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Baerbock zu Klimakonferenz : "Es braucht endlich Verbindlichkeit"

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Die Zeit im Kampf gegen den Klimawandel rennt davon, sagt Grünen-Chefin Annalena Baerbock. Deshalb müsse endlich gehandelt werden - vor allem durch die großen Industrienationen.

Die Appelle aus Glasgow nach einer "klimaneutralen Industrie" müssten endlich umgesetzt werden, fordert Annalena Baerbock, Bundesvorsitzende B'90/Die Grünen.

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Im Kampf gegen den Klimawandel hat Grünen-Chefin Annalena Baerbock verbindliche Beschlüsse bei der Weltklimakonferenz im schottischen Glasgow gefordert. "Es braucht endlich Verbindlichkeit", sagte sie im ZDF Morgenmagazin. Die bisher vorgelegten nationalen Programme reichten nicht, um das Ziel zu erreichen, die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen.

All die Appelle, die es dort jetzt gibt: Kohleausstieg, Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor, endlich Schutz der Wälder und vor allem einen riesengroßen Technologiesprung zu einer klimaneutralen Industrie, das muss jetzt endlich gemacht werden und nicht nur versprochen werden.
Annalena Baerbock, Grünen-Chefin

Baerbock betonte die Bedeutung eines gemeinsamen Handelns. Sie begrüßte die von Klimaexperte Mojib Latif vorgeschlagene "Allianz der Willigen".

Ich halte es für absolut sinnvoll, dass es eine wirkliche Klima-Außenpolitik gibt, weil es sind die großen Industriestaaten, die uns in dieses Desaster hineingeführt haben. Durch die Verbrennung von fossiler Energie haben wir Industrien geschaffen.
Annalena Baerbock, Grünen-Chefin

Klimaforscher Prof. Mojib Latif hat für die Weltklimakonferenz in Glasgow „wenig Hoffnung“ und fordert eine „Allianz der Willigen“, wie Deutschland und die USA.

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Baerbock: Alle Energien in Klimaschutz investieren

Nun müsse man dafür sorgen, dass der Wohlstand, der bisher auf fossiler Energie basiert, auf klimaneutrale Energie umgebaut werde. Da müssten die großen Industriestaaten vorangehen, so Baerbock.

Wenn die sich jetzt zusammentun und wirklich was machen, dann können wir das Ruder noch rumreißen, aber die Zeit läuft uns davon. Und deswegen ist es so wahnsinnig wichtig, dass wir jetzt mit voller Kraft vorangehen.
Annalena Baerbock, Grünen-Chefin

Mit den erneuerbaren Energien habe man die Revolution im Strombereich angestoßen und das bräuchte es jetzt auch für die gesamte Industrie.

Bei der UN-Klimakonferenz im schottischen Glasgow kommen am heutigen Dienstag erneut zahlreiche Staats- und Regierungschefs zu Wort. Zudem wird eine Initiative von 100 Staaten vorgestellt, die bis 2030 die Zerstörung von Wäldern und anderen Landschaften stoppen wollen.

Ob Queen Elizabeth oder Sir David Attenborough, am zweiten Tag von COP 26 in Glasgow wurde die Politik aufgefordert, endlich zu handeln.

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Baerbock: Bei früherem Kohle-Ausstieg Ampel-Partner in der Pflicht

Zu den aktuellen Koalitionsverhandlungen äußerte sich Baerbock indes zurückhaltend - bei der Minister-Suche ebenso wie bei der Besetzung des geplanten Klimaministeriums. Auf die Frage nach einem Vetorecht für dieses Ministerium sagte die Grünen-Chefin lediglich: "Es braucht jedenfalls Verbindlichkeit".

Bei der Frage nach einem früheren Ausstieg aus der Kohle bereits bis zum Jahr 2030 in Deutschland sieht Baerbock auch die beiden anderen Parteien einer geplanten Ampelkoalition in der Pflicht. "Es kann nicht die Aufgabe einer Partei im Koalitionsgespräch sein, sondern alle drei Parteien müssen dafür sorgen, dass Klimaschutz eine Querschnittsaufgabe wird."

In ihrem Sondierungspapier haben SPD, Grüne und FDP festgeschrieben, dass "idealerweise" schon 2030 ein Ausstieg aus der Kohle gelingt. Um dies gesetzlich festzuschreiben, müsse das von der großen Koalition beschlossene Kohleausstiegsgesetz geändert werden, so Baerbock. "Wir müssen es tun, ansonsten ist alles Hohn, was im Wahlkampf versprochen wurde."

Weltkarte mit dem CO2-Ausstoß der Länder vor einer Windkraftanlage und einem Kohlekraftwerk
Grafiken

ZDFheute-KlimaRadar - Daten zum Klimawandel im Überblick 

Wie hat sich das Klima bereits verändert? Wie viel CO2 haben die Länder seit 1990 eingespart? Die wichtigsten Zahlen im KlimaRadar von ZDFheute.

von Michael Hörz, Moritz Zajonz
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