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Wahlkreise in Rheinland-Pfalz - SPD punktet auf dem Land, Grüne in Mainz

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Die politische Landkarte in Rheinland-Pfalz bleibt auch nach der Wahl mehr rot als schwarz gefärbt. Ein kleiner grüner Punkt als Überraschung: Die Grünen erhalten ein Direktmandat.

Ergebnisse der Wahlkreise Rheinland-Pfalz 2021
Ergebnisse der Wahlkreise Rheinland-Pfalz 2021
Quelle: Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz/ZDFheute

Die politische Landkarte von Rheinland-Pfalz hat sich nach der Landtagswahl für die SPD nicht erheblich verändert - sie bleibt stärkste Partei. Laut vorläufigem Endergebnis erreichte die SPD unter Ministerpräsidentin Malu Dreyer 35,7 Prozent der Stimmen, die CDU unter Christian Baldauf stürzte auf ein historisch schlechtes Wahlergebnis ab und kommt auf 27,7 Prozent.

Grüne erhalten erstmals ein Direktmandat

In den Wahlkreisen konnte sich die SPD bei den Erststimmen 28 der 52 Wahlkreismandate sichern, die CDU kommt auf 23 Direktmandate. Das höchste Erststimmenergebnis erzielte Dreyer für die SPD mit 47,7 Prozent in Trier. Danach folgen der CDU-Kandidat Dennis Junk im Wahlkreis Wittlich (45,4 Prozent), der CDU-Kandidat Horst Gies in Bad Neuenahr-Ahrweiler (45,2 Prozent) und Denis Alt für die SPD im Wahlkreis Kirn/Bad Sobernheim (42,5 Prozent).

SPD und Grüne sehen sich von den Ergebnissen der Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg bestätigt. Die CDU hingegen sucht nach Erklärungen für die Stimmverluste.

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Zum ersten Mal haben die Grünen ein Direktmandat im Mainzer Parlament gewonnen. Im Wahlkreis Mainz I erhielt Katharina Binz 29,6 Prozent der Erststimmen, wie die Landeswahlleitung mitteilte. Die 37-jährige Politikwissenschaftlerin und ehemalige Grünen-Landesvorsitzende konnte sich damit vor Johannes Klomann von der SPD durchsetzen, der den Wahlkreis 2016 gewonnen hatte und nun mit 29,2 Prozent knapp hinter Binz landete.

SPD punktet mehr auf dem Land als in der Stadt

Auch bei den Zweitstimmen ist das Land fest in SPD-Hand: Die SPD erreichte in 48 der 52 Wahlkreise die meisten Stimmen, wie aus einer Analyse des Landeswahlleiters hervorgeht. Die CDU liegt bei den Zweitstimmen nur in 4 Wahlkreisen vorn, die alle im Norden des Landes liegen.

SPD-Hochburgen mit einem Zweitstimmenanteil von mehr als 40 Prozent sind der Landkreis Kusel (41,8), der Rhein-Lahn-Kreis (40,5) und der Landkreis Trier-Saarburg (40,1). Anders als bei der Wahl vor fünf Jahren schneiden die Sozialdemokraten diesmal in Landkreisen (36,1 Prozent) besser ab als in den kreisfreien Städten (34,5 Prozent).

Die SPD siegt in so vielen Landkreisen wie bei keiner der letzten zehn Landtagswahlen.
Bericht des Landeswahlleiters

Erstmals erreichte die Partei auch eine Mehrheit im Landkreis Vulkaneifel, in dem zuvor seit 1979 die CDU stärkste Partei war.

CDU verliert Stimmen in den Landkreisen

So muss die CDU diesmal in den Landkreisen höhere Verluste hinnehmen als in den kreisfreien Städten. Allein im Eifelkreis Bitburg-Prüm verliert die Partei 11,2 Prozentpunkte im Vergleich zur Wahl von 2016. Wie bei allen Landtagswahlen seit 1991 erzielen die Christdemokraten im Landkreis Cochem-Zell ihr bestes Ergebnis mit 38,9 Prozent, danach folgt der Kreis Ahrweiler mit 33,8 Prozent.

Ministerpräsidentin Malu Dreyer wurde bei den Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz in ihrem Amt bestätigt. Die CDU schneidet historisch schlecht ab. Überraschend war der Sieg der Freien Wähler, die mit knapp über 5 Prozent in den Landtag ziehen.

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Von den kreisfreien Städten kann die CDU nur in Koblenz und Frankenthal - dem Heimatwahlkreis von Spitzenkandidat Christian Baldauf - einen höheren Anteil an Zweitstimmen erreichen als im Landesdurchschnitt.

[Mehr Hintergründe: Die Wahl in Rheinland-Pfalz auf einen Blick]

Die Grünen finden in den kreisfreien Städten mit 13,7 Prozent weiterhin mehr Unterstützung als in den Landkreisen (8,0 Prozent). Ihre besten Ergebnisse erreicht die Partei in der Landeshauptstadt Mainz (18,7 Prozent) sowie in Trier (17,2) und Landau (16,7). Am schlechtesten schneiden die Grünen in der Stadt Pirmasens und im Kreis Südwestpfalz ab, dort sind es jeweils 5,1 Prozent.

AfD bleibt hinter Ergebnis von 2016 zurück

Die AfD erreicht in den kreisfreien Städten ebenso 8,3 Prozent wie in den Landkreisen und bleibt überall hinter ihrem Ergebnis von 2016 zurück. Am größten sind die Verluste in Ludwigshafen mit 7,4 Prozentpunkten, am geringsten in der AfD-Hochburg Pirmasens mit 1,2 Prozentpunkten. Über dem Landesdurchschnitt schneidet die Partei vor allem im südlichen Rheinhessen und in der Pfalz ab.

Mit 35,7 Prozent sind die Sozialdemokraten in Rheinland-Pfalz die stärkste Partei. Die Grünen haben kräftig zugelegt und erreichen 9,3 Prozent. Verlierer sind die CDU und die AfD.

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Auch bei der FDP gibt es kaum Unterschiede zwischen Landkreisen (5,5 Prozent) und Städten (5,4 Prozent). Die meisten Stimmen erhalten die Liberalen im Rhein-Hunsrück-Kreis mit 6,7 Prozent, die wenigsten im Kreis Kusel (4,0 Prozent).

Freie Wähler erstmals im Landtag vertreten

Die erstmals im Landtag vertretenen Freien Wähler sind auf dem Land (5,9 Prozent) stärker präsent als in den kreisfreien Städten (3,6 Prozent). In der Landeshauptstadt Mainz kommen sie nur auf 1,9 Prozent der Zweitstimmen. Ihr mit Abstand bestes Ergebnis erreichen die Freien Wähler im Eifelkreis Bitburg-Prüm mit 21,3 Prozent.

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