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Wie geht es Amerika 100 Tage vor der Wahl?

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Corona und Rassismus - Wie geht es Amerika 100 Tage vor der Wahl?

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Der Countdown bis zur Wahl läuft und das Land kämpft gleich gegen drei Krisen: Corona, die kaputte Wirtschaft und ein massives Rassismus-Problem. Amerika steht am Scheideweg.

100 Tage vor der US-Wahl - Trump
Nach aktuellen Umfragen liegt US-Präsident Donald Trump hinter Joe Biden.
Quelle: dpa

100 Tage haben sie noch Zeit. 100 Tage, um das Land von sich zu überzeugen. Wer ist der bessere Krisenmanager? Laut einem Umfragedurchschnitt liegt Herausforderer Joe Biden aktuell 8,6 Punkte vor US-Präsident Trump. Die Geschichte zeigt: Es wäre voreilig, jetzt schon anzunehmen, dass Biden am Ende wirklich die Nase vorn hat.

Corona hat Einfluss auf Umfragen

Lange schien klar zu sein: Wer für Präsident Trump ist, ist auch für eine schnelle Öffnung der Wirtschaft. Die propagierte der Präsident selbst wochenlang. Für Trump zu sein, hieß meist auch, das Coronavirus nicht ganz ernst zu nehmen, keine Maske zu tragen. Hier hat der Präsident nun eine Rolle rückwärts gemacht.

Auf einmal ist Maske tragen "patriotisch", wie Trump sagt. Drei Monate vor der Wahl ändert er aufgrund aktueller schlechter Umfragewerte seinen Kurs. [Lesen Sie hier, woher Trumps Masken-Kehrtwende kommt.]

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Denn die Hälfte der Amerikaner macht sich immer mehr Sorgen, dass sie selbst oder Familienmitglieder am Coronavirus erkranken könnten. So wollen inzwischen 72 Prozent der Amerikaner lieber die Corona-Beschränkungen hinnehmen als eine vorschnelle Öffnung der Wirtschaft.

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Wirtschaft entscheidend für die Wahl

Einige glauben nicht mehr an einen raschen wirtschaftlichen Aufschwung. 47 Prozent sind überzeugt, dass sie ihren Job endgültig verloren haben. Deshalb protestiert Kamerafrau und DJane Jacklyn Nielsen mit vielen anderen vor dem Capitol in Washington, D.C. "Der letzte Tag, an dem ich Arbeit hatte, war der 11. März." Ihre Branche lebt von großen Veranstaltungen mit vielen Besuchern. Sie glaubt nicht daran, dass sie in diesem Jahr noch einmal einen Job findet.

Die andere Hälfte der Amerikaner ist nach wie vor überzeugt: Wenn einer es schafft, die Wirtschaft wieder in Gang zu bringen, dann Trump. Unter anderem durch seine Steuerreform und einer "America first"-Außenhandelspolitik wuchs die amerikanische Wirtschaft noch vor Corona im letzten Jahr um 2,3 Prozent.

Dennis hat ein Transportunternehmen an der Küste von New Hampshire. Die meisten seiner Mitarbeiter musste er entlassen. Doch er ist überzeugt: Nur einer wie Trump, selbst erfolgreicher Geschäftsmann, weiß, wie man die Wirtschaft wieder ankurbelt.

Die dritte Krise heißt Rassismus

Und als wären die Sorgen durch Corona nicht groß genug, erlebt das Land derzeit eine Rassismus-Debatte, wie es sie seit der Bürgerrechtsbewegung nicht mehr gegeben hat. Dearest Pryce ist mit ihrer Tochter vor das Weiße Haus gekommen, um sich den Ort anzuschauen, an dem der Präsident vor wenigen Wochen friedlich demonstrierende Menschen gewaltsam entfernen ließ.

US-Präsident Trump darf weiterhin Bundespolizisten bei Demonstrationen in Oregon einsetzen.

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"Der Präsident kümmert sich nicht um schwarze Menschen, er kümmert sich nicht um den systematischen Rassismus in diesem Land." Dearest ist eine Woman of Color, sie will nicht einen Tag länger unter der Trump-Regierung leben. Ob es tatsächlich nur noch 100, oder aber viel mehr Tage sind, entscheidet sich am 3. November.

Der Autorin auf Twitter folgen: @Alica_Jung

Streaming-Tipp: ZDF-Korrespondent Elmar Theveßen hat in einer Dokumentation für das auslandsjournal Trumps Verhalten in der Corona-Krise untersucht:

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