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Landtagswahl 2021 : Sachsen-Anhalt: Das sagen die Kandidaten

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Sachsen-Anhalt wählt am Sonntag einen neuen Landtag. Mit welchen Zielen gehen die Spitzenkandidatinnen und -kandidaten ins Rennen? Das ZDF-Morgenmagazin hat nachgefragt.

Reiner Haseloff (CDU): "Am sichersten mit mir"

Kurz vor der Wahl in Sachsen-Anhalt hat Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) erneut jede Kooperation mit der AfD abgelehnt. "Reiner Haseloff steht für die demokratische Mitte", sagte der 67-jährige Regierungschef im ZDF. Das sei auch die Position der gesamten Landes-CDU.

Mit mir wird es keine Konsequenzen in irgendeiner Weise in Richtung rechts, auch nicht nach links geben.
Reiner Haseloff, CDU

In Sachsen-Anhalt könne nach der Wahl am Sonntag eine "demokratische, starke" Regierung gebildet werden, die auf eine eigene Mehrheit zurückgreifen könne, fügte Haseloff an. Dies sei sein klares Ziel, für das er werbe.

Haseloffs CDU kommt laut aktuellem ZDF-Politbarometer auf 30 Prozent der Stimmen, die AfD würde mit 23 Prozent zweitstärkste Partei. Derzeit regiert in Sachsen-Anhalt unter Haseloff eine Kenia-Koalition aus CDU, SPD und Grünen.

Oliver Kirchner (AfD): "Verfassungsschutz - kein Maßstab"

Der AfD-Spitzenkandidat Oliver Kirchner sagte im ZDF: "Wenn Verbrecher ein Vorbild sein sollen - das fällt bei mir aus. Dieser Verfassungsschutz ist für mich kein Maßstab." Kirchner übte auch Kritik an der Corona-Politik von Bund und Landesregierung.

Ich glaube, dass wir den Menschen die Freiheit zurückgeben müssen.
Oliver Kirchner, AfD

Kirchner gilt als Rechtsaußen in der AfD und zählte zum rechtsnationalen, inzwischen formal aufgelösten "Flügel" der Partei. Auf die Frage, wie rechtsextrem er sei, sagte er: "Ich bin überhaupt nicht rechtsextrem." Er habe nie Kontakte zu rechtsradikalen Gruppen gehabt.

Eva von Angern (Linke): "Dürfen uns nicht tot sparen"

"Wir müssen investieren, um die Wirtschaft wieder aufzubauen", sagte Eva von Angern, Spitzenkandidatin der Linken, im ZDF. "Dabei denken wir an eine Vermögensabgabe und eine Vermögenssteuer." Laut Politbarometer käme die Linke bei der Wahl am Sonntag auf 11,5 Prozent und damit auf den dritten Platz.

Katja Pähle (SPD): "Setzen auf Interessen der Bürger"

SPD-Spitzenkandidatin Katja Pähle sagte im ZDF, ihre Partei werde bis zum Wahlsonntag "für eine starke SPD im Landtag kämpfen und streiten". Die Sozialdemokraten wollten auch "in der nächsten Landesregierung eine prägende Kraft sein".

"Wir wollen in Gesundheitsprogramme und Bildungsprogramme investieren", so Pähle. "Und wir setzen stark auf Digitalisierung". Laut Politbarometer käme die SPD auf 10 Prozent der Stimmen.

Cornelia Lüddemann (Grüne): "Bilanz ist gut"

Die Grünen stehen wieder bereit für eine weitere Regierungsbeteiligung. "Ich will auf jeden Fall weiterregieren", sagte Spitzenkandidatin Cornelia Lüddemann im ZDF. Dies sei "die einzige Möglichkeit, um tatsächlich Inhalte durchzusetzen". Die Bilanz ihrer Partei sei gut.

Dem Politbarometer zufolge könnten die Grünen in Sachsen-Anhalt am Sonntag auf neun Prozent kommen und somit ihr Ergebnis im Vergleich zur letzten Landtagswahl fast verdoppeln.

Lydia Hüskens (FDP): "Westdeutschen Fokus ändern"

"Uns geht es darum, Probleme zu lösen, zu identifizieren und eine Politik zu machen, bei der die Menschen sich mitgenommen fühlen", sagt FDP-Spitzenkandidatin Lydia Hüskens im ZDF.

Die FDP sieht das jüngste Politbarometer bei 6,5 Prozent und kann somit nach zehn Jahren auf den Wiedereinzug in den Landtag hoffen. Hüskens hatte wiederholt die Bereitschaft zu einer Regierungsbeteiligung erklärt. Über mögliche Konstellationen wollte sie aber nicht spekulieren. Es müsse zunächst das Ergebnis am Wahlabend abgewartet werden. "Da werden wir schauen, welche Aufgabe wir bekommen vom Wähler, und damit konstruktiv umgehen."

Wahlplakate für die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt der Parteien Die Linke (l-r), SPD, FDP und CDU stehen an einem Straßenrand

ZDF-Politbarometer Extra - Sachsen-Anhalt: CDU deutlich vor AfD 

Kurz vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt liegt die CDU klar vor der AfD. Das zeigt das aktuelle ZDF-Politbarometer Extra.

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