie noch bei 66,9 Prozent gelegen.

Michael Sack
Liveblog

Wahl in zwei Bundesländern - Aktuelle News zur Wahl in Berlin und Schwerin 

Bei den Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin wird die SPD laut vorläufigem amtlichen Endergebnis stärkste Kraft. Aktuelle Daten, Reaktionen und Analysen im Liveblog.

Wahllokale erst nach 18 Uhr geschlossen

Kurz vor offizieller Schließung der Wahllokale am Sonntag hatten allerdings vielerorts noch Wählerinnen und Wähler Schlange gestanden, um ihr Kreuz zu machen.

Hier stehen noch mindestens 100 Leute. Bei anderen Wahllokalen ist es genau das Gleiche, höre ich von Kollegen.
Leiterin eines Wahllokals in Pankow

Erst sehr spät habe das Lokal wieder Stimmzettel für die Bundestagswahl bekommen, diese seien schon am Nachmittag aus gewesen. Die Wartezeit betrage ungefähr eine Stunde. Die Wahl sei ihrer Meinung nach nicht gut vorbereitet gewesen, es seien von Anfang an mehr Stimmzettel nötig gewesen. Alle die noch vor 18 Uhr angestanden haben, durften aber noch wählen.

Erst um kurz vor 20 Uhr schlossen die letzten Wahllokale. Die Berliner Landeswahlleiterin Petra Michaelis erwartet aber keine Verzerrung der Wahlergebnisse durch die späte Stimmabgabe mancher Berlinerinnen und Berliner.

[Welche Partei in welchem Wahlbezirk vorne liegt, zeigt unser interaktives Wahlkreis-Tool.]

Wie reagiert SPD-Spitzenkandidatin Franziska Giffey?

Giffey hielt sich die Koalitionsfrage am Montag offen. "Wir wollen gerne so viel SPD-Programm wie möglich hinbekommen in den Koalitionsverhandlungen", sagte die SPD-Spitzenkandidatin im RBB Inforadio.

Zu Sondierungsgesprächen will die SPD die Grünen, die CDU, die Linke und die FDP einladen, wie Parteichef Raed Saleh der Deutschen Presse-Agentur sagte.

Statement von Franziska Giffey im Video.

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1 min
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Wie reagiert Grünen-Spitzenkandidatin Bettina Jarasch?

Grünen Spitzenkandidatin Bettina Jarasch hat im ZDF erklärt, sie habe nicht erwartet, dass es so ein enges Kopf-an-Kopf Rennen gebe. Dankbar sei sie auch für die Zivilgesellschaft, die die Partei so getrieben habe, wie nie zuvor. "Wir müssen Berlin zu einer grünen Hauptstadt machen, fit für den Klimawandel. Das ist unsere Aufgabe."

Am Montag sagte sie dem Sender Phoenix, sie wolle an einem "progressiven Regierungsbündnis" mit SPD und Linken festhalten. 

Das Statement von Bettina Jarasch im Video.

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1 min
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Wie reagieren die Spitzenkandidaten der anderen Parteien?

  • Kai Wegner (CDU): "Wir haben uns mehr erhofft. Der Bundestrend hat uns nicht geholfen, der hat uns schon ziemlich hart in das Gesicht geblasen.
  • Klaus Lederer (Die Linke): "Wenn es nach uns geht, machen wir das auch weiter", sagte Lederer zu einer potenziellen Fortführung der amtierenden rot-rot-grünen Koalition. Man habe gemeinsam viel erreicht.
  • Kristin Brinker (AfD): "Wir machen das Beste draus, wir werden auf jeden Fall eine starke Oppositionspartei bleiben."
  • Sebastian Czaja (FDP): "Es gilt was vor der Wahl galt: Wir schließen Gespräche mit AfD und Linken aus und sind gesprächsbereit für ein Bündinis der Mitte in dieser Stadt."

Weitere Redaktionen der Spitzenkandidatinnen und -kandidaten im Video.

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5 min
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Wen wählten Frauen und Männer?

Große Unterschiede im Wahlverhalten kann man zwischen Männern und Frauen nicht ausmachen. Bei beiden Gruppen ist die SPD stärkste Kraft und verweist die Grünen auf den zweiten Platz.

Grafik: Wahl in Berlin Wen wählten ... Frauen
Quelle: ZDF/Forschungsgruppe Wahlen

Auch die Linke und die CDU werden von Frauen und Männern gleichermaßen gewählt, während AfD und FDP eher von den Männern bevorzugt werden.

Grafik: Wahl in Berlin Wen wählten ... Männer
Quelle: ZDF/Forschungsgruppe Wahlen
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