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Wasserstoff: Kabinett beschließt Strategie

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Hoffnungsträger für Klimaschutz - Wasserstoff: Kabinett beschließt Strategie

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Bis 2050 soll Deutschland "klimaneutral" sein. Das soll auch mit Wasserstoff als Energieträger gelingen. Das Kabinett beschließt nun die lange strittige Wasserstoff-Strategie.

Wasserstoff als Zukunftsenergie: Treibstoff für Fabriken, Stahlkocher, LKW und Flugzeuge. Doch Wasserstoff herzustellen kostet wiederum viel Energie. Die Bundesregierung investiert 9 Milliarden Euro im Rahmen einer nationalen Wasserstoffstrategie.

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Die Bundesregierung will Deutschland bei der Nutzung von Wasserstoff weltweit zum Vorreiter machen. Das Bundeskabinett hat am Mittwoch ihre Strategie zum Aufbau einer Wasserstoff-Industrie beschlossen, unter anderem finanziert aus dem Konjunkturpaket.

Bis 2040 Kapazität von zehn Gigawatt

Insgesamt sieht das Konzept Mittel von neun Milliarden Euro vor. Bis spätestens 2040 sollen Elektrolyse-Kapazitäten von zehn Gigawatt aufgebaut werden. Dies entspricht der Leistung von zehn Atomkraftwerksblöcken.

Gefördert werden soll die Produktion durch Abgabe-Befreiungen für Strom aus Wind oder Sonne, mit dem Wasserstoff aus Wasser erzeugt werden soll. Zwei Milliarden Euro stehen für Konzepte mit internationalen Partnern besonders in Europa bereit.

Wasserstoff-Strategie: Darum geht's:

Fokus auf grünem Wasserstoff

Mit Hilfe von Wind- oder Sonnenstrom erzeugter Wasserstoff - sogenannter grüner Wasserstoff - gilt als zentraler klimafreundlicher Brennstoff gerade für die Industrie. Während bei Autos der direkte elektrische Antrieb favorisiert wird, fehlen klimafreundliche Lösungen für Schwerlaster, Schiffe sowie Chemie- und Stahlindustrie.

Klar ist, dass mittelfristig Wasserstoff etwa aus sonnen- und windreichen Gegenden Südeuropas oder Afrikas importiert werden muss. Wind- und Sonnenstrom aus Deutschland werden dies allein nicht leisten können.

Grüne fordern Nachbesserungen

Erst vergangene Woche hatte sich die schwarz-rote Koalition bei den Streitpunkten geeinigt. Die Opposition kritisiert jedoch die Strategie: Sie sei zum Scheitern verurteilt, wenn nicht nachgebessert werde, sagte Grünen-Fraktionsvize Oliver Krischer. Es sei überhaupt nicht klar, wer den Wasserstoff überhaupt abnehmen soll. Deswegen seien verpflichtende Beimischungsquoten etwa im Luftverkehr nötig. Zudem riet er dazu, sich von Wasserstoff im Pkw-Bereich zu verabschieden, Elektroautos seien viel günstiger und effizienter.

FDP-Fraktionsvize Michael Theurer bemängelte, dass der Aktionsplan voller Prüfaufträge bleibe, dabei müsse es jetzt rasch an die Umsetzung gehen. Theurer pochte zudem auf eine europäisch abgestimmte Importstrategie und forderte eine "Europäische Wasserstoffunion", die auch Projekte in Südeuropa und Afrika fördere.

Wie produziert man grünen Wasserstoff - und wie funktioniert die Technologie? Die wichtigsten Fakten im Video.

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