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Neuer Ministerpräsident in NRW - Wüst braucht alle Stimmen  

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Hendrik Wüst soll nach Armin Laschet der neue starke Mann der NRW-CDU sein. Parteichef ist er schon, seine Wahl zum Ministerpräsidenten wird eine Zitterpartie.

Verkehrsminister Wüst soll heute in NRW zum Nachfolger von Ex-Ministerpräsident Laschet gewählt werden. Der 46-jährige ist seit dem Wochenende bereits CDU-Landesvorsitzender.

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Diese Sondersitzung des Düsseldorfer Landtags wird emotional und spannend: Armin Laschet wird verabschiedet, sein designierter Nachfolger Hendrik Wüst soll gewählt werden. Formal hat Laschet sein Amt bereits niedergelegt, er ist jetzt Bundestagsabgeordneter und darf damit nicht mehr Mitglied des Landtags sein.

In Nordrhein-Westfalen soll heute Verkehrsminister Wüst zum Nachfolger des scheidenden Ministerpräsidenten Laschet gewählt werden. Dazu ZDF-Korrespondentin Dorthe Ferber.

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Für Hendrik Wüst ist das Landtagsmandat hingegen Voraussetzung, um Ministerpräsident zu werden. Das schreibt die nordrhein-westfälische Landesverfassung vor - eine Bedingung, die Hendrik Wüst überhaupt erst zum designierten Laschet-Nachfolger gemacht hat.  

Zitterpartie für Hendrik Wüst

Denn Hendrik Wüst war nicht der Einzige aus der nordrhein-westfälischen CDU, der gerne Laschet beerben wollte. Auch dem beliebten Innenminister Herbert Reul wurden Ambitionen nachgesagt, ebenso der versierten Bauministerin Ina Scharrenbach. Nur haben sie kein Landtagsmandat, Hendrik Wüst hingegen schon.

Im größten Landesverband der CDU, in Nordrhein-Westfalen, hat die personelle Erneuerung begonnen: Hendrik Wüst wurde zum Nachfolger von Armin Laschet als Landesparteichef gewählt.

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Seine Wahl wird eine ziemliche Zitterpartie: Die schwarz-gelbe Koalition in Düsseldorf verfügt über genau eine Stimme Mehrheit, Abweichler bei der Wahl des Laschet-Nachfolgers darf es nicht geben.  

Wüst lobt Konkurrenten

"Geschlossenheit" lautet da das Wort der Stunde bei der CDU in Nordrhein-Westfalen. So wurde Hendrik Wüst vergangenes Wochenende mit 98,3 Prozent der Stimmen auf dem CDU-Landesparteitag zum neuen Parteichef nach Armin Laschet gewählt.

Und Wüst ist bemüht, parteiinterne Konkurrenten und Gegner einzubinden: Er lobt die Arbeit der Laschet-Regierung, auch die des liberalen Koalitionspartners - schließlich zählt jede Stimme bei seiner Wahl.  

Die Zuversicht und die Sicherheit, dass diese NRW-Koalition mindestens mit unseren 100 Stimmen Hendrik Wüst wählt, beträgt 100 Prozent.
CDU-Fraktionschef Bodo Löttgen

Auch Krankheitsfälle darf es morgen nicht geben, Löttgen hat seine Abgeordneten schon mal vor der Sitzung zum Zählappell geladen. Für Disziplin bei der CDU dürften dann die schlechten Umfragewerte sorgen. Aktuell liegt die Regierungspartei an Rhein und Ruhr gerade mal bei 22 Prozent, die SPD hingegen ist auf 31 Prozent gestiegen.

Schreckgespenst Neuwahlen

Bei solchen Zahlen sind vorgezogene Neuwahlen aus CDU-Sicht ein Schreckgespenst. Zudem bewerben sich die allermeisten CDU-Abgeordneten bei der nächsten Landtagswahl im Mai erneut um ein Mandat. Sie sind an einer geeinten Partei interessiert, die den Umfragetrend in den kommenden sieben Monaten drehen kann. 

 

NRW-Innenminister Herbert Reul lobt Armin Laschets Führungsstil, er hätte mehr Unterstützung aus den eigenen Reihen verdient. Reul spricht von „Störern“ und von „Disziplinlosigkeit“ bei denen, die Informationen aus vertraulichen Gesprächen weitergeben.

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Dennoch bleibt bei einer geheimen Wahl ein Restrisiko. Was passiert, wenn Wüst im ersten Wahlgang durchfällt, ist offen. Unklar ist, ob Wüst direkt in einen zweiten Wahlgang gehen würde, wenn die eigenen Reihen nicht geschlossen sind. Immerhin bietet die Landesverfassung Wüst und seiner CDU in diesem Fall etwas Zeit zum Nachdenken, denn zwischen ersten und zweiten Wahlgang dürfen zwei Wochen Zeit liegen. 

Erste Amtshandlung schon gewiss

Zudem dürfte die Opposition auf Auflösung des Landtags und vorgezogene Neuwahlen drängen, wenn es die Regierungskoalition nicht schafft, den CDU-Chef zum Ministerpräsidenten zu wählen. Der Wahlkrimi in Düsseldorf könnte so einen zweiten Teil bekommen.  

Sollte CDU-Fraktionschef Löttgen aber Recht behalten mit seiner 100-Stimmen-Prognose, hätte Nordrhein-Westfalen sofort einen neuen Ministerpräsidenten. 

Wüsts erste Amtshandlung dürfte auch schon feststehen: Die Nachfolge an der Spitze des Verkehrsressorts bestimmen – bislang ist der 46-Jährige nämlich selbst Verkehrsminister in Nordrhein-Westfalen.  

Dorthe Ferber leitet das ZDF-Landesstudio in Nordrhein-Westfalen.

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