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Interview

Ost-Beauftragter Wanderwitz - AfD-Wähler "in die Mitte zurückholen"

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Der Ost-Beauftragte der Bundesregierung hat nicht mit einem so klaren Vorsprung zur AfD in Sachsen-Anhalt gerechnet. Der Anteil an AfD-Wählern ist Wanderwitz (CDU) dennoch zu groß.

"Ja, es gibt gewinnbare Wählerinnen und Wähler, Gott sei Dank, aber das wird eine schwierige Aufgabe werden", so der Ostbeauftragte der Bundesregierung, Marco Wanderwitz (CDU) und "es gibt auch einen gewissen Teil der ist überhaupt nicht erreichbar".

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Die CDU konnte bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt einen deutlichen Vorsprung gegenüber der AfD erzielen - entgegen der Umfragen im Vorfeld, die ein engeres Rennen prognostiziert hatten. Für den Beauftragten der Bundesregierung der neuen Bundesländer, Marco Wanderwitz (CDU), war das ein erfreulicher Wahlabend. Dennoch äußert er im Interview mit dem ZDF heute journal update gewisse Sorgen: Es gebe nach wie vor einen Teil der Wählerschaft, der "momentan nicht erreichbar" sei.

… zu dem Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt

Die Prognosen für die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt sagten keinen so klaren Sieg für die CDU voraus. Auch Wanderwitz hätte nicht mit einem so deutlichen Vorsprung der CDU gegenüber der AfD gerechnet: "Umso mehr freue ich mich natürlich über das Ergebnis. Das war ein schöner Wahlabend, davon gerne mehr."

Er sei davon ausgegangen, dass es "wieder knapper" werde, weil die letzten Landtagswahlen in den neuen Bundesländern "immer relativ knapp" waren und weil es ebenso knappe Umfragen gab.

In Sachsen-Anhalt hat knapp jeder fünfte Wähler unter 30 Jahren die AfD gewählt. Was macht die Partei am rechten Rand so attraktiv für junge Wähler?

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… zu dem Anteil der AfD-Wählerinnen und -Wähler

Zuvor stand Wanderwitz wegen seiner Aussage, viele Ostdeutsche seien auch nach 30 Jahren noch nicht in der Demokratie angekommen, stark in der Kritik. Im Interview mit dem ZDF heute journal update verteidigte er diese Äußerung.

"Ich habe da nichts zurückzunehmen", so Wanderwitz. Auch dieses Wahlergebnis bestätige ihn in seiner Einschätzung. Mehr als 20 Prozent der Wählerinnen und Wähler "haben eine rechtsradikale Partei gewählt und das ist kein Zustand, mit dem ich mich abfinden möchte".

Das Positive sei, dass der Anteil derer, die "nicht rechtsradikal gewählt haben, nochmal deutlich größer" geworden sei.

Was lässt sich vom Ergebnis der eher kleinen Landtagswahl in Sachsen-Anhalt für die Bundestagswahl ableiten? Zunächst nicht viel. Doch die Wirkung auf das politische Klima ist nicht zu unterschätzen. Denn die Stimmung eines Wahlabends schafft auch Fakten.

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… zur Ausrichtung der CDU

Die meisten Wählerinnen und Wähler, die die CDU in Sachsen-Anhalt gewinnen konnte, seien von dem "Lager der Nicht-Wähler" gekommen. Der Anteil, den man aus Richtung AfD holen konnte, sei deutlich kleiner gewesen. "Es gibt gewinnbare Wählerinnen und Wähler, Gott sei Dank, aber das wird eine schwierige Aufgabe" werden, die Zeit brauche. Es gebe allerdings auch einen Teil, der "momentan überhaupt nicht erreichbar" sei.

Außerdem betonte Wanderwitz, dass die CDU auf die richtige Ausrichtung aufpassen müsse. "Ja, ich habe auch den Anspruch, Wählerinnen und Wähler der AfD zurückzugewinnen, aber ich will sie sehr deutlich in die Mitte zurückholen."

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