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Saisonabbruch - Kiel ist Meister, BVB nicht

Die Handball-Bundesligisten haben für den Saisonabbruch gestimmt. Deutscher Meister ist der THW Kiel. Auch bei den Frauen wurde die Saison abgebrochen - allerdings ohne Meister.

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22.04.2020
22.04.2020

Die Handball-Saison 2019/20 ist vorzeitig beendet - der neue Meister heißt THW Kiel. Bei der Wertung der Spielzeit entschied sich das Präsidium der Bundesliga am Dienstag gegen eine Annullierung und für die Anwendung der Quotientenregel, die Tabellenführer Kiel als bestes Team der Saison 2019/20 ausweist.

Keine Absteiger, Essen und Coburg steigen auf

Die Quotientenregel musste angewandt werden, weil nicht alle Mannschaften gleichviele Spiele ausgetragen haben. Dabei wurden die erzielten Punkte durch die Anzahl der absolvierten Spiele geteilt. Für die Entscheidung war eine Dreiviertelmehrheit unter den 36 Klubs nötig. Diese sei laut HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann "deutlich überschritten" worden.

Absteiger wird es nicht geben, Aufsteiger sind HSC 2000 Coburg und TuSEM Essen. Die HBL startet mit 20 Klubs in die neue Saison, in der es vier Absteiger geben wird. Für den THW Kiel ist es der erste Meistertitel seit 2015 und der 21. insgesamt. Zum Vizemeister wurde die SG Flensburg-Handewitt erklärt. Der Meister der beiden Vorjahre, der in der seit Anfang März eingefroreren Tabelle den zweiten Platz belegte, ist damit wie der THW für die Champions League der kommenden Saison qualifiziert.

Magdeburg, Hannover und Löwen im Europacup

Der SC Magdeburg, die TSV Hannover-Burgdorf und die Rhein-Neckar Löwen spielen in der Euro League (ehemals EHF-Cup). Pech hatten die Füchse Berlin, die durch den Quatient vom fünften auf den sechsten Platz abrutschten und die Teilnahme am Europapokal verpassten. "Wir werden aber auf keinen Fall Protest einlegen gegen die Wertung. Es gibt keine gerechten Lösungen in dieser Situation", sagte Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning.

"Aus sportlicher Sicht wäre es natürlich das Beste gewesen, die Saison fortzusetzen. Der Rahmen hat gesundheitlich, organisatorisch und wirtschaftlich aber nicht gepasst. Von den ungerechten Lösungen haben wir diese für die Beste gehalten", sagte Bohmann.

Keine Chance für Hannings Vorschlag

Der Vorschlag von Bob Hanning - zugleich auch DHB-Vizepräsident - hatte wenig Freunde gefunden. Hanning hatte angeregt, alle 18 Erstligisten im Juni an einem Ort innerhalb kürzester Zeit die verbleibenden Spiele zu absolvieren.

Für das Final-4-Turnier des DHB-Pokals in Hamburg soll ein neuer Termin gefunden werden. Die Endrunde sollte am 4./5.April steigen und war auf den 27./28.Juni verlegt worden.

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Kein Meister bei den Frauen

Anders als bei den Männern wird es bei den Frauen keinen Deutschen Meister geben. Maßgeblich für die Entscheidung sei, dass zum Zeitpunkt des Abbruchs noch fast ein Drittel der Saison zu spielen war und auch das Rückspiel zwischen dem Tabellenzweiten SG BBM Bietigheim und Spitzenreiter Borussia Dortmund noch ausstand, teilte der Ligaverband mit.

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Buchholz und Halle-Neustadt steigen auf

Zur Ermittlung der Tabellenpositionen wurde die Abbruchtabelle unter zu Hilfenahme der Quotientenregelung herangezogen. Absteiger wird es keine geben, aus der 2. Bundesliga steigen der Erstplatzierte HL Buchholz 08-Rosengarten und der sich auf dem Relegationsplatz befindliche Tabellenzweite SV Union Halle-Neustadt auf. Damit wird die Eliteklasse für die kommende Spielzeit auf 16 Teams aufgestockt, was durch einen vermehrten Abstieg für die Saison 2021/22 wieder ausgeglichen werden soll.

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