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Mögliche Maaßen-Kandidatur - Wanderwitz: "Das ist Irrsinn"

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Der frühere Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen, will für den Bundestag kandidieren. Bei Parteikollege Marco Wanderwitz stößt das auf scharfe Kritik.

Marco Wanderwitz, Ostbeauftragter der Bundesregierung.
Marco Wanderwitz, Ostbeauftragter der Bundesregierung.
Quelle: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Der Ostbeauftragte der Bundesregierung, Marco Wanderwitz, hat die Absicht des früheren Präsidenten des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen, für die CDU für den Bundestag zu kandidieren, in scharfer Form kritisiert.

"Das ist Irrsinn", sagte der sächsische CDU-Bundestagsabgeordnete dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Samstag). "Aus meiner Sicht ist Herr Maaßen in Stil und Inhalt schon länger nicht mehr kompatibel mit der Christlich-Demokratischen Union", fügte Wanderwitz hinzu.

Maaßen will in Südthürigen antreten

Maaßen hatte angekündigt, er wolle im September für die CDU in den Bundestag einziehen. Er wolle für den Wahlkreis 196 in Südthüringen antreten, bestätigte der 58-Jährige am Donnerstag auf dpa-Anfrage.

Hans-Georg Maaßen am 12.09.2018 in Berlin

Ex-Verfassungsschutzchef - Maaßen will für die CDU in den Bundestag 

Nach Kontroversen verlor Hans-Georg Maaßen 2018 sein Amt als Chef des Verfassungsschutzes. Jetzt will er für den Bundestag kandidieren.

In diesem Wahlkreis war bei der Bundestagswahl 2017 der mittlerweile aus der Partei ausgetretene Mark Hauptmann gewählt worden, gegen den in der Maskenaffäre der Union ein Ermittlungsverfahren läuft.

Maaßens Ankündigung löst Debatten aus

Der Vorschlag löste vor allem im Netz kontroverse Debatten aus. Der Thüringer CDU-Landeschef Christian Hirte hatte dazu am Freitag getwittert: "Ich teile viele Sichtweisen und den Stil von Maaßen nicht. Für die CDU Thüringen steht aber fest: Politik für Thüringen ohne AfD und Linke!"

Die Entscheidung über den Bundestagskandidaten liege aber satzungsgemäß bei den Delegierten der vier CDU-Kreisverbände in Südthüringen. Der Wahlkreis 196 umfasst neben Schmalkalden-Meiningen die Kreisverbände Hildburghausen und Sonneberg sowie die kreisfreie Stadt Suhl.

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