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Zahlen und Fakten - So geht's Baden-Württemberg

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Hohe Lebenserwartung, viel Sonnenschein und Luft nach oben bei der Impfquote: Baden-Württemberg - ein Überblick in Grafiken.

Blick auf die Landeshauptstadt Stuttgart
Blick auf Stuttgart, Landeshauptstadt von Baden-Württemberg
Quelle: Imago

Baden-Württemberg mit der Landeshauptstadt Stuttgart liegt im Südwesten Deutschlands. Mit einer Fläche von rund 36.000 Quadratkilometern zählt es zu den größten Bundesländern. 11,1 Millionen Menschen - das sind 13,3 Prozent der deutschen Bevölkerung - leben dort in neun Großstädten mit mehr als 100.000 Einwohnern oder auf dem weniger dicht besiedelten Land. Bezogen auf die Fläche und Einwohnerzahl ist Baden-Württemberg das drittgrößte Bundesland Deutschlands.

Die Einwohnerzahl in Baden-Württemberg steigt kontinuierlich. Im Jahr 2019 umfasste die Bevölkerung ungefähr 11,1 Millionen Einwohner. Trotz der bundesweit höchsten Lebenserwartung (Frauen werden durchschnittlich 84,4 Jahre alt, Männer 79,8 Jahre) starben mehr Menschen als geboren werden. Das Geburtendefizit betrug 2019 2.597 Menschen, was zum deutschen Mittel von 10.089 vergleichsweise niedrig ist. Ohne Zuwachs von außen würde die Bevölkerungszahl schrumpfen. 2019 sind mehr Menschen nach Baden-Württemberg zu- als weggezogen, der Wanderungssaldo betrug somit 37.782.

Und das Wetter? Mit durchschnittlich 1.900 Sonnenstunden in Deutschland war das Jahr 2020 vergleichsweise sonnenscheinreich, mit 710 Litern Niederschlag relativ trocken. Baden-Württemberg lag bei beiden Werten über dem Mittel: Mit 2.053 Sonnenstunden schien in BaWü die Sonne mehr als in jedem anderen Bundesland und auch mit 781 Litern Niederschlag lag es über dem deutschen Durchschnitt.

Der Pro-Kopf-Energie-Verbrauch sank: Wurden 2010 noch 147,7 Giga-Joule (GJ) pro Kopf verbraucht, waren es 128,4 GJ im Jahr 2018. Parallel erhöhte sich der Anteil erneuerbarer Energien kontinuierlich auf 13,8 Prozent, lag aber nur knapp über dem deutschen Durchschnitt von 13,7 Prozent. Die hohe Sonnenstundenzahl lohnte sich: Photovoltaik machte in den letzten Jahren bei den erneuerbaren Energien den größten Anteil aus.

2019 beendeten in Baden-Württemberg 5,8 Prozent der Jugendlichen ihre schulische Laufbahn ohne einen Abschluss. 2019 lag diese Quote im Durchschnitt in Deutschland bei 6,8 Prozent. Bei den Schulabschlüssen mit allgemeiner Hochschulreife lag Baden-Württemberg mit 42,6 Prozent etwas über dem bundesdeutschen Durchschnitt von 40,2 Prozent.

Und wie sieht die Breitbandversorgung in Baden-Württemberg aus? 54,1 Prozent der Bevölkerung im ländlichen Raum war Mitte 2020 mit 100 Mbit/s-Breitband versorgt, in der Stadt waren es 93,7 Prozent. Den digitalen Anspruch, in einem Corona-Jahr Unterricht oder Arbeiten von zu Hause zu stemmen, war damit für knapp die Hälfte der auf dem Land lebenden Bevölkerung schwierig.

Landwirtschaft spielt in Baden-Württemberg eine große Rolle. Mit etwas über 40.000 landwirtschaftlichen Betrieben liegt BaWü hinter Bayern mit einer Anzahl von rund 90.000 Betrieben.

Zum Zeitpunkt der Erhebung (2020) gab es:

  • 866.350 Rinder, davon 320.852 Milchkühe
  • 1.644.200 Schweine
  • 207.600 Schafe

Die Immobilienpreise zogen bundesweit kräftig an. In dem kaufkräftigem Bundesland sind die Preise von Stadt zu Land wie überall stark schwankend. In den Ballungsgebieten in und um Stuttgart sind die Preise am höchsten: Zum Zeitpunkt der Erhebung kostete ein freistehendes Einfamilienhaus in Stuttgart über eine Million Euro, in Karlsruhe war man mit durchschnittlich 600.000 Euro dabei.

Bei der Zahl der Arbeitslosen hatte Baden-Württemberg 2020 mit 4,1 Prozent eine der bundesweit niedrigsten Arbeitslosenquoten, das war knapp ein Prozent mehr als 2019. Im Mittel lag die Quote in Deutschland 2020 bei 5,9 Prozent.

Die Schulden, insbesondere die des Bundes und die der Länder, sind im Laufe des Jahres 2020 aufgrund der Corona-Krise und der in dem Zusammenhang aufgelegten Konjunkturpakete deutlich angestiegen. Ende September 2020 betrug der Schuldenstand des Bundeslandes BaWü rund 56 Milliarden Euro, pro Kopf sind das rund 5.000 Euro.

Beim Thema Covid-19-Impfungen ist Baden-Württemberg im Ländervergleich mit 4,7 Prozent der Erstimpfungen unter dem bundesweiten Durchschnitt. Auch die Zahl der Zweitimpfungen mit einer Quote von 2,4 Prozent liegt unter dem Durchschnitt, der 4,9 Prozent der Erstimpfungen und 2,5 Prozent der Zweitimpfungen (Stand 1.3.2021) ausmacht.

Wie wählte der Baden-Württemberger bislang? Bei den letzten Landtagswahlen 2016 wurden die Grünen mit 30,3 Prozent das erste Mal stärkste Partei (zum ersten Mal überhaupt bei einer Landtagswahl in Deutschland). Winfried Kretschmann, seit 2011 Ministerpräsident, behielt seinen Posten. CDU und SPD strichen herbe Verluste ein, die SPD wurde nur viertstärkste Partei. Gewinner der Wahl neben den Grünen war die neu in den Landtag eingezogene AfD.

Traditionell bildete die CDU die stärkste Partei in Baden-Württemberg und stellte seit 1953 den Ministerpräsidenten. Beim historischem Regierungswechsel 2011 war sie das erste Mal in der Opposition. Eine Koalition aus Bündnis 90/Die Grünen (24,2 Prozent) und SPD (23,1 Prozent) unter der Führung von Ministerpräsident Winfried Kretschmann übernahm die Regierung. Bei der Wahl 2016 verlor die SPD massiv an Stimmen, Grün-Rot verlor die Mehrheit im Land. Es entstand eine Koalition aus Grünen und CDU, Winfried Kretschmann blieb Ministerpräsident.

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