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Merkel kritisiert Sorglosigkeit der Deutschen

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"Ich werde unruhig" - Merkel kritisiert Sorglosigkeit der Deutschen

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Bundeskanzlerin Angela Merkel macht sich Sorgen um die Corona-Disziplin der Deutschen. Wenn Menschen keinen Abstand hielten, werde sie unruhig, sagt sie im ZDF.

Sehen Sie hier die komplette Sendung "Was nun?" Kanzlerin Angela Merkel (CDU) im Gespräch mit Bettina Schausten und Peter Frey.

Beitragslänge:
20 min
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Schlauchbootpartys in Berlin, Familienfeiern, wenig Abstand: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) kritisiert die zunehmende Sorglosigkeit der Deutschen im Umgang mit dem Coronavirus. In der ZDF-Sendung "Was nun?" sagt Merkel:

"Ich werde unruhig, wenn Menschen glauben, wir brauchen die Abstandsmaßnahmen nicht mehr. Die brauchen wir."
Angela Merkel

Sie glaube, dass Grundmaßnahmen nach wie vor eingehalten werden müssten. "Ein Meter fünfzig. Dort, wo man die nicht einhalten kann: Maske tragen. Das ist absolut notwendig", so Merkel. Das werde so lange auch so bleiben, bis es einen Impfstoff oder ein Medikament gebe.

Vielleicht denke man in einem Gottesdienst auch: "Na meine Güte, warum denn da nicht singen", sagt Merkel. Allerdings lerne man immer mehr über das Virus. Und dort, wo gesungen wurde oder wo man "eng in einer Bar zusammengesessen" habe, da passierten eben neue Infektionen.

Merkel will Mehrwertsteuersenkung begrenzen

In dem Interview verteidigt Merkel auch das milliardenschwere Konjunkturpaket der Großen Koalition. Merkel weist unter anderem Überlegungen zurück, die Mehrwertsteuer über den 31. Dezember hinaus zu senken. Dieses Datum sei für sie "ein Stichtag". Zwar wisse man nicht, wie sich die Pandemie entwickele, aber: "Wir setzen darauf, dass die Mehrwertsteuersenkung ausläuft."

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Eine kurzfristige Senkung der Mehrwertsteuer sei genau richtig. "Wir haben die schwierigste wirtschaftliche Lage seit Bestehen der Bundesrepublik Deutschland." Zuvor hatte der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) eine Verlängerung der Mehrwertsteuersenkung nicht ausgeschlossen. Merkel räumte ein, dass die Kosten für die Senkung der Mehrwertsteuer mit neuen Schulden umgesetzt werde. Das sei Geld, das spätere Generationen bezahlen müssen.

Die Frage, ob sie über eine mögliche fünfte Amtszeit als Kanzlerin nachdenke, beantwortete Merkel kurz: "Nein. Wirklich nicht." Ihr Nein zu dieser Frage stehe "ganz fest".

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