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Zahlen und Fakten - So geht's Rheinland-Pfalz

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Große Waldflächen, hohe Lebenserwartung und viel Weinanbau: Rheinland-Pfalz - ein Überblick in Grafiken.

Blick vom Mainzer Dom
Blick auf Mainz, Landeshauptstadt von Rheinland-Pfalz
Quelle: Imago

Rheinland-Pfalz mit der Landeshauptstadt Mainz liegt im Südwesten Deutschlands. Mit einer Fläche von rund 20.000 Quadratkilometern zählt es zu den mittelgroßen Bundesländern. 4,09 Millionen Menschen, das sind 4,92 Prozent der deutschen Bevölkerung, leben dort in fünf Großstädten mit mehr als 100.000 Einwohnern oder auf dem weniger dicht besiedelten Land. Nach der Zahl der Einwohner ist es das sechstgrößte und nach Fläche das neuntgrößte von 16 Bundesländern.

2020 hat Rheinland-Pfalz rund 4,09 Millionen Einwohner und erlebt damit zum neunten Jahr in Folge einen Anstieg der Bevölkerung. Dieser Anstieg geht allerdings nicht auf einen Geburtenüberschuss zurück. Im Gegenteil: 2019 gab es eine Differenz von 10.446, im Corona-Jahr wird dieses Defizit vermutlich durch die höheren Sterbezahlen größer sein. Der Anstieg der Bevölkerungszahl geht auf den Wanderungssaldo zurück. Es zogen schätzungsweise rund 16.900 Menschen mehr nach Rheinland-Pfalz als das Land verließen.

Bei der Lebenserwartung liegt Rheinland-Pfalz im oberen Drittel: Frauen werden durchschnittlich 83,1 Jahre alt, Männer 78,3. Die steigende Lebenserwartung und die niedrigen Geburtenraten ändern die Altersstruktur kontinuierlich: Allein im vergangenen Jahr stieg die Zahl der 60-Jährigen und Älteren um 23.000 bzw. 1,9 Prozent.

Mit durchschnittlich 1.900 Sonnenstunden in Deutschland war das Jahr 2020 vergleichsweise sonnenscheinreich, mit 710 Litern Niederschlag relativ trocken. Rheinland-Pfalz bekam 2020 etwas weniger Sonne und weniger Regen als der deutsche Durchschnitt: 1.892 Sonnenstunden und 650 Liter Niederschlag.

Im Vergleich zu 2007 stieg der Primärenergieverbrauch bis 2018 in Rheinland-Pfalz um 2,3 Prozent. Parallel erhöht sich der Anteil erneuerbarer Energien auf 12,88 Prozent, lag aber knapp unter dem deutschen Durchschnitt von 13,7 Prozent. Der größte Anteil zur Stromgewinnung aus erneuerbaren Energien kam durch Windkraft.

7,7 Prozent der Jugendlichen beendeten 2019 in Rheinland-Pfalz ihre Schulausbildung ohne einen Abschluss. Im deutschen Durchschnitt lag die Quote im gleichen Zeitraum bei 6,8 Prozent. Bei den Schulabschlüssen mit allgemeiner Hochschulreife lag Rheinland-Pfalz mit 40 Prozent ganz knapp unter dem bundesdeutschen Durchschnitt von 40,2 Prozent.

Ein besonders wichtiges Thema waren 2020 schnelle Datenleitungen. Wegen Homeschooling, Homeoffice und der verstärkten Nutzung von Streamingdiensten brauchte es eine entsprechend hohe Bandbreite. Wie sieht die Breitbandversorgung in Rheinland-Pfalz aus? 2015 hatten 69 Prozent der Bevölkerung eine 50Mbit/s-Versorgung, 2020 konnten mehr als 90 Prozent damit rechnen. Im ländlichen Raum hat sich die Versorgung um 36 Prozent verbessert. Schnellere 100Mbit/s-Leitungen konnten im ländlichen Bereich allerdings gerade mal von 50,3 Prozent genutzt werden, Städter haben zu 95,1 Prozent Zugriff darauf.

Die rheinland-pfälzische Landwirtschaft wird vor allem vom Weinbau geprägt. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes Rheinland-Pfalz gab es 2020 rund 64.500 Hektar Rebfläche. Die Anzahl der landwirtschaftlichen Betriebe lag bundesweit mit 16.400 im Mittelfeld.

Zum Zeitpunkt der Erhebung (2020) gab es in RLP:

  • 312.900 Rinder, davon ein Drittel Milchkühe
  • 144.200 Schweine
  • 64.300 Schafe

Die Immobilienpreise zogen bundesweit an und überall sind die Preise von Stadt zu Land stark schwankend. In den Ballungsgebieten in und um Mainz waren die Preise am höchsten: Zum Zeitpunkt der Erhebung kostete ein freistehendes Einfamilienhaus in Mainz durchschnittlich 650.000 Euro.

Rheinland-Pfalz ist das waldreichste Bundesland in Deutschland. Die Wälder bedecken rund 42 Prozent, also 840.000 Hektar, der Landesfläche. 530.000.000 Bäume wurden bei der letzten Bundeswaldinventur 2012 gezählt.

Die Arbeitslosenquote lag 2020 mit 5,2 Prozent um 0,9 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert (4,3 Prozent) und damit knapp unter dem bundesdeutschen Durchschnitt, der im gleichen Zeitraum 5,3 Prozent betrug.

Die Schulden, insbesondere die des Bundes und die der Länder, sind im Laufe des Jahres 2020 aufgrund der Corona-Krise und der in dem Zusammenhang aufgelegten Konjunkturpakete deutlich angestiegen. Ende September 2020 betrug der Schuldenstand des Bundeslandes Rheinland-Pfalz rund 44 Milliarden Euro, pro Kopf waren das 10.858 Euro.

Beim Thema Covid-19-Impfungen schließt das Bundesland im Ländervergleich mit 5,0 Prozent der Erstimpfungen sehr gut ab. Bei der Zahl der Zweitimpfungen liegt Rheinland-Pfalz auf dem ersten Platz mit einer Quote von 3,4 Prozent. Im Durchschnitt bekamen in Deutschland 4,9 Prozent die Erstimpfung, 2,5 Prozent die Zweitimpfung (Stand 1.3.2021).

Wie wählte der Rheinland-Pfälzer bislang? Bei der letzten Landtagswahl 2016 wurde bei einer Wahlbeteiligung von 70,4 Prozent die SPD mit 36,2 Prozent wieder stärkste Partei und bildete anschließend mit Grünen und FDP eine Ampelkoalition. Die SPD stellt somit die Ministerpräsidentin Malu Dreyer, die bereits 2013 den Posten vom zurückgetretenen Kurt Beck übernahm. Stärkste Zugewinne verzeichnete die neu in den Landtag eingezogene AfD mit 12,6 Prozent, der FDP gelang mit 6,2 Prozent der Wiedereinzug in den Landtag.

Bis 1991 bildete die CDU die stärkste Partei in Rheinland-Pfalz und stellte seit 1947 den Ministerpräsidenten. Seit dem Regierungswechsel 1991 ist sie in der Opposition. Mit 44,8 Prozent wurde damals die SPD stärkste Partei, bildete eine Koalition mit der FDP und übernahm unter der Führung von Ministerpräsident Rudolf Scharping die Regierung. Bis zur Landtagswahl 2016 blieb die SPD die stärkste Partei in Rheinland-Pfalz.

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