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ZDF-Sommerinterview - Steinmeier fürchtet Wahlkampf-Schlammschlacht

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Nach den Vorwürfen gegen Grünen-Kanzlerkandidatin Baerbock äußert Bundespräsident Steinmeier eine Mahnung: Er habe Sorge, dass der Wahlkampf eine Schlammschlacht werden könnte.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat Sorge, dass der Bundestagswahlkampf eine Schlammschlacht werden könnte. Sehen Sie hier das ganze ZDF-Sommerinterview mit Steinmeier.

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Auf Annalena Baerbock wurden offensichtlich Plagiatsjäger angesetzt, gegen die Kanzlerkandidatin der Grünen gibt es fast tägliche Vorwürfe. Vor diesem Hintergrund mahnt Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die wahlkämpfenden Parteien. Im ZDF-Sommerinterview sagt er:

Ich habe Sorge, dass es eine Schlammschlacht werden könnte.
Frank-Walter Steinmeier

Er habe sich oft genug geäußert, dass Maß und Vernunft eine Voraussetzung funktionierender Demokratie sei. Das gelte auch in Wahlkämpfen. Die wahlkämpfenden Parteien seien immer wieder daran zu erinnern, dass man bei jedem Wort, bei jedem Satz daran denken müsse, "dass man möglicherweise hinterher wieder gemeinsam am Tisch sitzen muss", so Steinmeier.

Steinmeier schränkt allerdings ein: "Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist es noch nicht der Punkt, an dem der Bundespräsident öffentlich mahnen muss." Er wisse auch aus eigener Erfahrung, "dass das Klima in Wahlkämpfen rauer ist als in Zeiten außerhalb von Wahlkämpfen".

In der Corona-Pandemie trifft Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier oft den richtigen Ton. Doch eine große Ruck-Rede hält er nicht. Bekommt Steinmeier eine zweite Amtszeit?

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Corona-Bilanz: "Nicht Weltmeister, nicht Klassenletzter"

In dem Interview, das das ZDF um 19:10 Uhr ausstrahlt, zieht Steinmeier auch eine durchwachsene Bilanz der Corona-Pandemie. "Wenn wir heute versuchen, ein Resumee der Pandemie-Zeit zu ziehen, dann kommen wir, glaube ich, nicht zu einem ganz einheitlichen Bild. Ich gehöre nicht zu denen, die sagen, dass wir in Deutschland gescheitert sind. Wir sind sicherlich nicht Weltmeister bei der Pandemiebekämpfung, aber wir sind mit ganz großer Sicherheit auch nicht Klassenletzter."

Wenn er auf die vergangenen 15 Monate zurückblicke, könne man Positives ansprechen: Steinmeier nennt als Beispiele den ersten Impfstoff, der in Deutschland entwickelt wurde. Außerdem habe das Gesundheitssystem der Belastung standgehalten und die Arbeitslosigkeit sei nicht signifikant gestiegen. "Das hat alles auch mit Politik und auch mit Bundes- und Landesregierungen zu tun", sagt Steinmeier. Sein Fazit:

Ich glaube, die Politik hat nicht versagt.
Frank-Walter Steinmeier

Transformation durch Klimawandel: "Wir unterschätzen das"

Steinmeier mahnt im ZDF-Sommerinterview auch Konsequenzen aus der Pandemie an. "Man kann sich Fehler einfacher verzeihen, wenn man Lehren aus den Fehlern zieht", sagt er. Er hoffe, dass das Erlebte nicht vergessen werde und dass künftig langfristiger gedacht werde. Das gelte auch in Bezug auf die Klimakatastrophe.

"Wir werden uns ganz stark verändern müssen", so Steinmeier. Wenn man alles zusammennehme, die Folgen der Pandemie etwa oder die Dynamik des Zeitalters der Digitalisierung, dann werde deutlich, welche massive Transformation auf jeden und jede zukomme. "Das geht an keinem Bereich der Gesellschaft vorbei. Alles das unterschätzen wir in der Dynamik."

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bewirbt sich um eine zweite Amtszeit. Im ZDF stellt er selbst die Frage, ob das nächste Staatsoberhaupt nicht eine Frau sein müsste.

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Zweite Amtszeit: Müsste es nicht eine Frau sein?

Angesprochen auf seine Bewerbung um eine zweite Amtszeit weist Steinmeier den Vorwurf zurück, er sei vorgeprescht. Stattdessen habe er seine Kandidatur zum richtigen Zeitpunkt öffentlich gemacht. "Die Öffentlichkeit hat ein Anrecht, zu wissen, wo ihr Präsident steht." Es könnte allerdings sein, dass in der Debatte noch ein Frage aufkommen werde, sagt Steinmeier: "Müsste es nicht eine Frau sein?" 

Das komplette ZDF-Sommerinterview sehen Sie um 19:10 Uhr im ZDF und auf ZDFheute.

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